Tag Archive: Königin


So lautet zumindest die allgemein gültige Regel, was Bienenköniginnen pro Volk betrifft. Aaaaaber – unsere bunten machen mal wieder alles anders! Dazu gleich mehr… Gestern habe ich mit Tobi die Völker noch einmal kurz durchgeschaut, weil ich bei dem anhaltend ungewöhnlich warmen Wetter einfach noch null Erfahrung habe, wie sich das auf die Vorratslage in den Beuten auswirkt. Bei der letzten Kontrolle hatten alle Völker ungefähr 15 Kilo Vorräte (die Balkonvölker etwas weniger als die Garageler), und wir hatten noch etwas eingefüttert. Normalerweise sollte man um diese Jahreszeit die Völker eigentlich in Ruhe lassen und nicht mehr öffnen, aber das Wetter ist ja alles andere als normal und nicht im Ansatz irgendwie winterlich, und bei knapp unter 20°C und strahlendem Sonnenschein machten wir und zügig an die Arbeit und schätzten die Vorräte pro Wabe.

Das Ergebnis gab meinem Bauchgefühl recht, die Völker hatten alle etwas Vorräte verloren, rot am wenigsten (noch 14kg), bunt am meisten (nur noch 10kg). Ich muss also nochmal nachfüttern! Da es die nächsten Tage nochmal warm bleiben soll, kann das Futter auch hoffentlich zügig abgenommen werden…

Zurück zu unseren Chaötchen! In der letzten Zeit war mir schon öfters aufgefallen, dass sich bei diesem Volk immer mehr Jungbienen einfliegen, als bei allen anderen… Bei der Kontrolle gestern fiel dann das im Vergleich zu den anderen noch recht große Brutnest auf, und auch die Stärke des Volkes war erfreulich gut!

Sie schienen jetzt aufgeholt zu haben und waren auch noch fleißig am Sammeln. Es scheint also doch noch irgendwas Nektar herzugeben!

Notiz an mich selbst, mal wieder die Umgebung abspazieren gehen!

Gleich auf der zweiten Wabe mitten im Brutnest zeigte sich auch gleich die Königin:

Aber Moment mal, die ist aber arg dunkel! Nur sehr dezente Streifen waren am Hinterleib zu erkennen… Ich hatte die neue Königin anders in Erinnerung, aber egal, sie schien gut zu stiften, alles bestens. Tja, und dann ein paar Waben weiter das (sorry für das superschlechte Foto, aber wir wollten nicht lange stören, und Tobi hat nur zwei Bilder gemacht – das ist das „bessere“, aber auch eher von der Kategorie Suchbild mit Königin):

Noch eine Königin – und die sah nun auch so aus, wie ich Nova in Erinnerung hatte! Sie hatte auch ein sehr kleines Brutnest mit überwiegend Stiften. Das Volk hatte also erstmal beide Königinnen behalten nach der Umweiselung (und zwar schon ganz schön lange!). Das an sich ist soweit ich weiß nicht ungewöhnlich so spät im Jahr, denn das Volk wartet wohl erst mal ab, ob die nachgezogene Königin auch gut befruchtet wurde. Ich wusste allerdings nicht, dass mehrere Monate zwei Königinnen in einem Volk koexistieren können… Vielleicht ist die spät geschlüpfte Nova doch nicht mehr gut begattet worden, und die Arbeiterinnen haben Nera den Vorzug gegeben. Novas Brutnest war vergleichsweise winzig…

Das wird im kommenden Frühjahr sehr spannend, für welche sie sich entscheiden! (Wobei ich ihnen ja inzwischen durchaus zutrauen würde, dass sie zwei Königinnen behalten…). Es bleibt mal wieder spannend!

Ein Volk saniert sich selbst?

