Tag Archive: Stifte


Juhuuu! Endlich habe ich Stifte und ganz junge Rundmaden im grünen Volk entdeckt!!! Gerade noch rechtzeitig, denn wenn heute immer noch nichts zu sehen gewesen wäre, hätten wir morgen uns morgen schweren Herzens eine neue Königin besorgen müssen um umzuweiseln.

Aber so ist es mir doch viel lieber. Die neue Königin hat tatsächlich gewartet, bis die Brut ihrer Vorgängerin geschlüpft war – aus welchem Grund auch immer. In einer Regenpause und bei eher trüben Lichtverhältnissen waren die Eier mit der Taschenlampe erkennbar:

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Nach der Königin habe ich dann gar nicht mehr lange gesucht, weil schon die nächste Regenfront anrauschte. Tja, und da sich nun erst mal alles zum Guten gewendet hat, bekommt sie auch endlich einen Namen!

Lang lebe Königin Irmgard I.! Ich hoffe sie ist so sanftmütig und fleißig wie ihre menschliche Namenskollegin 😉

Nächste Woche möchte ich dann die Varroa-Behandlung durchführen. Da muss ich aber heute Abend meinem Imkerkollegen noch ein paar Löcher in den Bauch dazu fragen 😉

 

Eigentlich wollte ich auch noch zu den Blauen reinschauen, um kurz zu gucken ob alles in Ordnung ist. Das muss wegen des Regenwetters aber nun verschoben werden. Vorgestern am Abend hatten wir Besuch und der sechsjährige Sohn wollte gerne einmal die Bienen sehen. Beim Anlupfen des Wachstuchs über dem leeren Raum kam mir sofort eine Biene ins Gesicht geflogen, hat nicht lange gefackelt und mir sofort in die Backe gestochen. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, schließlich sind beide Völker bisher immer total friedlich gewesen. Sonst wäre ich ja auch niemals mit dem Kleinen ohne Schutzmontur an die Beute gegangen. Ein klein wenig stolz bin ich im Nachhinein schon, weil ich gaaaaanz ruhig geblieben bin, den jungen Mann mit den Worten „ich glaube wir gehen besser mal wieder runter, die sind heute schlecht gelaunt“ von der Garage bugsiert habe. Den Stachel hatte ich allerdings schon mit der Hand weggewischt (daran erinnere ich mich nicht mehr aktiv), und dabei vermutlich die Giftblase komplett noch ausgedrückt. Trotz mehrfacher Behandlung mit dem Bite Away Stick fing die Backe gegen Mitternacht an dick zu werden. Am nächsten morgen sah ich einseitig aus wie ein Hamster mit vollen Backen… Aber heute wird es so langsam besser. Der Schmerz hielt sich sehr in Grenzen. Nur gestern im Kino, als ich bei „Pets“ so lachen musste, dass mir schier die Tränen in die Augen liefen, war es ein wenig unangenehm 🙂 Und ich habe eine kleine Brandblase von dem Stick bekommen!

Im Nachhinein betrachtet war ich auch wieder komplett selber Schuld an diesem Stich: Kurz bevor wir zu den Bienen rauf gegangen sind, wurde der Junge von seiner Mama mit Anti-Brumm eingesprüht (und ich hatte meine Tochter mit OFF family besprüht) – und ich Dödel hatte das nicht nicht mehr so wirklich auf dem Radar. Dass die Bienen natürlich sofort auf Verteidigung getrimmt waren, als wir uns in einer Insekten-Repellent-Wolke dem Stock näherten, ist mehr als verständlich.

Imkertaufe :)

So, gestern ist es endlich geschehen – ich habe mir meinen ersten Stich eingefangen!

Geschehen ist es bei gestern nachmittag, als ich mit Jamie das blaue Volk durchgesehen habe. Da ich die Königin schon länger nicht mehr gesehen habe, wollten wir gemeinsam danach suchen. Sie hat sich aber wieder sehr gut versteckt, denn die Suche war erfolglos. Stifte waren aber zu sehen, also scheint noch alles in Ordnung zu sein…

Die erste Wabe war an einer kleinen Stelle an die Beutenwand angebaut worden. Nachdem ich die Wabe vorsichtig gezogen und im Ständer geparkt hatte, griff ich nach dem Stockmeißel, um das kleine Wabenstück von der Beutenwand zu kratzen. Tja, leider habe ich nicht genau hingesehen, und die Biene übersehen, die wohl am Stockmeißel saß. Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, und bin entsprechend erschrocken, als es mir plötzlich heiß in den Daumen fuhr. Ich habe dann ganz schnell den Stachel weggekratzt, und habe meinen Daumen ein paar Mal mit dem Bite Away Stift „geblitzdingst“. Der Schmerz ließ daraufhin relativ schnell nach, und ich konnte die restlichen Rähmchen durchsehen und ein wenig fotografieren. Ärgerlich, dass eine Biene für meine Unaufmerksamkeit mit dem Leben bezahlen musste 😦

Am Abend sah der Daumen so aus:

