Tag Archive: Pollen


In den letzten beiden Tagen habe ich unsere zwei „Sorgenkinder“ (Grün und Balkonien) durchgesehen und nach einer Königin oder Brut Ausschau gehalten. Bereits am Montag Abend habe ich die grüne Beute geöffnet. Das Volk war erfreulicherweise sehr ruhig, aber ich konnte immer noch keine Brut sehen (was zu erwarten war) und leider auch keine Königin. Letzteres hätte ich am frühen Abend schon erhofft, da sie ja, selbst wenn sie auf Begattungsflug war, wieder zu Hause hätte sein müssen. Da das Volk aber immer noch so stark ist und sehr viele Drohnen auf den Waben unterwegs waren, kann es natürlich sein, dass ich sie übersehen habe, vor allem, wenn sie noch nicht sehr groß ist. Da aber das Volk sonst einen sehr ruhigen und entspannten Eindruck gemacht habe, hält sich meine Sorge noch in Grenzen. Sie tragen auch ein wenig Pollen ein, aber im Vergleich zu den blauen und gelben Nachbarn eher wenig. Apropos Pollen! Eine unserer Ramblerrosen (Ghislaine de Féligonde) summt und brummt den ganzen Tag vor lauter Pollensammlerinnen:

 

Ich muss mal noch versuchen, ein Video von einer Hummel daran zu machen – das ist so witzig anzusehen, wie die kleinen Dickerchen sich daran abmühen!

Eine weitere gute Pollenquelle ist gerade der Wein, was mir in den Jahren zuvor noch nie aufgefallen ist. Auch hier sind sehr viele Bienen, Hummeln und Wildbienen beim Sammeln zu sehen:

Ein wenig Sorge machen mir unsere Balkonier in der kleinen „ERB“. Dort habe ich gestern schon ganz in der Früh hineingeschaut. Unruhe war auch hier in keiner Form zu bemerken. Aber es war keine Brut und keine Königin zu sehen, und das junge Völkchen schrumpft zusehends.  Daher habe ich dem blauen Volk, das immer noch keine Schwarmzellen hat aber vor Bienen aus allen Nähten platzt, ein Rähmchen mit verdeckelter Brut und Stiften entnommen, und beim Balkonvölkchen eingehängt. Mal sehen, was sie damit anstellen. Dieses Verfahren wird auch Weiselprobe genannt, wenn die Bienen die Zellen mit den frischen Stiften zu Nachschaffungszellen umbauen, hat man Gewissheit, dass ihre eigene Königin verloren gegangen ist. (Und dieses Mal war dann nicht ich Schuld…)

Das Durchsehen bei den Blauen ist mittlerweile auch keine entspannte Angelegenheit mehr, weil es nahezu unmöglich ist beim Wiedereinsetzen der Rähmchen keine Bienen zu quetschen – es sind einfach zu viele in der Kiste! Die ist mittlerweile komplett voll mit Rähmchen! Trotzdem bauen die Bienen ständig Wildbau unten an die Rähmchen an. Um diesen Bautrieb positiv zu nutzen, habe ich anstelle des entnommenen Rähmchens noch ein leeres (von den Janisch-Rähmchen) eingehängt… Man kann ja nie genug ausgebaute Rähmchen haben! Ich bin wirklich sehr gespannt, ob die noch schwärmen wollen. Eigentlich müssen sie ja fast – sonst müssen demnächst welche draußen übernachten, weil drinnen nicht mehr genug Platz ist!

Positiv sieht es bei Volk No. 5 aus – sie bauen sehr schön und fleißig – UND: Ich habe zwar beim Füttern und kurzen Reingucken keine Königin gesehe, aber Stifte!!! Hurraaaaa!!! No. 5 lebt! 😉 Hoffentlich bekomme ich die Königin beim nächsten Mal zu sehen bzw. vor die Linse!

Explosion in 3, 2, 1!

Hier geht es inzwischen richtig rund. Die Natur hat sich dank der angenehmen Temperaturen seit Ostern geradezu rasant entwickelt – und diese Entwicklung scheint sich in den Bienenvölkern noch zu verstärken. Hier auf Höhe München blühen schon seit einiger Zeit die Kornelkirschen und nun endlich auch die Weiden:

(aufgenommen am Krötenweiher an der A96, zu dem wir einen kleinen Radlausflug mit Freunden gemacht haben – daraufhin wurde dann vom angesammelten Honiggeld eine Kornelkirsche für den Garten angeschafft, die demnächst die Forsythie ersetzen wird)

Im Anflug auf unsere kleine Mini-Hängekätzchenweide (ein Mitleidskauf – die gab es verblüht beim Gartencenter meines Vertrauens letztes Jahr für 3€).

