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Bald summt es bei uns im Garten!

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Die Vorfreude und Aufregung ist schon recht groß, denn bald bekommen wir ein „paar“ neue Haustiere. Naja, streng genommen werden es Gartentiere sein, denn sie werden auf unserer Garage wohnen. Zur großen Freude unserer Kinder werden wir demnächst zwei Bienenvölker im Garten halten. Der Entschluss fiel schon letzten Sommer und ich hatte daher schon einige Zeit, das ganze gründlich vorzubereiten. Es gibt ja eine schier unübersichtliche Anzahl an Betriebsweisen und Beutensystemen (eine Beute ist der Kasten, in dem die Bienen wohnen), und noch mehr Meinungen dazu. Ich habe viele Bücher und Blogs gelesen, und den Bienenstand eines Freundes besucht, bevor dann die Entscheidung für eine wesensgemäße Haltung in der Einraumbeute fiel. Über den letzten Sommer habe ich viele für Bienen attraktive Stauden und einen Japanischen Schnurbaum bei uns im Garten gepflanzt, Unmengen an Zwiebelpflanzen verbuddelt und eine Treppe gebaut, um die Garage überhaupt begehbar zu machen. Die Pflege der beiden Grünstreifen vor unserem Haus haben wir auf Antrag auch von unserer Gemeinde übernommen, da sich darauf bislang nur eine traurige Ansammlung von Gräsern, Hundehaufen und Zigarettenstummeln die Existenz geteilt haben. Mit den Kindern gemeinsam wurden dann noch einige Blumenzwiebeln verbuddelt – sie blühen schon und sind eine echte Augenweide! Auf einen der beiden Grünstreifen hat uns die Gemeinde noch einen neuen Baum gepflanzt, nachdem die alte Eberesche wie fast alle anderen entlang unserer ganzen Straße eingegangen ist. Der Chefgärtner war sehr freundlich und ich durfte mehr oder wenig aussuchen, was gepflanzt werden sollte. Nun steht da ein Bienenbaum (Tetradium daniellii), eine tolle Bienenweide. Außerdem soll entlang der ganzen langen Straße eine Blühmischung für Bienen auf die Grünstreifen gesät werden – toll, oder?

Inzwischen liegen auch die ersten beiden Kurstage meines Imkerkurses hinter mir, und der Einzug des ersten Volks rückt nun in greifbare Nähe. Gerade der letzte Praxistag war wirklich sehr faszinierend und auch ein wenig spannend. Die Völker unseres Kursleiters waren aber wirklich extrem brav, so dass wir alle erfolgreich und stichlos eine Durchsicht üben konnten. Als ewige Wespenhysterikerin war ich schon ein wenig stolz auf mich 😉

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Die letzten Vorbereitungen für unsere eigenen Bienen laufen auf Hochtouren. Da das Garagendach ohnehin saniert werden musste, weil sich die Schutzbeschichtung nach nur 8 Jahren aufgelöst hatte (nicht gerade rühmlich, lieber Marktführer des Fertiggaragenmarkts), habe ich meinen Mann zu einer Dachbegrünung überredet. Nicht gerade ein billiger Spaß, aber da wir das Ganze in Eigenregie (abgesehen vom Verlegen der Basisfolie) übernommen haben, liegen wir preislich sehr weit unter dem vom Garagenhersteller eingeholten Angebot.

Eine ganz schöne Schinderei war es trotzdem. Das Verlegen von Schutzvlies, Drainagematten und Filtervlies war noch recht einfach. Und dann wollten anderthalb Tonnen Extensivsubstrat in 40-Liter-Säcken über die Treppe hinaufgeschleppt werden. Nachdem ich einen Sack selbst irgendwie da hochgeschleppt hatte (die Biester sind nicht nur schwer, sondern auch noch echt unhandlich), habe ich eine halbe Tonne in mühseliger und zeitraubender Arbeit raufbefördert. Sack aufschlitzen, Inhalt zur Hälfte in zwei Kübel füllen, rauf schleppen, die Treppe wieder runter, zweite Hälfte in die Kübel und weiter ging es. Allerdings echt sehr langsam. Am nächsten Tag hat dann mein Mann sich die Säcke auf die Schulter geworfen und alleine eine ganze Tonne Substrat hinauf gebracht. Ich war so erleichtert, dass ich meine kleine Schmach problemlos verkraftet habe 🙂 Ein bisschen schlechtes Gewissen hatte ich schon, als ich nur das Zeugs oben verteilen musste, und Tobi die ganze Schlepperei übernahm. Nochmals tausend Dank, mein Schatz!!!

