Archive for Juni, 2017


Honigernte!!! :)

Heute war es soweit, wir durften unseren ersten eigenen Honig ernten. Dank der tollen Sammelleistung unserer Bienen konnten wir insgesamt 9 Futterwaben entnehmen. Besonders erfreulich war dabei, dass sogar der Schwarm in der gelben Kiste mit Königin Diana schon so viel gebaut und eingelagert hatte, dass wir auch hier ein Rähmchen stibitzen konnten!

Meine zwei Mini-Imker waren auch wieder fleissig mit dabei, als endlich der schon etwas ersehnte Moment da war, dem das langwierige Auspacken, Zusammenbauen und Reinigen der Schleuder und Zubehör vorangegangen war:

Das blaue Volk ist unser Spitzenreiter mit sagenhafte 5 vollen Waben! Es ist das Muttervolk des gelben Volks und Louisa I. scheint den gleichen Sammeleifer wie ihre Mutter Diana I. an ihre Arbeiterinnen weiter zu geben.

Die fast volle Wabentransportkiste war kaum mehr zu heben, und das Heruntermanövrieren über die kleine, steile Treppe war ein Akt! Wir mussten ein klein wenig zügig arbeiten, denn das hier zog beachtlich schnell auf:

Wir haben es aber rechtzeitig geschafft, und die Bienen waren wirklich super friedlich, trotz des schwülen Gewitterwetters und Honigdiebstahls! Letztendlich passierte am Himmel außer ein paar wenigen Tropfen und etwas Gegrummel nicht viel…

Ein echtes Prachtstück!

Da der Honig in den Zellen mit einer dünnen Wachsschicht von den Bienen verschlossen wir, muss man die Waben zuerst einmal entdeckeln:

Flüssiges Gold!

Und dann kommen die Rähmchen in die Schleuder:

Zuerst wir ganz vorsichtig eine Seite angeschleudert:

Danach müssen die Waben gewendet und die zweite Seite ebenfalls nur angeschleudert werden:

Schon bald fällt der erste Tropfen:

Und dann beginnt der Honig zu fließen!

Eine sehr meditative Angelegenheit!!!

Hier eine der überbauten Waben mit einem echten Hammergewicht:

Wenn beide Seiten angeschleudert sind, wird wieder gewendet, und es darf ein bisschen schneller gekurbelt werden:

Wir haben den Honig durch ein Doppelsieb laufen lassen, und anschließend noch einmal durch ein extrafeines Honigfiltertuch. Am Ende war dann ein großer Hobbock (so heißen diese Honigeimer) mehr als halb voll – und wir restlos begeistert. Allerdings musste Tobis und mein Abendessen auch bis halb elf warten, damit der Honig den Essensgeruch nicht annahm… Manchmal muss man halt Opfer bringen! 😉

Der spannende Moment, als der Eimer auf die Waage gestellt wurde – abzüglich des Eimers waren es wunderbare 22 Kilo Honig – Yippieh!

Nun kommt er erst einmal in der etwas kühleren Keller, bevor dann der Schaum an der Oberfläche abgeschöpft wird. Ich glaube ich muss noch schnell ein paar Gläser bestellen – mit einer solchen Ernte habe ich nicht gerechnet, nachdem beide Völker heuer geschwärmt haben und das dritte ein Schwarm von heuer ist!

… rückte am Mittwoch in greifbare Weite! Während unseres zweiwöchigen Urlaubs waren die Bienen sehr fleissig gewesen – was uns schon unsere Haussitter berichtet hatten. Eine Kontrolle aller drei Kisten zeigte einige verdeckelte Futterwaben:

Sogar der heuer eingezogene Schwarm in der gelben Kiste hat schon so viele Vorräte, dass wir eine Wabe entnehmen können, ohne ein ganz schlechtes Gewissen haben zu müssen:

Auch im Brutbereich waren überall noch schöne Futterkränze zu sehen, so dass wir nun das erste Mal Honig ernten konnten! Die zerstörungswütigen blauen Damen bekamen im Zuge der Kontrolle gleich noch ein neues lochloses Wachstuch, nachdem sie das Loch im alten noch vergrößert hatten.

Auch der statt des Strohschieds eingesetzte Trennschied wurde in den Ferien ganz schön zernagt.

 

Naja, nach der Honigernte ist es ihnen hoffentlich nicht mehr ganz so langweilig, wenn sie erst mal mit der Wabenreparatur und dem Neubefüllen beschäftigt sein werden.

Nach der Kontrolle wurde ich noch zu einem Schwarm in den Nachbarort gerufen, das Balkonvolk meines Imkerkollegen Frank war geschwärmt und hing recht hoch in Nachbars Apfelbaum, während Frank beruflich im Ausland unterwegs war. Dank der tatkräftigen Hilfe seines Sohnes und einer Teleskopstange mit Schwarmfangsack war das Ding aber trotz des nicht ganz idealen Sitzes um mehrere Astgabeln herum recht schnell im Kasten.

Viele sterzelnde Bienen um das Flugloch und in die Kiste hinein drängende Bienen lassen hoffen, dass die Königin schon in der Schwarmfangkiste war:

Am Donnerstag kam dann unsere gemeinsam angeschaffte neue Wabenschleuder samt Entdeckelungsgeschirr, die ich dann gleich am Donnerstag einweihen durfte.  Dazu mehr im nächsten Post!

Vandalismus…

… in der blauen Beute! Aber Gott sei Dank nicht wie man es in letzter Zeit nur allzuoft lesen muss von irgendwelchen dummen Menschen, die Bienenbeuten umwerfen, zerstören oder anzünden, sondern von den Bewohnerinnen selbst! Sie haben nämlich aus irgendeinem mir nicht ganz einleuchtenden Grund ein Loch in ihr tolles Bio-Wachstuch gefressen…

Da ich mit diesen Umgestaltungsmaßnahmen nicht einverstanden bin, habe ich also kurz vor dem Urlaub noch ein neues Tuch bestellt, und hoffe, dass sie es nur aus Langeweile zerstört haben. Praktischerweise haben wir nun ein Wachstuch mit Loch, das dann für eine eventuelle Notfütterung verwendet werden kann. Auch schön! Ich hatte nämlich Hemmungen gehabt, ein Loch rein zu schneiden.

Aber es gibt vom blauen Volk auch gute Nachrichten, die Königin hat sich gezeigt und auch endlich begonnen, Eier zu legen. Das beruhigt mich doch enorm vor meiner zweiwöchigen Abwesenheit – unseren Haussittern wollte ich es jetzt nicht zumuten, dass sie Waben ziehen und nach Stiften suchen müssen. Hier nun ein erstes Bild von unserer schönen, neuen blauen Königin, Blandina I. (ich muss das mit der Namensgebung nächstes Jahr ändern, der Heiligenkalender gibt zur Schwarmzeit nichts Gescheites her…).

 

Bei den anderen beiden Völkern habe ich nur einen kurzen Blick am Trennschied hinein geworfen und ein Leerrähmchen zum Bauen gegeben. Leider haben die bauwütigen gelben Damen am Strohschied etwas Wildbau begonnen – offensichtlich ging der Ausbau nach unten ein paar Trupps zu langsam, und sie haben unten quer eine Gegenbaustelle errichtet:

 

Ich bin schon sehr gespannt, was sich in den zwei Wochen Urlaub tut. Gemeinsam mit Imkerkollege Frank wurde eine Schleuder angeschafft – vielleicht gibt es ja heuer zum ersten Mal etwas zu ernten!