In den Völkern gibt es auch sehr viel zu beobachten:

Die ersten Drohnen krabbeln herum:

Die Pollensammlerinnen stauen sich geradezu an den Fluglöchern, ihre fette Beute stapelt sich in den Zellen rund um die Brutbereiche:

Am Teich wird emsig Wasser gesammelt und der erste Nektar wird eingetragen. Die Waben glitzern wundervoll im Sonnenlicht:

Das grüne Volk ist schon sehr stark, ich habe ihnen inzwischen wieder 2 ausgebaute und ein leeres Rähmchen dazugehängt, weil die fleissige Königin das Brutnest schon auf 6 Waben vergrößert hatte (und zwar jeweils großflächig) und meinem Gefühl nach mehr Platzbedarf für die Einlagerung von Vorräten gebraucht wird. Jede noch so kleine Lücke wird vollgestopft…

Ähnlichen Lage war im gelben Volk vorzufinden, die blauen sind noch etwas hinterher, ziehen aber gerade nach. Große Flächen der Waben sind mit verdeckelter Brut besetzt, die Völker werden in den nächsten Tagen explodieren.

Neben der Erweiterung habe ich die Böden der Beuten einmal vorsichtig ausgefegt – bei den Grünen (siehe unten) lagen hauptsächlich Pollenkugeln und Unmengen an Wachsbröseln auf dem Boden, bei den Blauen immer noch sehr viele tote Bienen. Aufräumen ist nicht deren Kernkompetenz… Um die aktuelle Varroasituation einschätzen zu können, habe ich die Diagnoseböden eingelegt.

Auf der Garage wurde auch kräftig nachgepflanzt, da einige Kräuter abgestorben waren. Im letzten Sommer hat eine der Hitzephasen einige dahingerafft… 😦 Neben den bewährten Thymianarten habe ich ein paar Ysop-Stauden gepflanzt und einige Steinquendel, die mir eine Bekannte empfohlen hat. Ich bin schon gespannt, wie die werden. Aber leider ist Undank aller Welten Lohn – beim Einbuddeln ist mir unbemerkt eine Biene ins Hosenbein gekrabbelt und hat mich dann nach getaner Arbeit in die Kniekehle gestochen…

Im blauen Volk fiel mir eine Pollensammlerin mit blauem Pollen auf (wie passend!) – vermutlich von den vielen Blausternen hier im Garten:

Und sie bauen die ersten Spielnäpfchen – die Vorbereitung auf die Schwarmsaison läuft! (Interessanterweise auch bei den blauen Bienen, die eigentlich am wenigsten weit in der Entwicklung sind…)

Es ist momentan eine wahre Freude, die Bienen vor dem Flugloch zuzusehen.Wer das mal live sehen möchte, darf uns gerne mal besuchen! Wir freuen uns auch wirklich sehr, dass alle drei Völker den Winter so gut überstanden haben – da fällt einem ein großer Stein vom Herzen. Beim Ausflug in den Wildpark Poing letzte Woche fanden wir ein eher trauriges Bild vor – von den 5 Beuten war an einem schwache Aktivität zu sehen (und das bei über 20°C und Sonnenschein), an einem weiteren krabbelten noch vereinzelt Bienen heraus, und drei schienen komplett tot… 😦 Keine gute Quote! Ich fand die Aufstellung direkt am Ufer aufs Wasser ausgerichtet auch eher unglücklich. Ich möchte nicht wissen, wie viele Sammlerinnen da vollbeladen und erschöpft ins Wasser abstürzen…

 

Frühjahrsdurchsicht

Auch wenn das Wetter nicht ganz so herrlich wie seit Tagen angekündigt war, habe ich am Sonntag die Frühjahrsdurchsicht gemacht. Es war zwar bewölkt (die Föhnabbruchkante war zu sehen und gar nicht weit weg) , aber immerhin fast 20°C warm!

