Tag Archive: Schwarm


… wird vorweggenommen!

Warten auf einen Schwarmabgang kann ja durchaus seine schönen Momente haben:

Spaß beiseite, ich glaube unser Garten war noch nie so ordentlich wie zur Zeit, weil ich nur noch draußen am Arbeiten war, um ja keinen Schwarm zu verpassen…

Am Freitag konnte ich wie erwartet endlich die erste verdeckelte Weiselzelle bei den Grünen feststellen.

 

Aber dann: Kein Schwarm am Freitag (Wetter echt schön, besser als vorhergesagt und immer noch kein Regen), kein Schwarm am Samstag (den ganzen Tag kein Wölkchen am Himmel, ein wenig Wind), kein Schwarm am Sonntag (herrliches Wetter, leichter Wind, aber abends kräftige Gewitter)! Wegen der Urlaubsplanung des Schwarmempfängers drängte nun langsam die Zeit… Also hieß nun die neue Devise Schwarmvorwegnahme, und zwar heute, weil für die nächsten Tage viel Regenwetter angesagt ist. Während es ringsum schon wieder donnerte, sah ich zuerst kurz die Blauen durch, aber immer noch das gleiche Bild, viel Honig, keine Schwarmlaune. Aber die waren ja sowas von friedlich und ruhig trotz des Donnergrollens, es war eine wahre Freude!

Gemeinsam mit Markus ging es dann an die Durchsicht des grünen Volks mit Ziel „Königin finden und dingfest machen“. Leichter gesagt als getan! Wir brauchten fast eine geschlagene Stunde, um das inzwischen recht große Volk einmal von hinten nach vorne komplett abzusuchen. Königin haben wir dabei keine gefunden. Es wird viel Honig eingelagert, es nur noch sehr wenig frische Brut vorhanden – und die bereits verdeckelte Weiselzelle war offen und leer, wie auch die umliegenden auf der gleichen Wabe! In einer waren noch Reste des Futtersafts zu erkennen, aber keine Made darin.

Leider ist auf dem Foto gerade eine Arbeiterin vor die Weiselzelle gelaufen…

Sie haben also den Schwarmvorgang mit diesen Zellen irgendwie abgebrochen – denn geschlüpft konnte da noch nichts sein. Ich hatte bei der Kontrolle am Freitag die Beute auch nur ganz kurz offen gehabt, die Waben sehr vorsichtig bewegt, und es war warm gewesen. Ich hoffe ich habe sie nicht zu oft gestört und damit den Abbruch ausgelöst…

Auf jeden Fall waren auf den anderen Rähmchen noch Weiselzellen in allen möglichen Stadien zu sehen (mit Ei, mit dicker Made und verdeckelt), so dass wir den Schwarm trotzdem vorwegnehmen konnten.

Nur war leider die Königin war auf keinem der 17 Rähmchen zu finden – obwohl wir sie gemeinsam und somit gleichzeitig von beiden Seiten gründlich abgesucht hatten. Da das Wetter hielt suchten wir die Rähmchen dann noch ein zweites Mal ab, dieses Mal vom Flugloch zum Schied. Es war zum wahnsinnig werden! Ein Gewusel aus Arbeiterinnen und sehr vielen Drohnen – keine Königin! Und dann konnte ich sie im allerletzten Moment auf der vorletzten Wabe (!) doch noch entdecken, also weit weg von frischer Brut oder dem eigentlichen Brutnest (aber dessen Lage sehen die Grünen eh nicht so streng…).

Markus konnte sie dann schnell mit dem Clip einfangen (das wollte ich jetzt nicht noch vermasseln, und Markus hatte cleverer Weise schon mit Drohnen geübt!):

(Sorry für die sehr mäßigen Bilder heute – ich war ein wenig aufgeregt und in Eile und habe mit dem Handy leider immer nur ein Bild geschossen, ohne zu kontrollieren, ob man auch das sieht was man sehen soll – in diesem Fall die Königin… Grrr!)

