Tag Archive: Futterkontrolle


Wie im letzten Post schon angekündigt, habe ich am Mittwoch noch schnell in die Beuten geschaut. Bei knapp 15°C herrschte reges Treiben am Flugloch. Neben den sich einfliegenden Jungbienen waren sehr viele pollenbeladene Sammlerinnen zu sehen, was für mich auf vorhandene Brut hindeutet.

Ich wollte einfach sicher gehen, dass alle drei Völker noch ausreichend Futtervorräte hatten, denn für die kommende Zeit waren tatsächlich mal winterartige Zustände vorhergesagt. So ganz glauben konnte ich das ja noch nicht.

In allen drei Beuten bot sich beim Kontrollquickie ein ähnliches Bild:

  • emsiger Betrieb auch in den Beuten
  • Futtervorräte überall noch ausreichend (zumindest mal für die nächste Zeit)
  • Brut vorhanden (kein Bild dazu, weil ich die Kisten so schnell wie möglich wieder zu haben wollte, aber mit Taschenlampeneinsatz konnte man jeweils einen nicht ganz handtellergroßen Brutbereich ausmachen).
  • nur wenige tote Bienen auf dem Beutenboden


Zugegebenermaßen war ich danach sehr beruhigt. Als Anfänger fehlt einem ja schon noch die Erfahrung, was so ein komischer Winter für Auswirkungen für die Bienen hat, aber soweit sieht es erstmal gut aus. Nachträglich sei dann noch hinzugefügt, dass die Wetterfrösche tatsächlich Recht hatten – kurz nach meiner Kontrolle kamen die ersten Wolken, und seitdem ist verhältnismäßig kalt (Minustemperaturen!) und es kam auch einiges an Schneeregen, Graupel und sogar Schnee herunter (winterlich weiß ist es noch lange nicht, eher angezuckert…)

Ich habe heute auch noch ganz kurz ins grüne Volk reingeschaut, und siehe da, das Volk bereitet sich schon auf die Schwarmzeit vor. Die ersten Drohnen waren im Volk zu sehen.

Interessant, wie unterschiedlich das die beiden Völker angehen!

Auch Irmgard I. ist sehr fleissig am stiften – hier noch ein Bild aus dem Brutnest:

Der eigentliche Grund für das Öffnen der Kiste war meine Unsicherheit, ob das Futter reichen wird. Es ist ganz schön knapp, aber da inzwischen schon die ersten Weiden blühen und ja auch schon Nektar eingetragen wird, lasse ich die Damen mal machen und werde weiterhin nur ein sehr wachsames Auge haben. Auch wenn es ein wenig schwer fällt! 😉

Futterkontrolle

Gestern Abend habe ich den Wetterbericht für die nächste Woche angeschaut – eher wieder bescheiden, was da auf uns zukommen soll. Es war wirklich ein längeres Abwägen, aber ich habe mich dann doch entschieden, heute bei herrlichstem Wetter und 13°C einen kurzen Blick in die Beuten zu riskieren. Mir ist durchaus klar, dass so eine Störung um diese Jahreszeit nicht gut ist, aber ich war mir einfach nicht sicher, ob das Futter reichen wird. Es ist ja unser erster Winter, und als Anfänger macht man sich ja doch immer mehr Gedanken und Sorgen…

Auch heute herrschte wieder Flugbetrieb. Die Beuten wurden wieder ein paar Zentimeter verschoben, bevor ich den Deckel aufmachte. So stehen sie momentan:

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So sah es bei den grünen von oben aus:

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Eher wenig los, würde ich mal sagen. Ich konnte auch mit der Hand auf dem Wachstuch nicht wirklich eine warme Stelle erkennen. Was dann aber auch nicht so verwunderlich war, denn die Damen saßen nicht wirklich in einer Traube, sondern waren über fast alle 10 Waben verteilt. Hier mal ein Blick auf das noch etwa zur Hälfte mit Futter gefüllte Rähmchen vor dem Strohschied:

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Die weiteren Waben enthielten dann weniger Futter – mindestens aber alle so viel wie diese hier (geschätzt hatten sie zwischen einem Viertel bis einem Drittel pro Rähmchen Vorräte).

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Ein sehr kleines Brutnest umgeben von Stiften war auch zu sehen:

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Am Bildschirm habe ich dann noch die Königin (Mitte, unten) entdeckt.

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Das Fazit:

Königin: ✓

Stifte: ✓

verdeckelte Brut: ✓

Vorräte: nicht mehr so ganz üppig!

 

Ein beidseitig gefülltes Rähmchen enthält ca. 3,5 kg Honig. Wenn ich jetzt mal eher konservativ schätze (alle Rähmchen nur mit 1/4 gerechnet)  hätten sie aber immerhin noch gute 7 kg Vorräte.  Das müsste theoretisch noch reichen. Probleme könnte es meiner Meinung nach aber noch geben, wenn es für längere Zeit nochmal richtig kalt würde, denn dann würden die Bienen wieder eine Traube bilden und es könnte zum „Futterabriss“ kommen, weil die Vorräte auf alle Waben verteilt und nur noch am oberen Rand sind.

Die Situation bei Volk Blau stellt sich etwas anders dar – und das im positiven Sinn! Die haben noch richtig viel Futter (im Notfall könnte man da für die Nachbarn auch ein Rähmchen mopsen). Brutnest ist auch vorhanden, in der Mitte schön zu sehen, dass die Brut schon geschlüpft ist:

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Hier habe ich noch schneller kontrolliert, bis auf dieses die Rähmchen nur kurz angehoben und für schwer befunden. 🙂 Aber just auf diesem war Königin Diana I. sofort vor Ort zu sehen:

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Wie aber schon tags zuvor konnte ich eindeutig sehen, dass dieses Volk eher wenig Wert auf Hausputz legt – es lagen viele tote Bienen in der Beute und auch hier auf dem Rähmchen… Und das, obwohl sie um einiges mehr Arbeiterinnen haben! Die Grünen tragen ihre Toten auch richtig weit aus der Beute raus, während die Grünen es schon mal dabei belassen, die Leichen einfach vors Flugloch zu werfen.

Alles in allem bin ich jetzt doch sehr beruhigt und auch sehr, sehr glücklich, dass es beide Völker soweit erst mal über den Winter geschafft haben und die Aussichten für einen erfolgreichen Start ins Frühjahr ganz gut sind.

Was mich jetzt noch stutzig macht: Wo bleiben unsere Zwiebelpflanzen im Garten??? Wir hatten ohnehin schon relativ viele und haben letzten Herbst nochmal gute 1200 Zwiebeln im Garten und auch etliche auf der Garage nachgelegt,  (davon auch etliche Schneeglöckchen, Winterlinge und Krokusse). Aber außer ein paar Schneeglöckchen ist noch gar nichts zu sehen – auch keine Triebe – aber es war halt auch mal wieder ein ordentlicher Winter gewesen! Mmmhhh, da muss ich morgen noch mal ein wenig gründlicher schauen. 😉