Im Lauf der letzten Woche habe ich dann noch den Kies für die Umrandung, den Weg und den Bereich der Beuten hinauf getragen, Eimer für Eimer, unterstützt von unserem Nachwuchs der immer mal wieder die Steine in die Kübel geschaufelt hat. Den beiden gefällt es überhaupt sehr, dass nun auf unsere Garage so gut rauf kommt, weil da der Ausblick auf unseren Garten (und auch den des Nachbarn) einfach hervorragend ist. Die beiden Beuten stehen nun auch schon frisch lasiert an Ort und Stelle. Damit die Sammlerinnen es mit dem Landen etwas einfacher haben und um das Geschehen am Flugloch besser beobachten zu können, baue ich gerade noch Anflugbretter. Nächste Woche werden dann hoffentlich die Pflanzen zur Begrünung geliefert. Die Aufzucht einer ganzen Armee an Sonnenblumen ist im Gange. Es war gar nicht so einfach, im Gartencenter meines Vertrauens Saatgut für Sonnenblumen MIT Pollen zu finden. Was für eine dämliche Entwicklung, fast allen Sonnenblumen den Pollen weg zu züchten! Die Zutaten für die anfängliche Einfütterung stehen bereit. Hoffentlich verschont meine Familie den extra angeschafften Bio-Honig! Ich glaube ich werde ihn lieber sicherheitshalber noch verstecken.

Tja, dann fehlen eigentlich nur noch die Bienen. Mit ganz viel Glück können wir gleich einen Schwarm vom nächsten Kurstag Anfang Mai mitnehmen, denn da dreht sich alles um das Schwärmen, und wir werden eine Schwarmvorwegnahme üben. Und ich hoffentlich eine Schwarmmitnahme 😉

Lava with a Love Letter

… so heißt meine neueste Mosaikarbeit – und ich habe sie für meinen Mann gemacht. Ein kleines Dankeschön anlässlich unseres 20jährigen Zusammenseins. Lieber Tobi, vielen Dank, dass Du so ein lieber, hilfsbereiter, lustiger, fleissiger und geduldiger Mann und Papa bist und ich mich kreativ immer so toll austoben darf! 🙂

 

DSC00110Die Idee für das Mosaik stammt nicht von mir, ich habe ein sehr ähnliches auf Pinterest gesehen (leider aber ohne einen Link zum Künstler) und wollte es schon seit ewigen Zeiten für Tobi nacharbeiten. Ich glaube der Rahmen liegt schon seit 5 Jahren bereit. Verwendet habe ich verschiedene Materialien auf einer MdF-Platte, unter anderem Crackle-Glas. Sehr fitzelige Angelegenheit, das Zeug! Das werde ich in nächster Zeit sicher so schnell nicht wieder benutzen…

Die Rückseite von meinen Mosaiken ist in der Regel eine eher öde Angelegenheit, diese habe ich aber gleich noch für eine kleine Liebeserklärung genutzt. Die Idee stammt von Pinterest, Vinyl mit der Cameo geschnitten. Eigentlich war das Ganze für sein Büro gedacht, dafür ist es ihm aber „zu schade“, und so hängt es nun auch noch bei uns im Treppenhaus.

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Scheibenwelten

Auf einem Offline-Treffen des Glasperlenforums durfte ich vor Kurzem eine ganze Reihe wunderschöner Ketten aus Scheibenperlen bewundern. Auch wenn ich ein wenig Respekt vor der schieren Anzahl der nötigen Perlen für solch eine Kette hatte, habe ich mich dann doch ran gewagt. Entstanden sind dann gleich zwei Ketten als Geburtstagsgeschenke für meine Mama und Schwiegermama – in den jeweiligen Lieblingsfarben rot und grün…

DSC00057Die grüne habe ich zuerst angefertigt. Grüntöne gibt es ja wirklich reichlich, und bis auf ein paar wenige Ausnahmen waren die Farben auch alle recht leicht zu verarbeiten. Mit dem opaken Grasgrün von Effetre stehe ich regelrecht auf Kriegsfuß – das fliegt mir schon um die Ohren, wenn ich es nur schief anschaue.  Gerade wenn ich dann schon mehrere Perlen auf einem Dorn waren, grenzte das eher an Actionsport!