Es bleibt weiter sehr, sehr spannend in der Balkonbeute. Am Samstag konnte ich erste Anzeichen für Drohnenbrütigkeit recht klar erkennen. Die Waben für die Brut wurden in die Länge gezogen, und es sind erste Buckel zu erkennen. Da das Volk auch schon so klein ist, fiel sehr schweren Herzens der Entschluss, das Volk aufzulösen… Alleine schon die Tatsache, dass auch in Drohnenzellen gestiftet wurde, war für mich ein Anzeichen, dass wir es mit einem Drohnenmütterchen zu tun hatten…

 

Am gestrigen Montag entschloss ich mich dann doch noch um, bestellte eine Königin, um das Volk mit Hilfe von Brut aus den anderen Beuten und einer begatteten Königin noch zu retten… Dazu musste aber zunächst einmal dafür gesorgt werden, dass die Drohnenmütterchen aus der Beute verschwanden. Mein Plan war nun, das komplette Wabenwerk an einer anderen Stelle im Garten in der Notbeute zu parken, so dass nur die Flugbienen an den Standort am Balkon zurückkehren würden. Dort wollte ich dann ein bis zwei Brutwaben aus den anderen Völkern einhängen und heute eine neue Königin zusetzen. Soweit der Plan. Als ich dann die Rähmchen einzeln nochmals kontrollierte und in die Notbeute umhängte konnte ich wieder die Drohnenbrütigkeit erkennen (wobei einzelne Zellen normal verdeckelt aussehen!):

Aaaaaaber: Es waren gar keine Stifte mehr zu sehen und auch keine junge Brut! Ok, seltsam, aber eventuell hatte(n) das oder die Drohnenmütterchen altersbedingt das Zeitliche gesegnet… Und dann bemerkte ich auf der vorletzten Wabe aus dem Augenwinkel – hellbraune Beine!!! Erst nach sehr genauem Hinsehen fand ich diese sehr kleine, sehr dunkle Königin:

Jetzt war ich wirklich baff! Das Volk hatte ja mit der Weiselprobe versucht nachzuschaffen, war aber zu diesem Zeitpunkt schon drohnenbrütig! Jamie und ich hatten bei der gründlichen Suche nach einer Königin mehrfach beobachten können, wie Arbeiterinnen aus der Beute gedrängt, geschoben und gezerrt wurden. Auf einem Foto (rechts oben) ist auch eine Arbeiterin mit 2 weißen „Objekten“ am Hinterteil zu sehen. Ich habe allerdings keine Ahnung, ob das Eier sind.

Ich glaube, wir haben hier einen relativ ungewöhnlichen Verlauf der Dinge – denn eigentlich gilt ja ein drohnenbrütiges Volk als unrettbar. Wenn es wirklich so wäre, hätten wir wahnsinnig Glück gehabt, dass die Weiselprobe noch im richtigen Moment eingehängt wurde. Die andere nicht so schöne Möglichkeit wäre, dass eine Jungkönigin nicht begattet wurde und somit auch nur Drohnen produzieren könnte (und es lagen ja viele Eier auf dem Grund der Zellen, das können Arbeiterinnen eigentlich nicht).

Wenn diese dunkle Königin wiederum eine aus den Nachschaffungszellen von der Weiselprobe wäre, müsste sie um den 16. Juni geschlüpft sein (am 08. Juni waren sie verdeckelt, +8 Tage), und wäre noch gar nicht in der Lage zu stiften! Und sie ist ja auch noch wirklich winzig und somit vermutlich noch nicht einmal auf Hochzeitsreise gewesen… Was für ein Kuddelmuddel! Aber wirklich sehr spannend… Ich habe also die Rähmchen wieder zurück in die Beute gehängt und werde heute noch eine Brutwabe dazu hängen, um für etwas Arbeiterinnennachschub zu sorgen… Alle Daumen sind gedrückt, damit das Völkchen noch überlebt!

Frühjahrsdurchsicht

Auch wenn das Wetter nicht ganz so herrlich wie seit Tagen angekündigt war, habe ich am Sonntag die Frühjahrsdurchsicht gemacht. Es war zwar bewölkt (die Föhnabbruchkante war zu sehen und gar nicht weit weg) , aber immerhin fast 20°C warm!

Ich habe mir die Mühe gemacht, alle Waben abzufotografieren, damit ich dann in Ruhe alles durchschauen kann und die Beuten nicht unnötig lange offen stehen. Uns so schaut es aus:

Grünes Volk:

In der Beute sind aktuell 10 Rähmchen – hier zu sehen mit dem schon über 5 Rähmchen verteilten Brutnest:

Königin Lousia I. scheint es gut zu gehen. Sie ist schon sehr fleissig bei der Nachwuchsproduktion:

 

Trotz der extremen Kälte vor ein paar Wochen scheint sie nicht aus der Brut gegangen zu sein, denn es ist Brut in allen Stadien vorhanden:

Das Volk macht generell einen recht vitalen Eindruck und hat schon einiges an Masse:

Es wird schon seit Tagen sehr viel Pollen eingetragen – hier ein kleines Depot auf der Wabe:

Und was an diesem Volk wirklich auffällig ist: Es ist sehr ordnungsliebend! Die Unmengen toter Bienen vom letzten Post wurden bereits alle aus der Beute gebracht!

