Tag Archive: Hunger


Nämlich übellaunig, wenn hungrig. Zumindest ist das meine Vermutung, warum das grüne Volk am Samstag echt zickig war, als ich den Damen ein weiteres Leerrähmchen bei strahlendem Sonnenschein und 20°C eingehängt habe. Das vom Donnerstag war nämlich schon zur Hälfte ausgebaut – unglaublich, was für kleine Baumeister das sind!

Ich habe schon beim Verschieben der Rähmchen bemerkt, dass die Mädels und Jungs (ja, inzwischen schwirren schon einige Drohnen herum) irgendwie unruhig waren. Prompt ist dann eine schnurstracks auf meine Hand und hat auch sofort zugestochen… Also erstmal Stachel raus, Hand abgewaschen, Handschuhe an, neues Rähmchen rein. Dabei flogen dann einige Bienen recht aufgebracht mit diesem speziellen Ton um meinen Kopf. Da war ich zugegebenermaßen recht froh um den Schleier 🙂

Sie lagern inzwischen schon ein wenig Nektar ein, es ist aber dank der fleissigen Eiablage von Irmchen und der phantastischen Arbeit der Pollensammlerinnen nur noch sehr wenig Platz auf den Rähmchen für Nektar. Also habe ich ihnen eine Portion Futterteig in den leeren Raum gestellt, und hoffe, dass sie das wieder ein wenig besänftigt. Bei mir funktioniert das zumindest 😉

Der Stich selbst hat gar nicht so weh getan, aber die eine Hälfte der rechten Hand ist im Lauf des Tages dann schön angeschwollen…

Kleine Notiz an mich selbst: Bienenstich + Spartan Race-Training macht die Sache dann nicht besser, da platzen dann nämlich noch ein paar kleine Gefäßchen unter der Haut…

Ein paar Bienchen gerettet :)

Während der heftigen und langanhaltenden Regengüsse der letzten Tage mit recht kühlen Temperaturen verflogen sich immer wieder einige Bienen unter unsere Terrassenüberdachung und fanden nicht mehr heraus. Das passiert komischer Weise nur sehr selten, wenn es warm und sonnig ist.

Die Bienen flogen immer wieder nach oben gegen das Glas. Irgendwann sind sie dann mit den Kräften am Ende, und hocken regungslos an den Balken. Ein paar lagen auch schon mit ausgestreckter Zunge am Boden. Es war verhältnismäßig leicht, sie da mit dem Besen herunterzuholen, da sie sich freiwillig an die Borsten klammern. In ein kleines Tupperdeckelchen habe ich dann etwas Futttersirup gefüllt und die völlig entkräfteten Bienen darauf gesetzt.

Gierig wurde die Nahrung angenommen:

DSC06952

Nach der Stärkung putzen sich einige gegenseitig, was irgendwie sehr nett anzusehen war:

DSC06950

DSC06949

Anschließend wurde kräftig mit dem Abdomen gepumpt und dann erhoben sie sich eine nach der anderen in die Lüfte. Ob sie von uns waren, konnten wir allerdings nicht sehen. Aber das ist ja auch egal 🙂