DSC00065Die roten Farben waren dann wieder eine ganz andere Herausforderung. Ich habe zwar auch einiges an verschiedenen Rottönen auch verschiedener Glashütten da, aber viele sahen verarbeitet dann doch wieder sehr gleich aus. Erschwerend hinzu kamen auch gewisse Eigenschaften der meisten Rottöne, sich entweder erst in der Flamme bei richtiger Behandlung zu einem schönen, gleichmäßigen Rot zu entwickeln (man muss sie „striken“) oder im Fall der Opaktöne bei zuviel und wiederholter Hitzezufuhr immer dunkler und unansehnlicher zu werden… Angesichts der mangelnden Vielfalt an Rottönen musste ich improvisieren – durch Ätzen eines Drittels der Perlen konnte ich dann die nötige Variation an Farben optisch etwas höher vortäuschen. 🙂 Wie Frank Miguletz erst kürzlich auf einem Workshop empfohlen hat – Täuschen und Tarnen ist die halbe Miete 😉DSC00063

Und weil es mir so gut gefallen hat, habe ich das bei der grünen dann auch noch nachgeholt. Eigentlich will ich mir auch noch eine solche Kette herstellen, aber ich glaube ich brauche erst mal eine kleine Pause von der Scheibenwelt!

Viele Grüße

Moni

 

 

 

In einem seltenen Anflug weiblicher Aufräum-/ Renovierungswut meinerseits habe ich mein gesamtes Arbeitszimmer renoviert. Die alten Möbel waren einfach in die Jahre gekommen, den officegrauen Schreibtisch konnte ich nicht mehr sehen, und es fehlte an allen Ecken an Stauraum. Kein Wunder, denn ich neige schon ein wenig zum Hamstern. Ok, nicht nur ein wenig,  bisweilen schon ganz schön… Bücher (vor allem Kochbücher , aber auch Fachbücher über Glas, Mosaik, Perlendrehen, Garten), Muscheln, Werkzeug, Sand aus bereisten Ländern – und Farbglasstangen:)

Drei Besuche beim schwedischen Möbelhaus waren erforderlich, obwohl ich zu Beginn eigentlich nur eine Wand erneuern wollte. Aber das sah dann so schön aus, dass der Rest auch noch dran glauben musste. Um meine restliche Herde bei Laune zu halten war eine der IKEA-Fahrten mit einem abendlichen Erdinger Therme-Trip mit der ganzen Familie verbunden – yay!

Nach schier nicht enden wollendem Aufbau von Kallax, Alex, Linnmon & Co. mit dazugehörigen unzähligen Türchen und Schublädchen erstrahlt der Raum nun in neuem Licht. Es ist viel heller geworden, und sogar mein Mann ist von den hellgrünen Akzenten sehr angetan. Immerhin hat er auch ein Staufächchen für seine Sporttasche bekommen – großzügig, oder? 😉 Und wenn wir keinen VW-Bus hätten, wäre ich wahrscheinlich immer noch am Entsorgen der Verpackungskartons.

 

Mittendrin noch ein zusätzlicher Arbeitstisch, damit zukünftig das Gebastle mit den Kindern nicht mehr am kernbuchenen Esszimmertisch stattfinden muss und der Plotter auch endlich seinen eigenen Platz hat…

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Und wo ich schon beim Aufräumen war, nervte mich mein vorhandenes Glaslager auf einmal enorm. Es war zu klein, verschiedene Farben mussten sich Fächer teilen (unerhört, oder?). Also ein wenig herumgeplant und gerechnet. Die Italiener (Effetre) mussten umziehen, von über der Arbeitsfläche (da dürfen dann die CiM-Gläser rein) nach nebenan in ein Kallaxregal.

Und nach endlosem Angezeichne,unzähligen (400!) Schnitten mit der Stichsäge (OMG, MdF staubt in einer ganz eigenen Liga…) und anschließendem Ineinandergestecke und Verleimen ist es fertig – mein neues Glasregal für die Effetrestäbe:

 

 

 

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Als Fleissarbeit habe ich dann für alle Farben noch Aufkleberchen erstellt und jeweils einen Spacer mit der jeweiligen Farbe als Referenz gedreht. Mit dem Ergebnis dass meine Tochter nun ständig vor dem Regal steht und die Perlen dreht… Habe ich schon erwähnt dass man die Spacer abnehmen kann?

