Tag Archive: Irmgard


Ich habe heute auch noch ganz kurz ins grüne Volk reingeschaut, und siehe da, das Volk bereitet sich schon auf die Schwarmzeit vor. Die ersten Drohnen waren im Volk zu sehen.

Interessant, wie unterschiedlich das die beiden Völker angehen!

Auch Irmgard I. ist sehr fleissig am stiften – hier noch ein Bild aus dem Brutnest:

Der eigentliche Grund für das Öffnen der Kiste war meine Unsicherheit, ob das Futter reichen wird. Es ist ganz schön knapp, aber da inzwischen schon die ersten Weiden blühen und ja auch schon Nektar eingetragen wird, lasse ich die Damen mal machen und werde weiterhin nur ein sehr wachsames Auge haben. Auch wenn es ein wenig schwer fällt! 😉

Schwein gehabt!

Gott sei Dank! Irmgard I. (fortan mit dem Beinamen „die Unerschütterliche“) hat überlebt und stiftet fleissig!!! Wir sind ja sowas von erleichtert und froh 🙂

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Das Volk hat inzwischen auch die Bruchwaben schon fast komplett ausgeschleckt und sehr fleissig mit der Reparatur des Wabenwerks bekommen:

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Hier noch im Vergleich eine der unzerstörten Waben mit einem schönen großen Ausschnitt des Brutnests:

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Gestern haben sie einen Liter 3:2 Lösung zusätzlich bekommen, um den Wabenbau zu unterstützen.

Beim Durchschauen waren die Damen heute eher unruhig, aber kein Wunder nach den Unruhen der letzten Tage. Und es waren auch ein paar Wespen an der Beute…

Am Montag habe ich am frühen Abend bei herrlichstem Sommerwetter (yay – endlich!!!) in der grünen Kiste Durchsicht gemahcht, bevor es die nächste Ration Futter für beide Völker gab. Und es scheint, als ob die neue Königin tatsächlich langsam ein wenig Ordnung in die Kiste bringen würden (dass muss am Namen liegen – gell, Mama?).

Erster Eindruck während des Rähmchen-Verschiebens: es sind nur noch wenige Drohnen im Volk, und die scheinen sich eher an der Beutenwand zu „verstecken“ als auf den Waben zu sitzen:

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Rähmchen No. 1: Viel Pollen und ein wenig reifer Honig

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Rähmchen No. 2: Ganz klassisch, mittig ein schönes Brutnest, fast vollständig verdeckelt, außen herum ein Pollen- und Honigkranz

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Rückseite: gleiches Bild, im unteren Bereich frische Stifte…

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Und die Königin Irmgard I.:

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Rähmchen No. 5 (?) (ich muss die doch mal beschriften…) – Futtervorrat

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Die beiden Rähmchen mit Mittelwänden wurden ein wenig weiter ausgebaut, aber nicht ausreichend, als dass irgendetwas eingelagert werden könnte…

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Und hier noch ein Ladendieb, der offensichlich von der Security erwischt wurden 🙂 So ist’s brav!

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Insgesamt macht mir das Volk einen recht guten Eindruck. Naja, der Imkerkurs ist zwar inzwischen abgeschlossen, aber mein Erfahrungsschatz hält sich ja noch sehr in Grenzen. Bevor der Herbst sich dann dem Ende nähert, werde ich meinen Imkerpaten Frank nochmal um einen Blick darauf bitten, damit sie gut in den Winter kommen… Sicherer ist das 🙂

Nach der Durchsicht gab es dann für beide Völker die dritte Futtergabe – jeweils 0,75kg 3:2-Lösung, gereicht im umgedrehten Gummibärcheneimer mit Löchern im Deckel. Das funktioniert gut und da die Eimer durchsichtig sind, kann man mit einem Blick sehen, ob schon alles weggeschleckt wurde…

 

Juhuuu! Endlich habe ich Stifte und ganz junge Rundmaden im grünen Volk entdeckt!!! Gerade noch rechtzeitig, denn wenn heute immer noch nichts zu sehen gewesen wäre, hätten wir morgen uns morgen schweren Herzens eine neue Königin besorgen müssen um umzuweiseln.

Aber so ist es mir doch viel lieber. Die neue Königin hat tatsächlich gewartet, bis die Brut ihrer Vorgängerin geschlüpft war – aus welchem Grund auch immer. In einer Regenpause und bei eher trüben Lichtverhältnissen waren die Eier mit der Taschenlampe erkennbar:

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Nach der Königin habe ich dann gar nicht mehr lange gesucht, weil schon die nächste Regenfront anrauschte. Tja, und da sich nun erst mal alles zum Guten gewendet hat, bekommt sie auch endlich einen Namen!

Lang lebe Königin Irmgard I.! Ich hoffe sie ist so sanftmütig und fleißig wie ihre menschliche Namenskollegin 😉

Nächste Woche möchte ich dann die Varroa-Behandlung durchführen. Da muss ich aber heute Abend meinem Imkerkollegen noch ein paar Löcher in den Bauch dazu fragen 😉

 

Eigentlich wollte ich auch noch zu den Blauen reinschauen, um kurz zu gucken ob alles in Ordnung ist. Das muss wegen des Regenwetters aber nun verschoben werden. Vorgestern am Abend hatten wir Besuch und der sechsjährige Sohn wollte gerne einmal die Bienen sehen. Beim Anlupfen des Wachstuchs über dem leeren Raum kam mir sofort eine Biene ins Gesicht geflogen, hat nicht lange gefackelt und mir sofort in die Backe gestochen. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, schließlich sind beide Völker bisher immer total friedlich gewesen. Sonst wäre ich ja auch niemals mit dem Kleinen ohne Schutzmontur an die Beute gegangen. Ein klein wenig stolz bin ich im Nachhinein schon, weil ich gaaaaanz ruhig geblieben bin, den jungen Mann mit den Worten „ich glaube wir gehen besser mal wieder runter, die sind heute schlecht gelaunt“ von der Garage bugsiert habe. Den Stachel hatte ich allerdings schon mit der Hand weggewischt (daran erinnere ich mich nicht mehr aktiv), und dabei vermutlich die Giftblase komplett noch ausgedrückt. Trotz mehrfacher Behandlung mit dem Bite Away Stick fing die Backe gegen Mitternacht an dick zu werden. Am nächsten morgen sah ich einseitig aus wie ein Hamster mit vollen Backen… Aber heute wird es so langsam besser. Der Schmerz hielt sich sehr in Grenzen. Nur gestern im Kino, als ich bei „Pets“ so lachen musste, dass mir schier die Tränen in die Augen liefen, war es ein wenig unangenehm 🙂 Und ich habe eine kleine Brandblase von dem Stick bekommen!

Im Nachhinein betrachtet war ich auch wieder komplett selber Schuld an diesem Stich: Kurz bevor wir zu den Bienen rauf gegangen sind, wurde der Junge von seiner Mama mit Anti-Brumm eingesprüht (und ich hatte meine Tochter mit OFF family besprüht) – und ich Dödel hatte das nicht nicht mehr so wirklich auf dem Radar. Dass die Bienen natürlich sofort auf Verteidigung getrimmt waren, als wir uns in einer Insekten-Repellent-Wolke dem Stock näherten, ist mehr als verständlich.