Ich habe mir die Mühe gemacht, alle Waben abzufotografieren, damit ich dann in Ruhe alles durchschauen kann und die Beuten nicht unnötig lange offen stehen. Uns so schaut es aus:

Grünes Volk:

In der Beute sind aktuell 10 Rähmchen – hier zu sehen mit dem schon über 5 Rähmchen verteilten Brutnest:

Königin Lousia I. scheint es gut zu gehen. Sie ist schon sehr fleissig bei der Nachwuchsproduktion:

 

Trotz der extremen Kälte vor ein paar Wochen scheint sie nicht aus der Brut gegangen zu sein, denn es ist Brut in allen Stadien vorhanden:

Das Volk macht generell einen recht vitalen Eindruck und hat schon einiges an Masse:

Es wird schon seit Tagen sehr viel Pollen eingetragen – hier ein kleines Depot auf der Wabe:

Und was an diesem Volk wirklich auffällig ist: Es ist sehr ordnungsliebend! Die Unmengen toter Bienen vom letzten Post wurden bereits alle aus der Beute gebracht!

Futter ist immer noch gut vorhanden:

Ich werde demnächst die Völker „schieden“. Das bedeutet, es werden ein paar Futterrähmchen hinter das Schied gehängt und angeritzt. Die Arbeiterinnen können bei Bedarf den Honig dann umtragen, aber das Brutnest bleibt begrenzt und kann sich nicht zigarrenförmig unter den vorhandenen Futterreserven in die Länge ausbreiten. Im Zuge dieser Aktion können dann auch die älteren Waben aus dem Kreislauf entnommen werden (diese hier ist bereits zwei Jahre alt).

 

Gelbes Volk:

Dieses Volk sitzt auf elf Rähmchen und hat davon vier bebrütet:

Auch hier sehen die Futtervorräte noch ganz gut aus!

Das Aufräumen der Beute scheint allerdings nicht oberste Priorität zu haben:

Königin Diana I.:

 

Blaues Volk:

Hier ist das Brutnest noch am kleinsten – auf drei von insgesamt elf Waben:

Die Futtervorräte sind auch hier noch gut:

Und auch Königin Blandina I. war heute nicht kamerascheu:

Auch noch mal ein Bild von einer zweijährigen Wabe, die langsam aber sicher ausgedient hat. Ich frage mich, was die glitzernde Flüssigkeit unten ist! Nektar finden sie meiner Meinung nach noch nicht all zu viel. Ob das Wasser ist? Ehrlich gesagt weiß ich aber gar nicht, ob sie Wasser überhaupt einlagern… Mal wieder was zum Nachforschen!

Im Fall der blauen Beute fällt der Apfel auch nicht weit vom Stamm, und Blandina I. kommt was das Ordnungsregime betrifft sehr nach ihrer Mutter Diana I. – der gleiche Saustall wie bei den gelben:

Offensichtlich gibt es gerade andere Prioritäten… Ein bisschen gilt da sicherlich auch “ Wie der Herr, so das Gescherr!“ 😉

Jetzt werde ich mir erst einmal in aller Ruhe Gedanken machen, welche Waben hinter das Schied geräumt werden können und sollten. Schön, dass es allen drei Völkern so gut geht und ich zunächst nichts weiteres zu tun habe als ein wenig Beobachtungen am Flugloch und den ersten Frühblühern im Garten zu machen. Und so ganz langsam das Projekt Balkonbeute in Angriff zu nehmen…

 

Heuer ist bislang der Unwinter meines Lebens. Immerhin gelang es mir, den zweitägigen Winter kurz vor dem Jahreswechsel bildlich festzuhalten:

Es ist wirklich zum Mäusemelken, hier herrschen so häufig Frühlingstemperaturen um die 15 Grad, so gut wie kein Schnee, und Mitte Januar Flugbetrieb an den Beuten wie sonst im März.

 

Zugegebenermaßen freut es mich ja schon, dass bei allen drei Völkern soviel los ist, denn immerhin leben sie somit noch. Aber ich mache mir auch Sorgen, ob sich die ungewöhnlich vielen Flugstunden mitten im Winter nicht negativ auswirken werden. Denn wer fliegt, verbraucht Energie. Und wenn dann die Vorräte zur Neige gehen, und draußen keine Nektarquellen zu finden sind, ist das ein Problem… Alle drei Völker tragen reichlich Pollen ein. An Nachbars Haselstrauch geht bei Sonnenschein voll die Post ab – der ganze Strauch scheint zu summen. Auch in der näheren Umgebung blühen einige Haselsträucher – sehr zu Tobis Leidwesen, der darauf allergisch ist. Immerhin, je mehr unsere Bienen davon einsammeln, desto weniger wird durch die Luft gewirbelt! 😉

 

Bei uns im Garten blühen momentan vor allem Schneeglöckchen (schon seit vor Weihnachten…) und Christrosen – letztere werden auch gut von die Bienen angeflogen:

