Archive for Oktober, 2016


Es herbstelt!

So langsam ist der Herbst auch auf der Garage so richtig angekommen. Vereinzelt blüht noch ein klein wenig Thymian, ansonsten prägte Ende September die Fette Henne das Bild dort oben und wurde von den Sammlerinnen dankend angenommen.

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Die Nächte werden kühler, und morgens dauert es je nach Wetter ganz schön lange, bis unsere Bienen sich am Flugloch zeigen. Das wird leider immer noch und für meinen Geschmack von zu vielen Wespen ausgenutzt, die sich dann an den Honigvorräten unserer Bienen bedienen.

Bei schönem Wetter und wärmeren Temperaturen, wenn viele Bienen ein- und ausfliegen schaffen es nur noch sehr wenige Wespen bis in die Beute hinein. Aber bei der letzten Durchsicht wurden wir sehr lästig umschwirrt von den gelb-schwarzen Plagegeistern. Es bleibt zu hoffen, dass mit den ersten Nachtfrösten dieser Spuk ein Ende hat!

Die Einfütterung war Anfang Oktober auch weitgehend abgeschlossen. Es ist für mich Anfänger noch nicht so leicht abzuschätzen, ab das dann auch wirklich reicht. Das grüne Volk hat immer noch mehr Vorräte als ihre blauen Nachbarinnen, aber inzwischen sieht es schon besser aus. Hier ein Bild einer schön gefüllten Vorratswabe:


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Was mir gar nicht gefällt ist das hier:

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Das ist eine der inzwischen gut ausgebauten Mittelwände, die mir Frank nach den Wabenbrüchen gegeben hatte. Im unteren Bereich sieht das sehr komisch aus. Ich habe ein wenig im Internet recherchiert (ich weiß, das sollte man nicht tun), aber tatsächlich ist der Händler, bei dem Frank diese Bio-Mittelwände gekauft hatte, in den neuesten Wachsskandal verwickelt. Das heißt diese Mittelwand kann durchaus eine gepanschte Made in China-Mittelwand sein, die mit Stearin oder Paraffin gestreckt wurde. Ich denke für die Honigeinlagerung ist das eher nicht so entscheidend, aber im Frühjahr werde ich das Ding aus dem Verkehr ziehen, bevor es bebrütet werden kann. Dabei entstehen dann nämlich große Probleme für die Bienen, weil das gestreckte Wachs nicht mehr die benötigten Eigenschaften hat – es wird zu schnell weich, und die Bienen können nicht gescheit schlüpfen.

Aktuell läuft eine Online-Petition, dass „Reines Bienenwachs“ auch nur aus Bienenwachs bestehen sollte…

 

 

 

Nach einem ganz kurzen Kontrollblick in die grüne Kiste am 20. September („Schwein gehabt!“) habe ich letzte Woche als es noch so herrlich warm war die für heuer vermutlich letzte große Durchsicht bei Irmgard und ihrem Volk gemacht. Ich wollte sehen, ob sie mit der Reparatur der abgebrochenen Waben Fortschritte gemacht hatten, und wie nun die Futtervorräte aussahen.

Die Rähmchen in der Reihenfolge, an der Fluglochseite beginnend:

No. 1: Hier wurde ein wenig weiter repariert:

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No. 2: Hier haben sie deutlich mehr neues Wabenwerk gebaut:

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No. 3: Hier ist eigentlich alles zu sehen, was es gibt – oben verdeckelter Honig, in vielen Zellen unverdeckelter Honig, auf drei Uhr ein wenig Pollen, ein Brutnestausschnitt mit verdeckelter Brut, und wer genau hinschaut findet vielleicht die eine gerade schlüpfende Biene 🙂 (kleiner Tipp: ein wenig rechts von der Mitte)

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No. 4: ein schönes Brutnest mit viel verdeckelter Brut, etwas offener Brut und einem Futterkranz außen herum

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No. 5: Futter – zum Teil wird der Honig gerade verdeckelt

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No. 6: auch eine der Bruchwaben – ebenfalls schon einiges an Wabenwerk neu gebaut

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No. 7: gedrahtet, mit Mittelwand, inzwischen schon ganz gut ausgebaut und in der oberen Hälfte wird bereits mit Futter befüllt (auf der Rückseite oben bereits verdeckelt)

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No. 8: (auch eines der gedrahteten Rähmchen mit Bio-Mittelwand von Frank) oben auch schon in Betrieb genommen und teilweise ausgebaut

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No. 9: Wenn das mal gut geht… Die ist wieder sehr wackelig oben befestigt aber trotzdem schon mit Vorrat befüllt.

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No. 10: eine der Dickwaben, die ich schon vor einiger Zeit an den Rand versetzt habe, damit der Rest in normaler Stärke weiter gebaut werden kann. Ebenfalls mit Honigvorräten bestückt.

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Soweit so gut… Ich denke ein wenig mehr Vorräte würden ihnen nicht schaden, aber sie haben den Unfall ganz gut verarbeitet.