Dann wurden noch von mehreren Waben die Bienen mit Hilfe des Trichters in die Schwarmkiste abgestossen bzw. abgefegt (wenn Weiselzellen auf der Wabe waren), und zuletzt die Königin in die Schwarmkiste dazugegeben.

Und dann war allerseits die Erleichterung recht groß, dass es jetzt doch noch geklappt hat mit unserer ersten Schwarmvorwegnahme. Einen Naturschwarm fangen finde ich dann doch irgendwie vergleichsweise einfach 😉

Ich wünsche Markus viel Freude an Louisa I. und ihrem Gefolge. Wer weiß, vielleicht werden „unsere“ Bienen ja jetzt noch berühmt – denn sie werden nun das erste Volk auf dem Werksgelände von BMW in München! Go, Team Mini!!!

Mord unter Schwestern

Am frühen Freitag Nachmittag wollte ich ein wenig Licht ins Dunkel bringen, was die Lage in der gelben Kiste betrifft. Und tatsächlich gelang das – wenn auch mit einem „grausigen Fund“! Ich bin gar nicht bis zum Öffnen der Beute gekommen, da stach mir schon eine ungewöhnliche „Leiche“ am Boden vor dem Flugloch ins Auge… Vermutlich von Ameisen schon ausgehöhlt, aber aufgrund der hellbraunen Beine doch noch ganz gut zu erkennen – eine tote Königin vor den Toren!

Nun war ich wirklich gespannt, was da drinnen los war!

Zunächst einmal war auf den ersten Blick vergleichsweise nicht mehr viel los – nach dem Schwärmen ist die Masse der Bienen deutlich reduziert. Im Verhältnis waren relativ viele Drohnen unterwegs, und mit Hilfe der Taschenlampe konnte ich dann im grellen Sonnenlicht das hier finden:

 

Die Aufnahme mit dem Handy ist vergleichsweise grottenschlecht und ich habe auch mehr oder weniger im Blindflug geknipst, aber ich denke man kann sie erkennen: Stifte! Da die maximal 3 Tage alt sein können, und der Probeschwarm mit Verdacht auf Verlust der Königin am letzten Sonntag war, konnte ich sofort ausschließen, dass Diana I. einem Vogel zum Opfer gefallen war! Sie hatte nämlich auf jeden Fall nach dem Sonntag noch Eier gelegt. Das freute mich wirklich sehr! Also war der Schwarm am Vortag ein ganz regulärer Vorschwarm mit der Altkönigin gewesen! Das hieß für uns, hurra, es werden heuer vier Völker! (Sorry, Schatz!)

Um weiteres Abschwärmen von eventuellen Nachschwärmen zu verhindern, musste ich nun die Weiselzellen suchen, und alle bis auf eine (oder vielleicht sicherheitshalber zwei?) schöne entfernen.

Doch jemand war mit zuvor gekommen! Auf der fluglochfernen Seite konnte ich gleich auf der vorletzten Wabe eine geschlosssene Weiselzelle finden. Aber danach bot sich ein eher makaberes Bild:

Ganz schön viele geöffnete Weiselzellen – ohne Inhalt! Die erstgeborene Prinzessin hatte also bereits (fast) alle ihre Schwestern getötet! (die restlichen 2 habe ich dann entfernt und tiefgefroren, da bekommt dann unser letzter Überwinterungsigel Gremlin einen königlichen Snack…) Ich deute die Anzeichen so, dass die neue Königin in der Beute bleiben möchte und kein Nachschwarm mehr ansteht.

Die neue Königin selbst konnte ich nicht entdecken, eventuell war sie ja gerade auf Hochzeitsflug… Ein passender Name ist uns dann am Abend beim Mexikaner vor dem Kino eingefallen – aber vor der Taufe muss sie sich ja erst noch zeigen und mit der Eiablage beginnen!

 

Ok, mein Erfahrungsschatz ist jetzt noch nicht so groß – aber der Schwarm von vorgestern war mit Abstand der bravste und ruhigste, den ich je in den Händen hatte. Bereits während der „Kellerhaft“ war kaum ein Mucks zu hören, aber auch als ich ihn an seinen neuen Platz auf dem Balkon brachte, waren die Bienen sehr friedlich und leise… Freitag Abend war das Wetter für den Einzug in Ordnung, weshalb ich mich ein wenig früher von Juniors Punktspiel abseilte um das Volk in sein neues Zuhause Laufen zu lassen.

