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Milbenkontrolle!

Zuerst kam vorgestern bei mir große Erleichterung auf, als ich am Abend endlich die Diagnoseböden aus den Beuten holte (nach 6 Tagen statt der geplanten 3). Der Milbentotenfall hält sich im Vergleich zu vor der Behandlung in Grenzen – sogar beim vor kurzem noch so stark befallenen blauen Volk! Hurra!!!

Die Ernüchterung kam aber heute beim genauen Auszählen – ich habe mich beim schnellen Draufschauen nämlich ganz schön verschätzt. Wenn man dann in Ruhe die Diagnoseböden absucht, findet man halt leider doch mehr Milben als vermutet. 😦

Die Auszählung ergab:

BLAU:  34 Milben (im Durchschnitt 5,6 Milben pro Tag)

GELB:  11 Milben (im Durchschnitt 1,8 Milben pro Tag)

GRÜN:  28 (im Durchschnitt Milben 4,6 Milben pro Tag)

Die Ernüchterung kam aber heute beim genauen Auszähl

Bei Blau und Grün sind es somit immer noch zu viele Milben! Und ich bin auch leider echt zu spät dran (es ist hier im Süden der Republik schon zu kalt), um noch eine zweite Behandlung mit der 60%igen Ameisensäure durchzuführen. Auf der Homepage der Fa. Nassenheider wird für diesen Fall eine Behandlung mit 85%iger Ameisensäure empfohlen, die ich nun bestellt habe. Ich bin ja echt hin und her gerissen, aber ich fürchte, wenn ich jetzt nicht mehr behandle, wäre das ein Fehler und die beiden Völker könnten über den Winter Probleme bekommen. Es ist ja auch nicht gesagt, dass der Winter so kalt wird, dass die Bienen komplett aus der Brut gehen und die Oxalsäurebehandlung überhaupt durchgeführt werden kann…

Ois ned so einfach!

Beim Öffnen der Wartungsklappe wurde wieder der Eindruck bestätigt, dass das grüne Volk noch viel größer als die beiden anderen ist! Bei den grünen Damen saß bei der Entnahme eine ganze Ladung Arbeiterinnen auf dem Diagnoseboden und war ein wenig empört, dass sie aus der guten warmen Stube herausgezogen wurden. Aber nach etwas vorsichtigem Anschubsen mit dem Stockmeißel waren sie dann doch, wenn auch stachelfuchtelnd, bereit, vom Diagnosegitter wieder in die Beute zurück zu spazieren…

Hier ein paar Bilder zum Vergleich:

BLAU:

GELB:

GRÜN:

So, nun drückt bitte alle die Daumen, dass die Behandlung problemlos über die Bühne geht!

Nach einem ganz kurzen Kontrollblick in die grüne Kiste am 20. September („Schwein gehabt!“) habe ich letzte Woche als es noch so herrlich warm war die für heuer vermutlich letzte große Durchsicht bei Irmgard und ihrem Volk gemacht. Ich wollte sehen, ob sie mit der Reparatur der abgebrochenen Waben Fortschritte gemacht hatten, und wie nun die Futtervorräte aussahen.

Die Rähmchen in der Reihenfolge, an der Fluglochseite beginnend:

No. 1: Hier wurde ein wenig weiter repariert:

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No. 2: Hier haben sie deutlich mehr neues Wabenwerk gebaut:

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No. 3: Hier ist eigentlich alles zu sehen, was es gibt – oben verdeckelter Honig, in vielen Zellen unverdeckelter Honig, auf drei Uhr ein wenig Pollen, ein Brutnestausschnitt mit verdeckelter Brut, und wer genau hinschaut findet vielleicht die eine gerade schlüpfende Biene 🙂 (kleiner Tipp: ein wenig rechts von der Mitte)

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No. 4: ein schönes Brutnest mit viel verdeckelter Brut, etwas offener Brut und einem Futterkranz außen herum

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No. 5: Futter – zum Teil wird der Honig gerade verdeckelt

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No. 6: auch eine der Bruchwaben – ebenfalls schon einiges an Wabenwerk neu gebaut

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No. 7: gedrahtet, mit Mittelwand, inzwischen schon ganz gut ausgebaut und in der oberen Hälfte wird bereits mit Futter befüllt (auf der Rückseite oben bereits verdeckelt)

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No. 8: (auch eines der gedrahteten Rähmchen mit Bio-Mittelwand von Frank) oben auch schon in Betrieb genommen und teilweise ausgebaut

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No. 9: Wenn das mal gut geht… Die ist wieder sehr wackelig oben befestigt aber trotzdem schon mit Vorrat befüllt.

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No. 10: eine der Dickwaben, die ich schon vor einiger Zeit an den Rand versetzt habe, damit der Rest in normaler Stärke weiter gebaut werden kann. Ebenfalls mit Honigvorräten bestückt.

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Soweit so gut… Ich denke ein wenig mehr Vorräte würden ihnen nicht schaden, aber sie haben den Unfall ganz gut verarbeitet.