 

Hier noch ein Schnappschuss von einer fleissigen Sammlerin, die vollbeladen eine kurze Verschnaufpause eingelegt hat:

Da ich von so vielen Imkern höre, dass sie jetzt noch einmal nachfüttern mussten bzw. denen schon Völker verhungert sind, werde ich heute Mittag doch noch einen kurzen Blick in die Beuten werfen, ob alle unsere drei Völker noch ausreichend Vorräte für die nächsten Wochen haben. Heute wird für die nächsten zwei Wochen vermutlich erst einmal der letzte warme und sonnige Tag sein und ich wäre gerne auf der sicheren Seite. Lieber eine kurze Störung, als dann am Ende des Nicht-Winters verhungert…

 

Genauer gesagt: Ende November! Die letzten drei Tage war es ungewöhnlich warm hier, so dass ganz schön viel Betrieb an den Beuten herrschte. So wird das eher nichts mit einem brutfreien Zeitraum vor der Wintersonnwende! Noch vor einer guten Woche hatte ich nach den ersten Nachtfröste die Mäusegitter angebracht.  Ich kam mir geradezu albern vor, als ich gestern im T-Shirt bei 18°C die Winterdächer auf allen drei Stöcken angebracht habe…

Hier ein paar Impressionen von unseren Völkern:

Munteres Einfliegen bei den Gelben:


Die Grünen trugen fleissig Pollen ein (der gelbe müsste Ackersenf sein, der violette von Phacelia):

Es wurde auch gleich die Gelegenheit zu Reinigungsflügen genutzt und die gute Stube vom Totenfall befreit:

Das Ganze noch in Bewegung:

Fürs Wochenende sollen die Temperaturen wieder sinken – hoffentlich können die Bienen dann auch langsam zur Ruhe kommen…

Durstig!

Frisch zurück aus dem Urlaub (er war nicht ganz bienenlos, es gab herrlichen Wabenhonig am Frühstücksbuffet und am Donnerstag flogen tatsächlich die ersten Bienen am Fuß der Zugspitze bei herrlichstem Sonnenwetter auf der Terasse herum) war ich sehr gespannt, was im Garten in der Woche voran gegangen ist und wie es unseren Bienen geht. Am Samstag war es zwar recht warm (20°C) aber auch sehr stürmisch, und es war ganz schön was los auf der Garage. Nachdem dann bis heute Mittag die Wäscheberge einigermaßen bezwungen, so dass ich mich ein Weilchen vors Flugloch setzen konnte und im Garten herumscharwenzelte…

Überall fielen mir Bienen bei der Wassersuche auf! Am Teich summte es fast wie vor den Fluglöchern. Ganz viele Bienen nutzten das feuchte Moos am Teichrand um Wasser aufzunehmen:

 

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Aber auch auf dem Magersubstrat auf der Garage waren sie überall am suchen und sammeln:

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Leider war der Wind auch heute noch bisweilen ganz schön böig, daher landeten etliche Bienen im Teich. Natürlich fischte ich sie da wieder raus, und bugsierte sie zum „Trocknen“ auf die Steine in der Sonne.

 

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Die meisten rappelten sich auch wieder auf – auch wenn sie frisch gerettet schon ziemlich tot aussahen. Immer wieder erstaunlich, wie zäh die Kleinen sind! Unsere Kinder übernahmen dann den Wasserwachtjob mit Feuereifer und erstaunlicher Ausdauer. Da die meisten Steine am Teich inzwischen im Schatten lagen, wurde das Lazarett mitten in die Sonne verlegt. Natürlich wurde ich über den erfolgreichen Abflug einer jeden einzelnen Biene detailliert informiert 😉

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Inzwischen improvisierte ich noch eine kleine Bienentränke auf der Garage, die auch sehr schnell von der ersten Biene besucht wurde.

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Als die Sonne eine gute halbe Stunde voll schien, war auch schöner Polleneintrag zu beobachten:

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Und die Pollenquellen samt Abnehmerinnen im Garten waren auch schon zu sehen:

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Leider soll nächste Woche das Wetter wieder kalt und nass werden, so dass unsere fleissigen Damen vermutlich eher zu Stubenarrest verdonnert sind. 😦 Wenn es nächstes Wochenende wieder schöner sein sollte, werde ich die Frühjahrsdurchsicht in Angriff nehmen. Einstweilen haben wir ja noch eine nackige Beute herumstehen, die auf ihren Anstrich wartet…

Und schon wieder gibt es Wetterkapriolen hier – heute mal mit einem Ausreisser nach oben: satte 17°C, allerdings bei stürmischem Wind.