Futter ist immer noch gut vorhanden:

Ich werde demnächst die Völker „schieden“. Das bedeutet, es werden ein paar Futterrähmchen hinter das Schied gehängt und angeritzt. Die Arbeiterinnen können bei Bedarf den Honig dann umtragen, aber das Brutnest bleibt begrenzt und kann sich nicht zigarrenförmig unter den vorhandenen Futterreserven in die Länge ausbreiten. Im Zuge dieser Aktion können dann auch die älteren Waben aus dem Kreislauf entnommen werden (diese hier ist bereits zwei Jahre alt).

 

Gelbes Volk:

Dieses Volk sitzt auf elf Rähmchen und hat davon vier bebrütet:

Auch hier sehen die Futtervorräte noch ganz gut aus!

Das Aufräumen der Beute scheint allerdings nicht oberste Priorität zu haben:

Königin Diana I.:

 

Blaues Volk:

Hier ist das Brutnest noch am kleinsten – auf drei von insgesamt elf Waben:

Die Futtervorräte sind auch hier noch gut:

Und auch Königin Blandina I. war heute nicht kamerascheu:

Auch noch mal ein Bild von einer zweijährigen Wabe, die langsam aber sicher ausgedient hat. Ich frage mich, was die glitzernde Flüssigkeit unten ist! Nektar finden sie meiner Meinung nach noch nicht all zu viel. Ob das Wasser ist? Ehrlich gesagt weiß ich aber gar nicht, ob sie Wasser überhaupt einlagern… Mal wieder was zum Nachforschen!

Im Fall der blauen Beute fällt der Apfel auch nicht weit vom Stamm, und Blandina I. kommt was das Ordnungsregime betrifft sehr nach ihrer Mutter Diana I. – der gleiche Saustall wie bei den gelben:

Offensichtlich gibt es gerade andere Prioritäten… Ein bisschen gilt da sicherlich auch “ Wie der Herr, so das Gescherr!“ 😉

Jetzt werde ich mir erst einmal in aller Ruhe Gedanken machen, welche Waben hinter das Schied geräumt werden können und sollten. Schön, dass es allen drei Völkern so gut geht und ich zunächst nichts weiteres zu tun habe als ein wenig Beobachtungen am Flugloch und den ersten Frühblühern im Garten zu machen. Und so ganz langsam das Projekt Balkonbeute in Angriff zu nehmen…

 

Vandalismus…

… in der blauen Beute! Aber Gott sei Dank nicht wie man es in letzter Zeit nur allzuoft lesen muss von irgendwelchen dummen Menschen, die Bienenbeuten umwerfen, zerstören oder anzünden, sondern von den Bewohnerinnen selbst! Sie haben nämlich aus irgendeinem mir nicht ganz einleuchtenden Grund ein Loch in ihr tolles Bio-Wachstuch gefressen…

Da ich mit diesen Umgestaltungsmaßnahmen nicht einverstanden bin, habe ich also kurz vor dem Urlaub noch ein neues Tuch bestellt, und hoffe, dass sie es nur aus Langeweile zerstört haben. Praktischerweise haben wir nun ein Wachstuch mit Loch, das dann für eine eventuelle Notfütterung verwendet werden kann. Auch schön! Ich hatte nämlich Hemmungen gehabt, ein Loch rein zu schneiden.

Aber es gibt vom blauen Volk auch gute Nachrichten, die Königin hat sich gezeigt und auch endlich begonnen, Eier zu legen. Das beruhigt mich doch enorm vor meiner zweiwöchigen Abwesenheit – unseren Haussittern wollte ich es jetzt nicht zumuten, dass sie Waben ziehen und nach Stiften suchen müssen. Hier nun ein erstes Bild von unserer schönen, neuen blauen Königin, Blandina I. (ich muss das mit der Namensgebung nächstes Jahr ändern, der Heiligenkalender gibt zur Schwarmzeit nichts Gescheites her…).