Dazu musste die Box noch einmal von ihrem eigentlichen Standort verstellt werden, da ich ja schlecht eine Rampe in der Luft schweben lassen konnte. Ich stellte sie auf ein kleines Hockerchen ans andere Ende des Balkons und baute eine Rampe aus einem großen Schalbrett und einer weißen Tischdecke darauf. In letzter Minute dachte ich noch schnell ans Wiegen – 2,3kg brachte der Schwarm zusammen. Nicht klein, aber auch nicht riesig…

Auf jeden Fall waren sie selbst nach dem Abstoßen auf die Rampe immer noch total ruhig – es flogen keine zwei Dutzend Bienen auf, und ich habe sie kaum mit Wasser benetzt…

Das kannte ich von den anderen Schwärmen doch etwas anders. Es war ein faszinierender Anblick, wie die Bienenmasse erst einmal auseinander floss, bevor dann die ersten das Flugloch entdeckten, und sich der ganze Tross in Bewegung setzte:

 

Weil das ganze Volk so ruhig und gelassen war, konnte ich auch zum ersten Mal überhaupt die Königin (Diana I.) beim Einlaufen beobachten – sie ist aber auch wirklich prächtig, oder?

Gegen Ende des Einzuges war dann schon ein wenig Stau am Flugloch:

Während Tobi und ich dann beim Mexikaner und im Kino waren, spazierte der Rest fast vollständig in die Beute. Kurz nach Mitternacht habe ich dann die restlichen Bienen ein wenig angeschoben, den Fluglochkeil eingesetzt und die Beute an ihren designierten Platz gehoben. Vom Bett aus war noch ein klein wenig Summen zu hören… 🙂 Samstag Morgen begannen die Bienen dann schon trotz Bewölkung um kurz nach sechs Uhr mit dem Einfliegen, und haben es bis zum späten Nachmittag noch nicht eingestellt – sehr fleißig!

Leider herrschte den ganzen Tag ein böiger Wind, so dass das grüne Volk trotz Sonnenschein am Mittag nicht Schwärmen wollte… Mist, morgen habe ich Tennispunktspiel! Naja, bei gutem Timing schaffe ich es zwischen Einzel und Doppel! 😉

Nachher stelle ich ihnen noch etwas Futter hinein, ich denke sie haben ihre neue Bleibe akzeptiert und werden nicht mehr ausziehen…

 

 

 

 

Was für ein aufregender Tag! Nachdem gestern schon die Klasse unserer Tochter bei unseren Bienen zu Besuch war, folgte heute die Parallelklasse. Es hat mir wieder sehr viel Freude bereitet, den Kindern die Bienen etwas näher zu bringen. Ein toller Nebeneffekt der Besuche ist, dass ich auch jedes Mal wieder etwas dazu lerne, denn die Kinder finden immer eine Frage, die ich nicht beantworten kann. Gestern war es die Frage, wie viele Bienenarten es weltweit insgesamt gibt. Ich hatte nicht den Hauch einer Ahnung, habe aber dann nachgelesen und die Antwort an unsere Lehrerin geschickt. Je nach Literaturangabe sind es zwischen 20.000 und 25.000 Arten, davon nur 10 Honigbienenarten! In Deutschland alleine gibt es zwischen 500 und 600 Arten – noch… Eine Frage heute fand ich auch wirklich bemerkenswert: „Wissen Bienen, dass sie sterben müssen, wenn sie stechen?“. Wow – für ein Kind in der 2. Klasse eine ganz schön tiefgründige Frage, oder?