Gestern habe ich am sehr späten Nachmittag die Diagnoseböden entnommen. Ein wenig erschreckend war der Totenfall der letzten 4 Wochen bei den Blauen, es war ein richtiger Haufen toter Bienen in der Beute, davon lag aber nur die Hälfte auf dem Diagnosegitter. Soweit ich gesehen habe, waren nur sehr wenige tote Varroen zu sehen.

Hier die beiden Böden im Vergleich:

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Kurz vor Mittag habe ich heute eine Runde vor dem Flugloch gesessen und ein wenig geknipst. Die Damen tragen in beide Beuten schon sehr fleissig Pollen ein!

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Es waren schon ein paar verschiedene Pollensorten zu erkennen, links könnte von der Haselnuss sein, rechts bin ich mir nicht sicher (Nieswurz?)…

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Die Landebedingungen waren bei den stürmischen Böen teilweise sehr schwierig!

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Ganz schön dicke Päckchen waren zum Teil zu sehen!

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Und siehe da, auch die blauen fangen gaaaanz langsam mit dem Hausputz an!

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Es herrschte wirklich emsiger Betrieb – hier habe ich eine sehr flauschige Dame beim Päuschen erwischt!

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So ganz langsam kommt auch die Botanik bei uns im Garten in die Puschen – auf der Garage leuchtete der erste Winterling:

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Und wenn man ganz genau hingeschaut hat auch ein paar Krokusse (?):

 

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Drunten im Tal (sprich unten im Garten) sind die Schneeglöckchen in den letzten Tagen so richtig aus dem Boden geschossen!

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Und wenn man ein wenig Geduld mitbringt, kann man sogar Sammlerinnen in flagranti erwischen. Das Bild ist leider nicht sehr gut, aber man kann den orangen Pollen erkennen. Die Ärmste wurde immer wieder von den Blüten geweht!

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Am Montag habe ich am frühen Abend bei herrlichstem Sommerwetter (yay – endlich!!!) in der grünen Kiste Durchsicht gemahcht, bevor es die nächste Ration Futter für beide Völker gab. Und es scheint, als ob die neue Königin tatsächlich langsam ein wenig Ordnung in die Kiste bringen würden (dass muss am Namen liegen – gell, Mama?).

Erster Eindruck während des Rähmchen-Verschiebens: es sind nur noch wenige Drohnen im Volk, und die scheinen sich eher an der Beutenwand zu „verstecken“ als auf den Waben zu sitzen:

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Rähmchen No. 1: Viel Pollen und ein wenig reifer Honig

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Rähmchen No. 2: Ganz klassisch, mittig ein schönes Brutnest, fast vollständig verdeckelt, außen herum ein Pollen- und Honigkranz

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Rückseite: gleiches Bild, im unteren Bereich frische Stifte…

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Und die Königin Irmgard I.:

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Rähmchen No. 5 (?) (ich muss die doch mal beschriften…) – Futtervorrat

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Die beiden Rähmchen mit Mittelwänden wurden ein wenig weiter ausgebaut, aber nicht ausreichend, als dass irgendetwas eingelagert werden könnte…

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Und hier noch ein Ladendieb, der offensichlich von der Security erwischt wurden 🙂 So ist’s brav!

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Insgesamt macht mir das Volk einen recht guten Eindruck. Naja, der Imkerkurs ist zwar inzwischen abgeschlossen, aber mein Erfahrungsschatz hält sich ja noch sehr in Grenzen. Bevor der Herbst sich dann dem Ende nähert, werde ich meinen Imkerpaten Frank nochmal um einen Blick darauf bitten, damit sie gut in den Winter kommen… Sicherer ist das 🙂

Nach der Durchsicht gab es dann für beide Völker die dritte Futtergabe – jeweils 0,75kg 3:2-Lösung, gereicht im umgedrehten Gummibärcheneimer mit Löchern im Deckel. Das funktioniert gut und da die Eimer durchsichtig sind, kann man mit einem Blick sehen, ob schon alles weggeschleckt wurde…

 

Imkertaufe :)

So, gestern ist es endlich geschehen – ich habe mir meinen ersten Stich eingefangen!