 

Bei den anderen beiden Völkern habe ich nur einen kurzen Blick am Trennschied hinein geworfen und ein Leerrähmchen zum Bauen gegeben. Leider haben die bauwütigen gelben Damen am Strohschied etwas Wildbau begonnen – offensichtlich ging der Ausbau nach unten ein paar Trupps zu langsam, und sie haben unten quer eine Gegenbaustelle errichtet:

 

Ich bin schon sehr gespannt, was sich in den zwei Wochen Urlaub tut. Gemeinsam mit Imkerkollege Frank wurde eine Schleuder angeschafft – vielleicht gibt es ja heuer zum ersten Mal etwas zu ernten!

 

 

Heute habe ich bei allen drei Völkern vormittags eine Kontrolle durchgeführt. Wie so oft gibt es immer Grund zur Freude und (ein wenig) Grund zur Sorge…

Das grüne Volk:

  • hatte bei der letzten Durchsicht eine heftig tutende Königin – die nun aber ihre ersten Eier gelegt hat und heute auf den Namen Louisa I. getauft wurde!
  • ist fleissig mit der Honigtrocknung beschäftigt
  • hatte leider mal wieder einen Wabenbruch, die verbliebene ungedrahtete Dickwabe ist unter der Honiglast gebrochen, wurde aber bereits geleert, was das Entfernen zu einer einfachen und nicht klebrigen Angelenheit machte.
  • fängt scheinbar an, die Drohnen abzuschaffen – es lagen auffallend viele tote Drohnen rund um die Beute (das wäre aber recht früh!)

Ein paar Bildchen dazu:


 

Das gelbe Volk:

  • hat inzwischen 9 Rähmchen fast komplett ausgebaut und heute ein weiteres dazu bekommen – ich bin begeistert von der Bauleistung!
  • hat inzwischen die erste Arbeiterinnenbrut verdeckelt (Stifte waren am 19. Mai zu sehen, die neue Generation wird also bald schlüpfen!)

 

Das blaue Volk:

  • ist mein aktelles Sorgenkind, weil immer noch keine Königin oder Stifte zu sehen waren
  • hat die Weiselzelle vom letzten mal inzwischen geöffnet und teilweise abgebaut (1. Bild ist von der letzten Kontrolle)
  • war aber sehr ruhig heute, daher habe ich noch ein sehr gutes Gefühl
  • hat inzwischen den entnommenen Honig größtenteils wieder zurückbekommen, da er leider noch einen zu hohen Wasseranteil hatte 😦 Ich hatte beim letzten Mal bereits den Honig aus den Brutwaben wieder verfüttert und nun aber den mühsam als Tropfhonig geernteten Teil auch wieder zurück in die Beute gestellt, weil er mit 22% sonst vermutlich schnell zu gären begonnen hätte…

 

 

 

 

 

Schwein gehabt!

Gott sei Dank! Irmgard I. (fortan mit dem Beinamen „die Unerschütterliche“) hat überlebt und stiftet fleissig!!! Wir sind ja sowas von erleichtert und froh 🙂

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Das Volk hat inzwischen auch die Bruchwaben schon fast komplett ausgeschleckt und sehr fleissig mit der Reparatur des Wabenwerks bekommen:

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Hier noch im Vergleich eine der unzerstörten Waben mit einem schönen großen Ausschnitt des Brutnests:

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Gestern haben sie einen Liter 3:2 Lösung zusätzlich bekommen, um den Wabenbau zu unterstützen.

Beim Durchschauen waren die Damen heute eher unruhig, aber kein Wunder nach den Unruhen der letzten Tage. Und es waren auch ein paar Wespen an der Beute…

Ups and Downs!

Am gestrigen Dienstag war wieder für den ganzen Tag schlechtes Wetter angesagt, daher habe ich erneut zwei kleine Kübelchen mit Futter vorbereitet. Beim Öffnen der grünen Beute kam dann ein morgendlicher Schock:

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Leider ist das Bild echt schlecht geworden, es tröpfelte gerade ein wenig und war daher recht dunkel. Unter den Waben war eine große Honigpfütze und Unmengen an verklebten Bienen zu sehen! Ich vermutete Räuberei und verkleinerte daraufhin gleich mal das Flugloch ganz panisch, nachdem ich mit einem flachen Holzstück eine Brücke über den Honigsee gelegt hatte…

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Damit die grünen Arbeiterinnen zuerst einmal die Honigpfütze aufsammelten, gab es auch kein Futter. Stattdessen stellte ich beide Rationen in die blaue Beute, da ich dort die Räuber vermutete. Schließlich war das blaue Volk so viel größer. Aber auch da herrschte trotz des regnerischen Wetters ein ganz schönes Chaos vor dem Flugloch, so dass ich mit einem Pappdeckel mit Loch auch hier erst einmal das Flugloch verkleinerte. Ich beobachtete eine Weile, ob ich Räuber identifizieren konnte. Aber es flogen weder Bienen aus der grünen in die blaue Kiste, noch umgekehrt. Am frühen Abend öffnete ich bei den Blauen auch wieder das Flugloch.