 

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Nun freue ich mich sehr auf das erste richtige Perlen am neuen Arbeitsplatz! Vorher muss ich aber noch eine Schicht am Brenner einlegen, um ein gutes Dutzend unmarkierter Glasstangen zu identifizieren, die auf mysteriöse Weise aufgetaucht sind.

Liebe Grüße

Moni (müde aber glücklich…)

P.S.: Zum Geburtstag wünsche ich mir noch einen Wanddurchbruch für die Abluft 🙂

 

Sie wächst…

… die Leseperlenkette unseres Sohnes. Da ich es einfach sehr wichtig finde, dass Kinder gut und gerne lesen, habe ich im Herbst letzten Jahres mit der Einschulung angefangen, ihm für jedes Buch, das er mir oder meinem Mann vorgelesen hat, eine passende Perle zu fertigen. Aufgefädelt haben diese Perlen einen Ehrenplatz an seinem Bett bekommen und er freut sich wirklich jedes Mal riesig, wenn wieder eine fertig geworden ist. Zugegebenermaßen wären meine beiden Kinder meine besten Kunden, denn sie finden eine jede noch so hässliche und verhunzte Perle noch schön und spielen gerne ausgiebig mit dem Inhalt meiner „Fuglies“-Box. Letztere ist inzwischen echt schon stattlich…

Manchmal fällt es mir auch nicht ganz leicht, zu einem Buch eine passende Perle herzustellen. An Ideen mangelt es selten, aber die Umsetzbarkeit ist hin und wieder (zumindest mir noch) nicht gegeben.

Und dann kommt hin und wieder eine aus dem Ofen, die mir selber ganz gut gefällt. Und wenn dann Junior noch total begeistert davon ist, freut es mich um so mehr. Er macht seinen Job auch echt gut, und so sind wir immerhin inzwischen bei Perle 10 angelangt!

Hier eine meiner Favoritenperlen ( jegliche Ähnlichkeit der „Roßstirn“ (jaaa, so heißen die Dinger, ich wurde genötigt den Fachausdruck herauszufinden) mit Captain Americas Helm ist rein zufällig!):

Voilá – das schwarze Pferd des geheimnisvollen Ritters

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Angefangen hat das ganze übrigens mit einer Piratenperle und einem Monster :

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Bei Gelegenheit fotografiere ich mal die ganze Kette…

Irgendwie rennt schon wieder die Zeit davon, es ist höchste Zeit zum Matratzenlauschen! Gute Nacht!

Liebe Grüße

Moni

 

Geburtstagsbrunnen

Nach sehr vielen Stunden des Glasknipsens, Klebens und Verfugens wurde der Brunnen gerade noch rechtzeitig fertig. Hier die verfugte Auffangschale:

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Vor dem ersten Testlauf mit der Pumpe und dem Wasser war ich schon sehr nervös, aber es hat gleich auf Anhieb gut geklappt – zur großen Freude der versammelten Mosaizisten und Mosaizistchen ertönte sanftes Geplätscher im Wintergarten:

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Da das Wetter dann so toll mitspielte, habe ich zwei Tage vor Tobis Geburtstag noch begonnen den Vorgarten umzugestalten. Bislang herrschte dort eine ehemalige Rasenfläche vor, umgeben von Hainbuchenhecke und einem Buchsbaum-/Rosenbeet. Ehemalig deshalb, weil aus dem Rasen im Lauf der letzten Jahre eine sehr unansehnliche Moos- und Unkrautplantage geworden ist. Am Samstag half Tobi dann selbst noch mit, und so konnten wir ein Drittel der Fläche schon abtragen, ausheben, mit Vlies auslegen, mit Splitt und Kies auffüllen und mit ein paar Gräsern bepflanzen. Mir blieb kurz mal das Herz stehen, als er plötzlich aus dem Nichts sagte, dass wir heuer dann noch eine Springbrunnenfigur auf den Gullydeckel kaufen müssten. Hmmmmmh – roch er den Braten? Hatte er doch in den Wintergarten gelurt? Ich meinte nur ganz beiläufig, dass das eine super Idee sei…

Am Geburtstag war dann die Freude und Überraschung groß, als der Brunnen an seinem neuen Platz stand 🙂 – er hatte doch nichts geahnt!