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Ich war überrascht, wie gut unser Sohn beim Durchsehen schon die Waben beurteilen kann. Auf den ersten Blick bemerkten wir beide, dass die Anzahl der Bienen schon deutlich zurückgegangen ist. Einerseits waren um diese Uhrzeit sicherlich die meisten Sammlerinnen unterwegs, andererseits wurde der Schwarm am 13. Juni einlogiert, und viele der ursprünglichen Arbeiterinnen nähern sich nun ihrem Lebensende. Auf jeden Fall haben sie in dieser Zeit für ihr Volk sehr gut gearbeitet, denn es sind schon stattliche Honigvorräte angelegt worden:

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Hier könnte es sein, dass sich Königin Diana zumindest vor der Kamera nicht erfolgreich verstecken konnte. Leichts rechts von der Mitte könnte man eine Königin hineininterpretieren. Sicher bin ich mir da aber nicht, denn eigentlich ist sie ja schon eher von der stattlichen Sorte…

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Hier ein kleines Pollenlager:

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Hier kann man schön die Zonierung mit dem Brutnest in der Mitte und dem Honigkranz außen erkennen:

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Eine kleine Kuriosität 🙂

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Beim Nickerchen erwischt!

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Hier ein Bereich mit frischen Stiften:

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Und weil ich die so schön finde, noch ein Bild von einem Pollenlager. Ich finde die unterschiedlichen Farben total faszinierend!

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Und zum Schluss noch als kleine Erinnerung für mich  ein Bild von meinem Daumen – 24 Stunden nach dem Stich. Er tut nicht weh, ist aber über Nacht bis runter zum Ballen schon noch ein wenig dicker geworden und lässt sich nur noch beschränkt beugen. Tennis hat heute morgen auch eher begrenzt Spaß gemacht 😉

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Statusbericht

In den letzten beiden Tagen habe ich in den beiden Beuten jeweils eine Durchsicht gemacht. Folgende Bilder haben sich dabei ergeben:

Blaue Beute:

Beim Verschieben des Strohschiedes war zu erkennen, dass das Wabenwerk an das Strohschied gebaut wurde. Das ist natürlich eher ungut, daher habe ich die zunächst Schied und Wabe getrennt, und danach die Wachsreste vom Strohschied vorsichtig entfernt. Das war ein wenig kniffelig, weil das frische Wabenwerk ja noch sehr zart und relativ wenig am Oberträger befestigt ist. Ich versuche es in Zukunft mal mit etwas mehr Abstand zwischen Schied und dem letzten Rähmchen. Falls das auch nichts nützt, kommt über den Sommer und Herbst erst mal das glatte Standard-Trennschied rein.

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Ansonsten bin ich mit der Entwicklung recht zufrieden. Sie haben sehr fleissig gebaut, sehr viel Honig eingetragen (oben ist er auch schon verdeckelt) und inzwischen auch ein Brutnest angelegt. Die erste Brut ist auch schon verdeckelt (in der Mitte der Wabe zu sehen).

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Auch auf dieser Wabe in der Mitte verdeckelte Arbeiterinnenbrut, darunter offene Brut, ganz oben verdeckelter Honig…

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Da bis auf No. 8 alle Rähmchen annähernd gleich weit ausgebaut sind, haben ich ihnen ein neuntes zum Weiterbau gegeben. In die Waben von Rähmchen No. 1 und 2 sind überwiegend Honig und Pollen eingelagert – beeindruckend, wie schwer dann so ein Rähmchen wird!

Königin Diana habe ich nicht gesehen (aber auch nicht lange gesucht, weil Stifte sichtbar waren).

Ich finde den Wabenbau in dieser Beute deutlich geordneter als bei den Kolleginnen aus Grün – sie bauen interessanter Weise auch seitlich viel mehr an, wodurch die ganze Geschichte stabiler und einfacher zu handeln ist.

So weit, so gut 🙂

 

Nun zu Königin Walburga und den grünen Bienen:

Zunächst einmal – sie sind noch da! 🙂 Diese Tatsache ist ja schon mal sehr erfreulich… Wie man auf dem Bild sehen kann, ist ein Großteil der Wabe voll mit verdeckelter Arbeiterinnenbrut. Unten wurde seit dem erneuten Einzug einiges an frischem Wabenwerk ergänzt und freundlicherweise an einer Stelle links unten seitlich angebaut. Die Waben sehen fast alle so aus – es ist also nicht gerade viel Futter vorrätig! Da aber gerade die Linden in der Nachbarschaft zu blühen beginnen, mache ich mir noch keine akuten Sorgen.

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Dort, wo die Brut bereits geschlüpft war, waren Eier (=Stifte) zu erkennen. Das sind diese winzig kleinen weißen Gebilde mittig am Grund der Zellen:

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Hier ist Königin Walburga I. bei der Eiablage (=Stiften) zu sehen:

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Und hier noch mal der entscheidenden Bildausschnitt vergrößert: (links unterhalb der Königin kann man Rundmaden in verschiedenen Entwicklungsstadien sehen)

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Der Wabenbau geht in dieser Beute weiter etwas schleppend voran, so dass die Waben relativ voll mit Bienen sind. Inzwischen sitzt auch dieses Volk auf 9 Rähmchen, davon eines ganz frisch hinzugefügt. Ich hoffe sie geben noch einmal ein wenig mehr Gas beim Bauen, sonst wird es bald (wieder) zu eng…

 

Alles gut!!!