Die Aufklärung erfolgte dann heute am späten Vormittag. Von der Wartungsklappe aus konnte ich sehen, dass das grüne Volk die Honigpfütze bereits entfernt hatte. Da es heute auch schön warm und sonnig war, konnte ich die Beute ganz öffnen, um nachzusehen. Und die Räuberei entpuppte sich Gott sei Dank auch ganz schnell als Wabenbruch! Auch nicht schön, mir aber deutlich lieber als ungebetene Gäste. Ich entschuldige mich hiermit in aller Form, das blaue Volk der Räuberei verdächtigt zu haben! 😉

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Ich holte die Rähmchen einzeln der Reihe nach heraus, fegte unten die Bienen ab und entfernte das heruntergefallene Wabenwerk.

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Die Bienen hatten den Honig schon heraus geschleckt, so dass das Ganze relativ einfach und ohne Bienenverluste ablief. Leider habe ich überhaupt keine Ahnung, was der Grund für den Wabenbruch gewesen sein könnte. Eventuell habe ich beim Drohnenbrut entfernen das Wabenwerk zu stark in Mitleidenschaft gezogen. Ich konnte nicht einmal klar erkennen, wo das Stück abgerissen war, da die Damen schon zu schnell repariert hatten.

Die gute Nachricht zum Schluss: Königin Walburga hat den Unfall gut überstanden! Na, wer findet sie? (Rähmchen No. 5)

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Generell finde ich, dass das Volk in den letzten Tagen einen ordentlich Schub gemacht hat. Es sind deutlich mehr Bienen auf den Waben. Das freut mich sehr 🙂

Hier noch ein paar Bilder der verschiedenen Rähmchen. Ich hatte alle einmal schnell durch fotografiert, um dann am Bildschirm sicher gehen zu können, dass die Königin überlebt hat.

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Rähmchen No. 4:

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Rähmchen No. 1:

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So, nun hoffe ich, dass ich die nächste Zeit erst mal nur mit Fluglochgucken verbringen kann, so ganz ohne irgendwelche Aufregung 🙂

Alles gut!!!

Nach einem wunderbaren Start in den Tag auf dem Pferderücken bei herrlichem Wetter hatte ich mir für heute Vormittag als Ziel gesetzt, die Lage in der blauen Kiste zu klären. Sprich, nach Königin Diana I. zu suchen und abzuklären, ob Brut in irgendeinem Stadium vorhanden ist.

Da ich vormittags auf kein Fotografier- oder Wabenhalt-Helferlein zurückgreifen kann, musste ich mir einen Wabenhalter basteln. Der erste Entwurf tut schon mal seinen Zweck, ist aber noch ausbaufähig.

Die Bienen haben in den letzten beiden Tagen nochmals schön weiter gebaut:

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Es ist immer wieder unglaublich, was diese kleinen Tiere in so kurzer Zeit leisten!

 

Auf jeden Fall fiel mir eine gesamte Gebirgskette vom Herzen, als ich auf der dritten gezogenen Wabe unsere Hoheit entdeckte. Und Entdecken ist eigentlich das falsche Wort dafür, denn sie springt auch mir als Anfängerin total ins Auge. Diana ist nämlich ein echt gewaltig großes Exemplar!

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Hier noch einmal in der Vergrößerung:

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Das Volk war also schon mal weiselrichtig. Als nächstes musste ich noch klären, ob sie auch für Nachwuchs sorgte. Und siehe da, auf der gleichen Wabe waren nach ein bisschen Bienen wegpusten auch Stifte zu finden! Puh, war ich erleichtert! Die kleinen weißen Eier waren allerdings auf den frischen weißen Waben wirklich nur schwer zu erkennen:

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Am Bildschirm sieht man sie dann aber dank Vergrößerung hervorragend:

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Ich habe dann die restlichen Waben gar nicht mehr angeschaut um das Volk nicht weiter zu stören. Es freut mich wahnsinnig, dass doch alles in Ordnung ist! Und die Wetterprognose für die nächsten Tag sieht auch mal gar nicht so schlecht aus 🙂 Hurra, alles bestens!