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Die Tage nach dem Geburtstag folgte dann der restliche Teil. Was für eine Schinderei, erst das Geschaufel beim Ausheben und dann die Kiesschlepperei. Zwar ist gleich die Straße runter ein Kieswerk, aber ohne Hänger konnte ich das Material (etwa eine Tonne Splitt und Kies) nur mörtelwannenweise holen… Bin ich froh, dass das nun geschafft ist! Die Freude über das schöne Beet macht die Schufterei aber mehr als wett. Ich ärgere mich nur, dass ich kein vorher/nachher-Bild gemacht habe!

Liebe Grüße

Moni

 

… und hoffentlich in Zukunft einzig negative, die ich hier reinschreiben werde. Eigentlich passt eine Restaurantkritik nicht so ganz zum restlichen Rahmen hier, aber warum eigentlich nicht. Sie soll ja in diesem Fall dazu dienen, dass sich vielleicht ein paar Mitmenschen nicht so ärgern müssen, wie wir es am Freitag getan haben.

Streng genommen geht es gar nicht um ein Restaurant, sondern eine Dinnershow, und zwar die von Herrn Schuhbeck in München, genannt teatro. Mein Mann hat mir zu Weihnachten 2 Karten dafür geschenkt, inklusive Taxianfahrt und organisiertem Kindersitter. Es sollte mal wieder ein toller Abend für uns zwei werden. Wir haben uns auch sehr darauf gefreut, denn wir waren schon einmal in Schuhbecks teatro vor ein paar Jahren, und es war wirklich toll gewesen – die Show und das Essen. Das war damals…

Inzwischen findet man das schöne Spiegelzelt nicht mehr recht zentral in München, sondern eher abseits in Riem. Blöd, wenn man aus unserer Ecke kommt und durch den Feierabendverkehr muss, aber das war einfach Pech für uns.

Mein Schatz hat uns Karten in der Deluxe Kategorie gekauft, meine Recherche gerade ergab einen Preis von 114€ pro Nase zuzüglich 45,50€ für das Menü, dazu das Getränkearrangement A für schlappe 69€. Alles in allem eine ganz ordentliche Summe. Der Champagner zur Begrüßung (im Arrangement enthalten) war in Ordnung, das Ambiente im Vorzelt auch recht nett. Dann gleich ein erster sehr negativer Eindruck, als wir an unseren Platz gebracht wurden: Es war megaeng am Tisch. Es saß nicht eine korpulente Person an unserem trapezförmigen Tisch, aber wir mussten beide mehr oder weniger zur Hälfte neben unserem Gedeck sitzen. Alle haben versucht noch irgendwie ein bisschen zu rutschen, aber es ging einfach nicht. Die nette aber der deutschen Sprache nicht ganz mächtigen Bedienung hat uns dann bevor wir überhaupt richtig saßen eine Weinkarte hingeklatscht und wollte sofort wissen, welchen Wein wir denn wünschten. Wir haben um ein paar Minuten Zeit gebeten, und dann beim nächsten Auftauchen einen der drei Rotweine bestellt.

Die Show begann dann mit etwas Selbstbeweihräucherung  und großer Ankündigung des 10jährigen Jubiläums, was man mit uns Gästen heute feiern wollte. Darüber freuten sich natürlich alle und es lag eine gewisse Erwartungshaltung in der Luft. Die Kostüme der Sängertruppe waren schön, und wechselten mehrfach und teilweise spektakulär während der etwa dreistündigen Show. Die Stimmen waren auch gut, wenn auch nicht sehr gut, einzig der Sänger, der den Freddie Mercury später kopierte fiel mir sehr positiv auf. 2 Männer führten dann immer wieder durch das Programm, teilweise ganz nett. Da einer der beiden aber den Dummkopf gab und noch extrem schwäbelte, fand ich das eher nervig. Das liegt aber an mir, ich mag einfach diesen Dialekt überhaupt gar nicht. Es waren aber trotzdem ein paar Szenen dabei, die amüsant waren. Die Reisexylophon-Nummer und das Spiel auf den Schüsseln waren toll.

Die erste Künstlereinlage „Alex und Barti“ war wohl ganz nett, habe aber von der Marionette trotz Drehbühne so gut wie gar nichts gesehen. Auch als der später noch einmal auftrat, stand er ob der zu langsam drehenden Bühne nur mit dem Rücken zu uns. Das war einfach schlecht gemacht.