Geschehen ist es bei gestern nachmittag, als ich mit Jamie das blaue Volk durchgesehen habe. Da ich die Königin schon länger nicht mehr gesehen habe, wollten wir gemeinsam danach suchen. Sie hat sich aber wieder sehr gut versteckt, denn die Suche war erfolglos. Stifte waren aber zu sehen, also scheint noch alles in Ordnung zu sein…

Die erste Wabe war an einer kleinen Stelle an die Beutenwand angebaut worden. Nachdem ich die Wabe vorsichtig gezogen und im Ständer geparkt hatte, griff ich nach dem Stockmeißel, um das kleine Wabenstück von der Beutenwand zu kratzen. Tja, leider habe ich nicht genau hingesehen, und die Biene übersehen, die wohl am Stockmeißel saß. Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, und bin entsprechend erschrocken, als es mir plötzlich heiß in den Daumen fuhr. Ich habe dann ganz schnell den Stachel weggekratzt, und habe meinen Daumen ein paar Mal mit dem Bite Away Stift „geblitzdingst“. Der Schmerz ließ daraufhin relativ schnell nach, und ich konnte die restlichen Rähmchen durchsehen und ein wenig fotografieren. Ärgerlich, dass eine Biene für meine Unaufmerksamkeit mit dem Leben bezahlen musste 😦

Am Abend sah der Daumen so aus:

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Ich war überrascht, wie gut unser Sohn beim Durchsehen schon die Waben beurteilen kann. Auf den ersten Blick bemerkten wir beide, dass die Anzahl der Bienen schon deutlich zurückgegangen ist. Einerseits waren um diese Uhrzeit sicherlich die meisten Sammlerinnen unterwegs, andererseits wurde der Schwarm am 13. Juni einlogiert, und viele der ursprünglichen Arbeiterinnen nähern sich nun ihrem Lebensende. Auf jeden Fall haben sie in dieser Zeit für ihr Volk sehr gut gearbeitet, denn es sind schon stattliche Honigvorräte angelegt worden:

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Hier könnte es sein, dass sich Königin Diana zumindest vor der Kamera nicht erfolgreich verstecken konnte. Leichts rechts von der Mitte könnte man eine Königin hineininterpretieren. Sicher bin ich mir da aber nicht, denn eigentlich ist sie ja schon eher von der stattlichen Sorte…

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Hier ein kleines Pollenlager:

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Hier kann man schön die Zonierung mit dem Brutnest in der Mitte und dem Honigkranz außen erkennen:

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Eine kleine Kuriosität 🙂

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Beim Nickerchen erwischt!

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Hier ein Bereich mit frischen Stiften:

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Und weil ich die so schön finde, noch ein Bild von einem Pollenlager. Ich finde die unterschiedlichen Farben total faszinierend!

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Und zum Schluss noch als kleine Erinnerung für mich  ein Bild von meinem Daumen – 24 Stunden nach dem Stich. Er tut nicht weh, ist aber über Nacht bis runter zum Ballen schon noch ein wenig dicker geworden und lässt sich nur noch beschränkt beugen. Tennis hat heute morgen auch eher begrenzt Spaß gemacht 😉

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Von Bienen und Blumen I

Vor kurzem habe ich eine kleine Runde durch den Garten mit der Knipse in der Hand gedreht. Leider war es trotz des herrlich sonnigen Wetters ein wenig windig – wie eigentlich immer, sobald ich das Makro an die Kamera schraube…

Die letzten Brombeerblüten werden gut besucht:

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Endlich weiß ich, woher die vielen Pollensammlerinnen mit dem orangen Pollen kommen – von unserer Rambler-Rose Ghislaine de Feligonde 🙂

 

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Auch von Hummeln sehr gerne angesteuert! Bei den nicht ganz geöffneten Blüten werden sie ganz schön laut, um ins Innere zu gelangen  🙂

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beim „Nektarzuzeln“ an der Glockenblume:

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Die Kornblumen auf dem Blühstreifen an der Straße sind sehr beliebt – schade nur dass die Bienen ständig von den vorbeifahrenden Kieslastern und Betonmischern von den Blüten geweht werden 😦

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Schwer mit schwarzem Pollen bepackte Hummel (ebenfalls auf dem Blühstreifen) – hauptsächlich in den frühen Vormittagsstunden besucht. Vermutlich ist danach einfach schon der Pollen abgegriffen…

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Weitere Bilder folgen in den nächsten Tagen.

P.S.: Das Volk in der grünen Beute scheint bleiben zu wollen – heute kein erneuter Exodus, dafür sehr eifriger Polleneintrag 🙂