Für das Volk in der blauen Kiste steht die prophylaktische Oxalsäurebehandlung per Sprühverfahren an. Da es am empfohlenen neunten Tag nach dem Einlogieren (also morgen) zur Abwechslung mal wieder den ganzen Tag regnen soll, habe ich sie heute schon durchgeführt. Die letzten Tage habe ich immer wieder ein kleines Kübelchen mit Futter gegeben, da die Bienen höchstens ein bis zwei Stunden pro Tag gut fliegen konnten. Einmal musste ich aus Zeitnot auf fertigen Futtersirup (Apiinvert mit einem Schuss Honig) zurückgreifen, der wurde prompt in beiden Beuten verschmäht. Nachdem die sonstigen Futtergaben (Bio-Rübenzucker, Wasser, Honig)  immer sehr gierig weggegluckert wurden, hat mich das schon etwas irritiert. Das anschließend im Austausch angebotene selbstangerührte Futter ging dann wieder weg wie warme Semmeln. Kleine verwöhnte Geräte!!!

Der erste Blick hinter das Trennschied  in der blauen Beute ergab ein recht gutes Bild, die Damen haben fleissig gebaut:

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Um nicht wieder den gleichen Fehler mit zuviel Platz wie beim grünen Volk zu machen, habe ich das achte Rähmchen wieder heraus genommen. Es hing zwar schon eine Traube daran, aber sie haben noch nicht mit dem Wabenbau begonnen. Die Bienen haben die Besprühung brav über sich ergehen lassen. Es schien doch tatsächlich mal wieder kurz die Sonne zwischen den Wolken hervor. Dafür war es echt schwül, und keine 5 Minuten, nachdem die Kiste wieder geschlossen war, gab es ein kurzes Gewitter mit Regen. In blogtauglichen Worten kann ich gar nicht ausdrücken, wie sehr mich das Wetter hier nervt.

Leider konnte ich in dem Gewusel keine Stifte oder Brut gesehen, geschweige denn eine Königin… Das beunruhigt mich schon ein wenig. Andererseits haben sie beim Einlaufen so gut gesterzelt, bauen wunderbar und benehmen sich auch keinesfalls aggressiv… Der Imker aus dem Allgäu meinte, dass er sich recht sicher sei, dass es ein Vorschwarm wäre.

Ich werde nächste Woche, falls es aus Versehen mal warm und trocken sein sollte, eine gründliche Durchsicht machen und die Waben auch wieder fotografieren. Hoffentlich zeigt sich Königin Diana I. oder zumindest ein paar Spuren ihrer Legetätigkeit.

Heute wollte unser Sohn die Fotos von vorgestern sehen. Als ich ihm das vergrößerte Bild mit den jungen, pelzigen Bienen zeigte, fiel mir auf einmal die Biene in der Mitte auf. Auf den ersten Blick konnte ich sie nicht eindeutig als Königin identifizieren, aber je länger ich das Bild betrachtete (unten noch mal ein etwas anderer Ausschnitt) war für mich klar – das ist unsere Königin Walburga I.! Sie sieht ja schon anders als alle anderen aus, und die Gruppe Bienen drum herum ist auch sehr auffällig positioniert, wie ein Hofstaat. Ich habe mir inzwischen ein paar Meinungen eingeholt, und alles spricht sich für die Königin aus. 🙂

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Ich hatte wirklich alle Fotos der Rähmchen gründlich durchgeschaut, und dabei auch nach auffälligen Gruppierungen gesucht. Aber dabei ist mir wie im letzten Post erwähnt nichts aufgefallen. Auch auf der Vergrößerung nicht, weil ich nur die hübschen pelzigen Bienen betrachtet habe. Das ist schon fast ein bisschen peinlich 😉

Was für ein Zufall, dass dann genau in der einen Vergrößerung, die ich wegen der jungen Arbeiterinnen gemacht hatte, die Königin mit drauf ist!

Jetzt geht es gleich noch in den Nachbarort, ich kann mich bei Frank für die Urlaubsvertretung revanchieren und seine frisch einlogierten Schwärme wegen des angekündigten ekelhaften Wetters füttern…