Es folgte der erste Menügang. Ein viergeteilter Teller mit Graved Lachs auf Honig-Dill- Sauce (mein Lachs war so angetrocknet, dass er sich nicht mal mehr entrollen ließ), gefüllten Kalbsfleischpflanzerl auf würzigem Schuhbeck Senf (die waren ok, aber nichts besonderes), rosa gebratenes Roastbeef auf Remoulade (ebenfalls fürchterlich ausgetrocknet, das muss ewig offen gestanden sein) und eine „Toskanische Gemüsevariation“ (puh, was soll ich dazu sagen, ein paar Zucchini, Paprika und Möhrchen, eher geschmacksneutral angemacht). Wir waren etwas enttäuscht. Das sollte Sterneküche sein?

Inzwischen hatten wir auch den Rotwein, der gerade so lala schmeckte. Die nächste Showeinlage war gut, die Peres Brothers aus Spanien, die tolle Akrobatik mit sehr beeindruckender Körperbeherrschung zeigten. Oben ohne auch zugegebenermaßen ein optisches Schmankerl für die Zuschauerinnen. Beeindruckend war auch die Kontorsionskünstlerin Christina Garcia. Es tut einem ja schon alles beim Zuschauen weh, aber wegschauen kann man irgendwie auch nicht mehr. Super war der Abschluss, bei dem sie im Handstand einen Bogen mit den Füßen abschießt und einen Luftballon trifft. Wow!

Es folgte der Zwischengang eine “Cremesuppe von Kürbis und Karotte mit a bisserl Ingwer und Romanesco“. Hat nicht schlecht geschmeckt, aber ich erwarte mir von einem Sternekoch einfach mehr als eine pürierte Gemüsesuppe mit Romanesco reingeworfen… Es fehlte einfach an Raffinesse. So eine Suppe bekomme ich hier bei uns im Ort in einem kleinen Café mittags auch für unter 5€ frisch gekocht, und selbst in den Styroporschüsseln als take away ist es liebevoller mit originellen Toppings  angerichtet. 

Zum Ausgleich für Männer folgte eine gelungene Pole-Dancenummer mit Sheila Nicolodi, zur Freude der Herren sehr leicht bekleidet, wie auch der Rest der Künstlerinnen. Nicht ganz fair für uns Damen, oder? Zwischendrin immer wieder Gesang-/Kostümnummern, ganz nett, aber vom Niveau her deutlich unter der Vorstellung bei unserem letzen Besuch. Eher nicht gelungen fand ich dann den Auftritt einer jungen Dame, die auch im Programm auf der teatro-Website nicht näher erwähnt wird. Sie turnte eine ganze Weile an einem großen Ring in luftiger Höhe herum, wirkte aber nicht wirklich grazil oder agil, weil einfach ein bisschen zu moppelig…

Dann der Hauptgang: Böff la mott und rosa gebratenes Kalbsfilet mit Wirsing-Spinat, Serviettenknödel und 7erlei Pfefferjus. Das war geschmacklich ganz gut, allerdings hatte ich als eine der wenigen am Tisch Glück mit dem Rindfleisch, bei vielen war es sehr flachsig und somit schlecht zu schneiden und kauen. Auch hier hätte man da ganze irgendwie netter auf dem Teller arrangieren können. Der in unseren Augen am Anfang etwas sehr kalt servierte Rotwein gewann leider auch mit der Zeit nicht an Geschmack, und so bemühte ich mal die Google-Suche meines Smartphones. Böser Fehler! Der Wein kostet im Onlinehandel 3,99€!!! Genauso schmeckte er auch, nämlich nicht. Unsere Tischnachbarn hatten auch schon ihren Wein geschimpft, der ebenfalls in dieser Preisklasse online auftauchte, gleicher Winzer und Jahrgang wie der im Internet, hier aber noch als Edition Schuhbeck angepriesen. Das war wirklich geradezu eine Frechheit. Natürlich gibt es auch für 4 € gut trinkbare Weine. Bei unserem Winzer am Neusiedler See sogar sehr gute. Aber das hier war wirklich eine Plörre, die man sich auch mit einer zweiten Flasche nicht schön trinken konnte. Wir waren sauer, und der Rest des Tisches schockiert über diese dreiste Leuteveräppelung.

