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Neue Ernte ist da!

Es ist vollbracht, die neue Ernte 2018 ist in den Gläsern und etikettiert! (Naja, streng genommen noch nicht ganz, weil in den aufgesetzten Honigräumen auf dem blauen Volk noch ein wenig drin ist…)

Bereits am 30. Mai wurde zum ersten Mal geerntet, überwiegend aus dem blauen Volk, aber auch ein Rähmchen von den Gelben:

Die Bienen waren trotz meiner Räuberei äußerst friedlich und setzten sich nach dem Abfegen sofort auf den verbliebenen Waben nieder. Das war schon sehr angenehm und nach erfolgreichem „Honigdiebstahl“ kam schon eine gewisse Freude auf! 🙂

Insgesamt konnten Tobi und ich 4 schöne dicke Rähmchen mit insgesamt 16 kg Honig ernten:

Nach dem Animpfen mit eigenem cremig gerührten Honig aus dem Vorjahr und täglichen Rühren konnte ich zwei Wochen später einen sehr leckeren, hellgelben Honig abfüllen!

Die zweite Ernte ist vom letzten Mittwoch – nochmal rund 15 Kilogramm, und wieder überwiegend aus dem blauen Volk. Einen kleinen Teil hat das gelbe Volk beigesteuert, einen ganz winzigen das grüne. Unsere Grünen sind heuer leider nach dem Königinnenverlust ein Totalausfall… Aber die Hoffnung besteht, dass das mit der hochwertigen neuen Queen nächstes Jahr besser wird!

Einen Tag nach der Ernte wurde der wenige Schaum abgeschöpft (ich benutze dazu einen Teigspatel aus Kunststoff, wie man ihn beim Brotbacken zum Abstechen von Teig benutzt – das klappt super!) und das flüssige Gold abgefüllt:

Er hat eine wirklich wunderbare Farbe (und schmeckt natürlich auch gut)!

Selbstverständlich dürfen die Etiketten nicht fehlen, und so sehen unsere diesjährigen Gläser dann fertig und verkaufsbereit aus Frühtracht rechts, Sommertracht links:

Es ist sehr erfreulich, dass inzwischen eine recht rege Nachfrage herrscht – die ersten 2,5 Kilogramm sind schon wieder verkauft! Meine Familie jammert schon, dass für sie nichts übrig bleiben wird, wenn das so weiter geht! 😉

… ist nun endlich komplett gerührt, abgefüllt und etikettiert! Und wenn ich mal ganz ehrlich bin, ist dieses Bienenjahr bislang gar nicht wahnsinnig (verglichen mit dem turbulenten ersten Jahr) – es läuft eigentlich alles in recht guten Bahnen!

Ich habe eine ganze Weile gesucht, bis ich die Gläser und Deckel gefunden habe, die ich so im Kopf hatte. Die Etiketten entstanden in liebevoller aber mühsamer Bastelarbeit an Macbook, Drucker und Hobbyplotter. Ich finde sie für den ersten Anlauf ganz ordentlich…

Ein wenig kurios war das Kristallisationsverhalten der ersten Ernte (22kg). Ich musste schon sehr lange rühren und habe auch einmal angeimpft, bis der Honig endlich cremig wurde. Er zeigt einen sehr schönen Perlmuttschimmer, ist aber bei weitem nicht so hell wie ich es in Anbetracht des nahe gelegenen Rapsfeldes erwartet habe. Irgendwas anderes haben die Sammlerinnen da noch eingetragen. Geschmacklich ist er allerdings super!

Und das Abfüllen hatte schon sehr meditativen Charakter. Notiz an mich selbst: Niemals cremigen Honig abfüllen, wenn man ohnehin schon müde ist!

Die zweite Ernte (15 kg) habe ich gleich nach einem Tag Kellerruhe und dem Abschöpfen des Schaums abgefüllt – sie hatte einen Wassergehalt von knapp unter 16% (nochmal ein Prozent weniger als die erste Ernte) und eine herrliche Farbe! Und erst der Geschmack! 🙂 (Der Honig stand übrigens nur ganz kurz fürs Foto so im Licht!)

Ein wenig stolz sind wir aber schon alle, dass unsere Bienen heuer so viel Honig produziert haben! Hier ist die Ernte in ihrer ganzen Pracht (und es fehlt schon ein halbes Dutzend Gläser, die bereits verschenkt wurden!):

Morgen möchte ich mal wieder seit längerer Zeit in die Beuten schauen – ich bin gespannt, wie viel schon wieder eingetragen wurde. Die Sammlerinnen sind immer noch sehr fleißig unterwegs. Eigentlich würde mir zweimal Schleuder putzen reichen! 😉

 

Fleissige Bienen!

Dank des immensen Sammelfleißes unserer Bienen konnte ich am Samstag ein zweites Mal ernten. Ich hatte bei der Durchsicht zuvor ja schon gesehen, dass noch einmal etwas entnommen werden kann – die Menge war dann aber doch wieder beeindruckend!

Spitzenreiter war wieder das blaue Volk, aber die anderen beiden haben auch je 2 Waben beigetragen – und das obwohl das gelbe Volk ja heuer erst eingezogen ist! Ich werde mich natürlich bei den fleissigen Damen revanchieren und den Garten noch einmal mit einigen Trachtpflanzen mehr bestücken! 🙂

Es sind noch einmal wundervolle gut 15 Kilogramm Honig zusammen gekommen! Hier fließt das flüssige Gold durch den Feinfilter – einfach schön anzuschauen, oder? Mal ganz zu schweigen von dem herrlichen Duft, der durchs ganze Haus zieht!

Die ersten Gläser wurden auch schon an Freunde verschenkt – wozu ich Etiketten entwerfen musste. Denn man darf Honig ja nicht mal verschenken (= in den Verkehr bringen), ohne dass eine ganze Latte an Vorschriften für das Etikett eingehalten werden müssen… Hier die Version 1.0 (schnell vor dem Grillfest noch von Hand ausgeschnippelt!):

Ich muss demnächst mal eine Runde in der Umgebung herum radeln und suchen, was die Damen da gerade eintragen. Es scheint bei der Sammelgeschwindigkeit noch einiges zu sein. Bei uns im Garten ist zur Zeit sehr viel an den Kräutern los – hier eine Biene am Oregano. Auf der Garage blühen auch schon Oregano und Thymian und werden sehr gut angenommen.

Da der zuerst geerntete Honig noch immer nicht recht in die Puschen kam, habe ich ihn nun mit bereits kristallisiertem Honig „angeimpft“ (wir hatten ja schon einmal welchen entnommen, er hatte aber leicht zu hohen Wasseranteil). Dazu wurde der bereits komplett feste Honig in der Gärkammer auf 33°C gebracht, wodurch er wieder flüssiger wurde. Hier vor dem leichten Erwärmen:

Davon habe ich dann 3 große Esslöffel in den Hobbock gegeben und mit eingearbeitet. Und siehe da, nach nur 12 Stunden hat sich schon richtig viel getan, der Honig im großen Eimer wurde deutlich heller, trüber und zähflüssiger!

Mal sehen, wie lange es nun noch dauert! Sicherheitshalber rühre ich nun 2x am Tag – ich will den richtigen Zeitpunkt zum Abfüllen nicht verpassen!