Nach einem wunderbaren Start in den Tag auf dem Pferderücken bei herrlichem Wetter hatte ich mir für heute Vormittag als Ziel gesetzt, die Lage in der blauen Kiste zu klären. Sprich, nach Königin Diana I. zu suchen und abzuklären, ob Brut in irgendeinem Stadium vorhanden ist.

Da ich vormittags auf kein Fotografier- oder Wabenhalt-Helferlein zurückgreifen kann, musste ich mir einen Wabenhalter basteln. Der erste Entwurf tut schon mal seinen Zweck, ist aber noch ausbaufähig.

Die Bienen haben in den letzten beiden Tagen nochmals schön weiter gebaut:

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Es ist immer wieder unglaublich, was diese kleinen Tiere in so kurzer Zeit leisten!

 

Auf jeden Fall fiel mir eine gesamte Gebirgskette vom Herzen, als ich auf der dritten gezogenen Wabe unsere Hoheit entdeckte. Und Entdecken ist eigentlich das falsche Wort dafür, denn sie springt auch mir als Anfängerin total ins Auge. Diana ist nämlich ein echt gewaltig großes Exemplar!

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Hier noch einmal in der Vergrößerung:

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Das Volk war also schon mal weiselrichtig. Als nächstes musste ich noch klären, ob sie auch für Nachwuchs sorgte. Und siehe da, auf der gleichen Wabe waren nach ein bisschen Bienen wegpusten auch Stifte zu finden! Puh, war ich erleichtert! Die kleinen weißen Eier waren allerdings auf den frischen weißen Waben wirklich nur schwer zu erkennen:

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Am Bildschirm sieht man sie dann aber dank Vergrößerung hervorragend:

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Ich habe dann die restlichen Waben gar nicht mehr angeschaut um das Volk nicht weiter zu stören. Es freut mich wahnsinnig, dass doch alles in Ordnung ist! Und die Wetterprognose für die nächsten Tag sieht auch mal gar nicht so schlecht aus 🙂 Hurra, alles bestens!

Für das Volk in der blauen Kiste steht die prophylaktische Oxalsäurebehandlung per Sprühverfahren an. Da es am empfohlenen neunten Tag nach dem Einlogieren (also morgen) zur Abwechslung mal wieder den ganzen Tag regnen soll, habe ich sie heute schon durchgeführt. Die letzten Tage habe ich immer wieder ein kleines Kübelchen mit Futter gegeben, da die Bienen höchstens ein bis zwei Stunden pro Tag gut fliegen konnten. Einmal musste ich aus Zeitnot auf fertigen Futtersirup (Apiinvert mit einem Schuss Honig) zurückgreifen, der wurde prompt in beiden Beuten verschmäht. Nachdem die sonstigen Futtergaben (Bio-Rübenzucker, Wasser, Honig)  immer sehr gierig weggegluckert wurden, hat mich das schon etwas irritiert. Das anschließend im Austausch angebotene selbstangerührte Futter ging dann wieder weg wie warme Semmeln. Kleine verwöhnte Geräte!!!

Der erste Blick hinter das Trennschied  in der blauen Beute ergab ein recht gutes Bild, die Damen haben fleissig gebaut:

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Um nicht wieder den gleichen Fehler mit zuviel Platz wie beim grünen Volk zu machen, habe ich das achte Rähmchen wieder heraus genommen. Es hing zwar schon eine Traube daran, aber sie haben noch nicht mit dem Wabenbau begonnen. Die Bienen haben die Besprühung brav über sich ergehen lassen. Es schien doch tatsächlich mal wieder kurz die Sonne zwischen den Wolken hervor. Dafür war es echt schwül, und keine 5 Minuten, nachdem die Kiste wieder geschlossen war, gab es ein kurzes Gewitter mit Regen. In blogtauglichen Worten kann ich gar nicht ausdrücken, wie sehr mich das Wetter hier nervt.

Leider konnte ich in dem Gewusel keine Stifte oder Brut gesehen, geschweige denn eine Königin… Das beunruhigt mich schon ein wenig. Andererseits haben sie beim Einlaufen so gut gesterzelt, bauen wunderbar und benehmen sich auch keinesfalls aggressiv… Der Imker aus dem Allgäu meinte, dass er sich recht sicher sei, dass es ein Vorschwarm wäre.

Ich werde nächste Woche, falls es aus Versehen mal warm und trocken sein sollte, eine gründliche Durchsicht machen und die Waben auch wieder fotografieren. Hoffentlich zeigt sich Königin Diana I. oder zumindest ein paar Spuren ihrer Legetätigkeit.