Es folgten zwei mittelprächtige Showeinlagen, eine Rollschuhnummer des Duo Giurintano und eine Jonglage. Die Rollschuhnummer gab es schon beim letzten Mal, und die Artisten wirkten ein wenig in die Jahre gekommen. Klingt ein bisschen böse. Das Drehen auf der winzigen Bühne ist schon beeindruckend, aber wenn Männer mit offenen Hemden auftreten, sollte der Bauch mehr Waschbrett als Waschbär sein – bitte!!! Der Jongleur Tony Garcia war ok, aber nichts besonderes. Beim letzen Mal traten 2 junge (nordafrikanische?) Damen auf und zeigten wesentlich spektakulärere Kunststücke… Der letzte Auftritt von „Flight of Passion“ war sehr gut und beeindruckend, eine komplexe Strapatenshow der beiden Ukrainer. Mein Espresso zum Dessert war eher auf der winzigen Seite, man musste ihn ein wenig in der Tasse suchen. Gefühlt ein halber… Das Dessert an sich war ok, folgte aber leider ein bisschen dem Tenor der Gänge zuvor – nichts Besonderes. Es war eine dreigeteilte Variation von dunkler Schokolade. Als Digestif wählten wir einen Ramazotti, da konnte man schließlich nichts falsch machen 🙂 Alles in allem war es eine herbe Enttäuschung nach dem letzten Mal.

Eher überflüssig auch die zweifache Gesangseinlage zum Ende von Herrn Schuhbeck – das braucht es nicht wirklich. In diesem Fall, und auch wenn er nicht schlecht gesungen hat, gilt für mich eher „Schuster, bleib bei deinen Leisten“ oder in dem Fall Koch, bleib bei deinen Töpfen, denn die hätten es nötig gehabt…  Außer uns waren aber die meisten Zeltinsassen schon so angetüddelt, dass sie den Auftritt phänomenal fanden. Bei der abschließenden Vorstellung des Teams waren wir auch erstaunt, dass alle Köche einen sehr jugendlichen Eindruck machten (ich will nicht sagen, dass junge Leute nicht kochen können!). Hat aber auch den Eindruck bestätigt, dass wo es nur ging gespart wurde.

Und mit dem Wein kamen wir uns ehrlich gesagt bei dem Getränkepreis geradezu verar…t vor. Keine gute Werbung, und für uns war es definitiv das letzte Mal bei teatro – das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt einfach gar nicht mehr. Für das Geld kann man sich was anderes ansehen und auf ganz anderem Niveau essen gehen… Und wir würden uns ehrlich gesagt nicht gerade als schwierige Gäste bezeichnen. Ich kann mich ehrlich gesagt schon gar nicht mehr erinnern, wann wir das letzte Mal mit einem Restaurantbesuch unzufrieden waren. Wir hätten es vermutlich mehr wie der Rest des Zeltes halten und 3-4 Flaschen pro Pärchen reinschütten sollen, das hebt die Laune doch ungemein…

Mein lieber Schatz, trotz allem danke für die Karten, es war ja dennoch ein unterhaltsamer Abend. Wir hätten ihn halt beide lieber mit begeistertem Genießen als gemeinsamem Lästern verbracht!

Liebe Grüße

Moni

Es wird ja wirklich mal wieder Zeit für einen neuen Eintrag! Der Geburtstag meiner besseren Hälfte steht an, und die Kinder wollten unbedingt etwas gemeinsam für ihn basteln. Und wie unsere Kinder so sind, lieben sie Großprojekte. Schon seit langem schwebt meinem Mann Tobi so ein kleiner plätschernder Brunnen für den Vorgarten vor. Und mir ehrlich gesagt auch. Da ist so ein hässlicher Kanaldeckel der danach schreit. In einem meiner zahlreichen Mosaikbücher habe ich einen Brunnen gesehen, der mir machbar erschien und gefiel. Also seit sehr langem mal wieder die Mosaikzange in die Hand genommen, und losgelegt. Über die Mosaikerei bin ich ja überhaupt mit dem Glasvirus infiziert worden. Tollerweise verlernt man das auch nicht so schnell. Einen Großteil des Materials hatte ich noch vorrätig (es geht einfach nichts über einen guten Ausrüstungsgrundstock), und so konnten die Kids und ich ziemlich schnell mit unserem Geheimprojekt loslegen.

