Tag Archive: Einfüttern


Herbst!

Zurück von unserem herrlichen Urlaub auf den Azoren (natürlich mit ein paar Gläschen Honig von dort im Gepäck) mussten wir leider mit leichtem Erschrecken und Bedauern feststellen, dass der Sommer vorbei ist.

Das Einfüttern der Völker ist fast beendet, nur bei den Grünen musste ich heute nochmal etwas nachreichen. Das Volk ist noch wahnsinnig stark, und bei dem Dauerregen letzte Woche haben sie schon auf ihre Vorräte zurückgreifen müssen. Sobald die ersten Sonnenstrahlen herauskommen, ist dort am Flugloch immer noch unglaublich viel los. Seit Montag Abend sind in allen drei Beuten nochmals die Diagnoseböden, um einen aktuellen Überblick über den Varroabefall zu bekommen.

Hier ein paar Bilder von den letzten Durchsichten: (blau und gelb vom 15.09., grün von heute)

Im Verleich dazu das starke grüne Volk:

Gelb hat nur noch ein kleines (aber feines) Brutnest, aber dafür die meisten Vorräte, und ich musste am wenigsten zufüttern:

Im Garten blüht noch einiges, und es sind auch viele Bienen an den Blüten zu beobachten. Die folgenden Bilder sind überwiegend noch von Ende August:

(an den Sonnenblumen herrscht bisweilen ein richtiges Gedränge – Rekord waren 9 Bienen gleichzeitig auf einer Blüte)

Manchmal sitzen zwei Bienen ganz friedlich nebeneinander auf einer Blüte, aber oft scheuchen sie sich auch gleich nach der Landung fort. Ich frage mich ob sie nur Kolleginnen aus dem gleichen Volk auf der selben Blüte dulden…

Die Kokardenblumen sind auch absolute Bienenmagneten!

Zuguterletzt noch zwei Bilder von unserem neu angelegten Beet vor dem Gewächshaus – unsere ersten Einnahmen aus dem Honigverkauf wurden als kleines Dankeschön an unsere Bienen gleich in eine kleine Bienenweide investiert.

Nicht nur eine Bienenweide – ich finde es ist auch eine Augenweide! Und die Blüten werden sehr gut besucht, zum Teil saßen die ersten Sammlerinnen schon während des Einpflanzens darauf! Herzlichen Dank an dieser Stelle an unsere Kunden 🙂

Trachtlücke!

Bei der letzten großen Durchsicht am 19. Juli musste ich mit großem Erschrecken feststellen, dass das grüne Volk fast seine gesamten Futtervorräte aufgebraucht hatte.

10 Tage vorher hatte ich Honig geerntet und noch einiges an Honig drin gelassen – jetzt waren leider etliche Waben beim Herausziehen federleicht. Königin und Brut in allen Stadien war vorhanden, ebenso eine anständige Masse an Arbeiterinnen. Um die Trachtlücke zu überbrücken bekamen die grünen Damen 5 Kilogramm Futter per Tasche gereicht. Erstaunlicherweise war die Vorratslage bei den beiden anderen Völkern deutlich besser. Besonders das blaue Volk hatte schon wieder ordentlich eingelagert. Das ist schon erstaunlich, wenn man bedenkt, dass der Standort ja der gleiche ist. Auffallend war jedoch, dass bei den Grünen immer noch sehr, sehr viele Drohnen im Volk waren. Doch die Drohnenschlacht war auch hier bereits im Gange.

Mein Imkerkollege Frank berichtete von einer ähnlichen Lage mit leeren Futterwaben, und mein ehemaliger Imkerkursleiter hat wohl auch das gleiche Problem… Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage entwickelt. Hier im Garten blühen Sonnenblumen und einige Schmetterlingsflieder, in der Nachbarschaft sind ein paar Felder mit sehr viel Rotklee darauf.

Beim blauen Volk habe ich bei der Durchsicht leider eine Biene mit verkrüppelten Flügeln gesehen, was auf einen hohen Varroadruck hinweist. Für die nächsten drei Tage kommen nun die Diagnoseböden in die Völker. Mir schwant da nichts Gutes!

Was mir auch nicht so gefällt, ist die Anzahl der Wespen, die um, an und zum Teil sogar in den Beuten zu finden sind. Wie sie da reinkommen, ist mir echt ein Rätsel, denn die Eingänge sind wirklich gut mit Bienen frequentiert – zum Teil geradezu verstopft. Anfliegende Wespen werden auch konsequent von den Fluglöchern vertrieben. Die vielen toten Drohnen um die Beuten sind natürlich eine Einladung, die auch gerne von den Wespen angenommen wird.

Daher habe ich das Flugloch der grünen Beute nach dem spätabendlichen Einfüttern auch gleich noch mit einem Räubergitter versehen und hoffe, dass das die gelbschwarzen Geier etwas besser abhält!

Am Montag habe ich am frühen Abend bei herrlichstem Sommerwetter (yay – endlich!!!) in der grünen Kiste Durchsicht gemahcht, bevor es die nächste Ration Futter für beide Völker gab. Und es scheint, als ob die neue Königin tatsächlich langsam ein wenig Ordnung in die Kiste bringen würden (dass muss am Namen liegen – gell, Mama?).

Erster Eindruck während des Rähmchen-Verschiebens: es sind nur noch wenige Drohnen im Volk, und die scheinen sich eher an der Beutenwand zu „verstecken“ als auf den Waben zu sitzen:

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Rähmchen No. 1: Viel Pollen und ein wenig reifer Honig

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Rähmchen No. 2: Ganz klassisch, mittig ein schönes Brutnest, fast vollständig verdeckelt, außen herum ein Pollen- und Honigkranz

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Rückseite: gleiches Bild, im unteren Bereich frische Stifte…

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Und die Königin Irmgard I.:

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Rähmchen No. 5 (?) (ich muss die doch mal beschriften…) – Futtervorrat

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Die beiden Rähmchen mit Mittelwänden wurden ein wenig weiter ausgebaut, aber nicht ausreichend, als dass irgendetwas eingelagert werden könnte…

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Und hier noch ein Ladendieb, der offensichlich von der Security erwischt wurden 🙂 So ist’s brav!

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Insgesamt macht mir das Volk einen recht guten Eindruck. Naja, der Imkerkurs ist zwar inzwischen abgeschlossen, aber mein Erfahrungsschatz hält sich ja noch sehr in Grenzen. Bevor der Herbst sich dann dem Ende nähert, werde ich meinen Imkerpaten Frank nochmal um einen Blick darauf bitten, damit sie gut in den Winter kommen… Sicherer ist das 🙂

Nach der Durchsicht gab es dann für beide Völker die dritte Futtergabe – jeweils 0,75kg 3:2-Lösung, gereicht im umgedrehten Gummibärcheneimer mit Löchern im Deckel. Das funktioniert gut und da die Eimer durchsichtig sind, kann man mit einem Blick sehen, ob schon alles weggeschleckt wurde…