Tag Archive: Bienenweide


Vor zwei Jahren hat uns die Gemeinde auf den Grünstreifen vor dem Haus einen „Bienenbaum“ gepflanzt, nachdem die Eberesche wie fast alle anderen in der Straße abgestorben war. Eigentlich wollten wir ja selber was pflanzen, aber der Chefgärtner vom Bauhof wollte nur wissen, was wir denn gerne hätten! Mein Wunsch nach einer möglichst spät blühenden Bienenweide wurde par excellence erfüllt – mit einer Honigesche, auch Stinkesche, Bienenbaum oder Tausendblütenbaum genannt. Der lateinische Name lautet Tetradium daniellii var. hupehensis (ehemals Euodia hupehensis).

Bereits letztes Jahr hatte der Baum ein paar Blütenrispen, aber heuer ist zum ersten Mal zu ahnen, was uns in Zukunft „blühen wird“! Von morgens bis abends ist dieser Baum gesteckt voll mit Bienen, Wildbienen und Hummeln! Kein Wunder, wenn eine Bienen laut Literaturangaben nur drei Blüten anfliegen muss, um ihren Honigmagen zu füllen. Die Früchte werden im Herbst dann wohl gerne von Vögeln gefressen, und sind optisch auch noch sehr ansprechend – was will man mehr?

Es ist zwar kein einheimisches Gehölz, aber da drücken wir gerne mal ein Auge zu… Hoffentlich wird im Herbst die ebenfalls abgestorbene Mehlbeere auch durch so einen Baum ersetzt!

Hier ein paar Impressionen vom wilden Treiben in voller Blüte:

 

 

 

Und weil die Fotos dem Ganzen gar nicht gerecht werden, noch ein paar Videos:

Schade, dass das große Summen bald wieder vorbei sein wird, wenn die Blüte zu Ende geht…

 

Herbst!

Zurück von unserem herrlichen Urlaub auf den Azoren (natürlich mit ein paar Gläschen Honig von dort im Gepäck) mussten wir leider mit leichtem Erschrecken und Bedauern feststellen, dass der Sommer vorbei ist.

Das Einfüttern der Völker ist fast beendet, nur bei den Grünen musste ich heute nochmal etwas nachreichen. Das Volk ist noch wahnsinnig stark, und bei dem Dauerregen letzte Woche haben sie schon auf ihre Vorräte zurückgreifen müssen. Sobald die ersten Sonnenstrahlen herauskommen, ist dort am Flugloch immer noch unglaublich viel los. Seit Montag Abend sind in allen drei Beuten nochmals die Diagnoseböden, um einen aktuellen Überblick über den Varroabefall zu bekommen.

Hier ein paar Bilder von den letzten Durchsichten: (blau und gelb vom 15.09., grün von heute)

Im Verleich dazu das starke grüne Volk:

Gelb hat nur noch ein kleines (aber feines) Brutnest, aber dafür die meisten Vorräte, und ich musste am wenigsten zufüttern:

Im Garten blüht noch einiges, und es sind auch viele Bienen an den Blüten zu beobachten. Die folgenden Bilder sind überwiegend noch von Ende August:

(an den Sonnenblumen herrscht bisweilen ein richtiges Gedränge – Rekord waren 9 Bienen gleichzeitig auf einer Blüte)

Manchmal sitzen zwei Bienen ganz friedlich nebeneinander auf einer Blüte, aber oft scheuchen sie sich auch gleich nach der Landung fort. Ich frage mich ob sie nur Kolleginnen aus dem gleichen Volk auf der selben Blüte dulden…

Die Kokardenblumen sind auch absolute Bienenmagneten!

Zuguterletzt noch zwei Bilder von unserem neu angelegten Beet vor dem Gewächshaus – unsere ersten Einnahmen aus dem Honigverkauf wurden als kleines Dankeschön an unsere Bienen gleich in eine kleine Bienenweide investiert.

Nicht nur eine Bienenweide – ich finde es ist auch eine Augenweide! Und die Blüten werden sehr gut besucht, zum Teil saßen die ersten Sammlerinnen schon während des Einpflanzens darauf! Herzlichen Dank an dieser Stelle an unsere Kunden 🙂

Wo vorher nur ein paar traurige Gräser und blühfaule „Unkräuter“ vor sich hin wuchsen, blüht es nun in einer wunderbaren Farbenpracht. Unsere Gemeindegärtner haben ihr Versprechen eingehalten, und entlang unserer kompletten Straße (etwa einen Kilometer lang) die Grünstreifen mit einer Blühmischung angesät. Im Lauf der letzten Jahre sind fast alle dort angepflanzten Ebereschen abgestorben und wurden ersetzt. Die neuen Bäume sehen im Vorbeifahren wie Mehlbeerbäume aus, ich bin mir aber nicht ganz sicher.

Auf jeden Fall haben wir statt Grünstreifen nun Buntstreifen 🙂 Ich hätte wirklich ein paar Vorher-Bilder machen sollen!

Heute bin ich mittags mal kurz zum Knipsen vor die Haustüre gegangen:

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Es waren auch zahlreiche Bienen und Hummeln bei der Ernte zu beobachten:

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Auch an der Kreuzung blüht es wunderbar:

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Die sieht aus wie eine von unseren!

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Ich bin wirklich schwer begeistert – gerade bei dem eher tristen Wetter eine Wohltat für’s Auge.

Dankeschön, liebe Gemeinde! Das erfreut sicher nicht nur die Insekten, sondern auch viele Anwohner und Passanten 🙂