Sie sind ja wirklich mit Feuereifer dabei. Gerade Leonie (4) würde dem Papa ja am liebsten gleich verraten und zeigen, was wir da so machen. Und die beiden sind große Anhänger der Arbeitskette. Wenn ich also Steinchen mal präzise selber setzen musste, haben sie sich auch damit begnügt, dass einer die Steinchen aus dem Vorratsglas holt, dem anderen übergibt, und dieser wiederum drückt sie dann mir in die Hand. Ok, alleine ginge es schneller, aber sagen wir mal, es war sehr gesellig. Einzelne Reihen sind aber komplett von den Kindern geklebt. Und danach war nicht mal überall Silikonkleber! Sohn Jamie (7) darf dann schon auch mal schwierigere Arbeitsschritte versuchen. Er war sehr stolz, als er die ersten Steine selbst mit der Zange erfolgreich der Länge nach geteilt hat. Ich glaube ich muss auch noch ein Bild der beiden mit den Schutzbrillen nachliefern.

Inzwischen sind die drei Kugeln fertig beklebt, der Topf zu 3/4 (Steine ausgegangen) und die große Schale zu 1/3, da warte ich noch auf Glasnachschub. Morgen verfuge ich die 3 Kugeln.

Hier gibt es noch einen kleinen optischen Vorgeschmack:

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Ich bin noch ein wenig nervös wegen der Installation der Brunnenpumpe… Sobald die Kugeln verfugt sind, gibt es mal einen Testlauf.

Also wieder zurück in die Papa-Verbots-Zone Wintergarten und weiter an der Brunnenschale gearbeitet!

Liebe Grüße

Moni

Es weihnachtet sehr!

Auch wenn das Wetter draußen alles andere als weihnachtlich ist, geht es so langsam aber sicher auf Weihnachten zu. Es gibt davor noch viel am Brenner und Ofen zu tun, etliche kleine Auftragsarbeiten müssen noch erledigt werden und das ein oder andere Geschenk möchte ich auch noch anfertigen.

In den letzten beiden Wochen war ich vor allem mit den Adventskalendern für Kinder, Mann und Mama beschäftigt gewesen. Sogar unser Hund hat heuer einen bekommen – allerdings habe ich da einen fertig gefüllten gekauft. Nichtsdestotrotz freut sich Moya morgens riesig, wenn ich ihr ein Türchen öffne und die entsprechenden Kekse reiche…

Hier noch wenigstens ein Bild, eine Nikolausperle  für den Adventskalender meiner Mama. Das gute Stück hat mich echt Nerven gekostet, weil ich richtig viele Anläufe brauchte, bis sie endlich ohne Risse aus dem Ofen kam. Für meine Verhältnisse ist sie auch ganz schön lang, in etwa wie mein kleiner Finger… Ständig hatte ich irgendwo Risse, weil das präzise Auftragen der Dekoration einfach zu lange gedauert hat. Na ja, man darf einfach nicht aufgeben! (Und man sollte auch mit solchen Experimenten nicht erst drei Tage vor Nikolaus anfangen!!!)

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Ich wünsche Euch allen eine schöne restliche Adventszeit – lasst Euch von der allgemeinen Hektik vor den Feiertagen einfach nicht einstecken!

Liebe Grüße

Moni

Schneeflöckchen!

Na ja, es war eher ein graupeliger Eisregen, aber sehr zur großen Freude unserer Kinder war es heute morgen endlich ein klein wenig weiß im Garten. Und zu meiner Freude auch noch sonnig, wenn auch kalt. In den letzten Wochen war am Brenner sehr viel Herumfeilen an altbekannten Techniken angesagt, daher gibt es da wenig zu zeigen. Noch nicht! 🙂

Dafür habe ich den Fusingofen mal wieder angeworfen und ein paar Schneeflocken gefused (dieses Wort sieht irgendwie doof aus!). Die Schneeflocken liegen auch schon seit dem Kindergartenmarkt in den Startlöchern, ich wollte sie nur einfach nicht vor buntem Herbstlaub fotografieren. So ganz glücklich bin ich mit der Aufnahme immer noch nicht, aber da ich schon ermahnt wurde, hier endlich mal wieder was zu zeigen – voilá, mein Beitrag zur weißen Pracht:

(„wolla“ übrigens Leonies neues Lieblingswort beim Aufdecken von Memorykarten, Sich-selbst-im-Auto-Anschnallen, Tischdecken, Umblättern in Büchern, Reichen von Gegenständen, etc.).

Schneeflöckchen