Am Bienenstand ging es beide Vormittage sehr ruhig zu, da es immer noch ziemlich kalt war. Heute hatten wir allerdings einen kleinen Unfall, denn ein Mädchen wurde ins Schulterblatt gestochen, als es wohl in unserem Rasen Handstand üben wollte… Das stand jetzt so auch nicht auf meinem Programm, kann aber nun mal passieren. Dank Eispack, Zwiebel und Trostgummibärchen konnten die Tränen jedoch gestillt werden. Ich hatte für die Kinder eine kleine Powerpointpräsentation am Fernseher mit vielen Fotos und ein klein wenig Erklärungen bzw. Text vorbereitet, wobei ich noch versucht habe, sämtliche Fragen zu beantworten, die den Kindern so einfielen – und das waren nicht wenige. Anschließend habe ich immer kleine Grüppchen von vier Kindern mit auf die Garage genommen, während die Lehrkraft und eine Praktikantin die Honigverkostung übernahmen, und die Kinder das in der Küche aufgebaute Werkzeug (alles mit Zetteln versehen, auf denen Name und Verwendung zu lesen waren) anschauen und anfassen konnten, und am Esstisch ganz viele Bienenbücher zum Schmökern lagen. Im Garten konnten sie dann noch das Insektenhotel und die Wassersammlerinnen am Teich anschauen. Ich glaube, den meisten hat es ganz gut gefallen. Ich habe mich jedenfalls sehr über das rege Interesse gefreut. Toll, wie viele Kinder auch Insektenhotels zu Hause haben! Heute konnte ich sogar noch einen Drohn auf der Garage aufsammeln, der dann zwei Stunden lang von einer warmen Kinderhand zu nächsten krabbeln durfte, was ihm bei der kühlen Luft wohl ganz gut getaugt hat…

Als dann heute das Wohnzimmerkino für knapp 30 Leute wieder abgebaut und alles Werkzeug wieder verräumt war, setzte ich mich kurz auf die Terrasse, holte mein Frühstück nach und genoß die endlich mal wieder hervorkommende Sonne. Als ich gerade noch ein „mei, wie schön warm es gleich wird“ im Kopf hatte und der Blick zur Garage rauf wanderte, wo sich munter eingeflogen wurde, da ging es auch schon los da oben. Auf einmal war am gelben Loch viel mehr los als bei den Blauen, und ich durfte das Schwärmen so richtig von der ersten Sekunde an miterleben. Es war wieder ein wundervolles Spektakel!

Los ging es mit dem wasserfallartigen Strömen aus dem Flugloch und einer lauten Wolke über der Garage:


Dann bewegte sich die Wolke gemächlich in Richtung Südost auf direktem Weg in den Nachbargarten (während ich auf indirektem Weg außen herum zu Nachbars Gartentürchen und Klingel wetzte.

Keiner da, Gartentürchen zu, also wieder zurück in unseren Garten und über den Zaun… Da wennst ned sportlich bist!

Der Schwarm bog dann einmal nach links ab und konzentrierte sich um einen Nadelbaum:

 

Er ließ sich in noch recht angenehmen vier Meter Höhe nieder und es bildete sich eine Traube mit mehreren „Zipfeln“:

 

Praktischerweise kam dann genau unsere Tochter aus der Schule und eilte mir sogleich begeistert zur Hilfe!

Dank Schwarmfangsack am Teleskoprohr und einem Trichter auf der Schwarmfangkiste ging der eigentliche Schwarmfang recht flott vonstatten. Leonie half wirklich toll mit, und flitzte zwischen Leiter halten, Deckel öffnen, Bienen einsprühen nur so herum. Dass dann die Nachbarin auch noch dazu kam und sie mit Keksen eindeckte, war natürlich eine willkommene Stärkung! Ich musste doch einige Male mit dem Schwarmfangsack ran, bis ich den Großteil der Bienenmasse in der Kiste hatte. Allerdings habe ich gleich beim ersten Mal die bzw. eine Königin drin gehabt, wenn ich das Sterzeln der Arbeiterinnen an der Schwarmfangkiste richtig interpretiert habe.

Mindestens „eine“ Königin deshalb, weil immer noch die Möglichkeit besteht, dass es sich um einen Singerschwarm handelt (ein Schwarm mit einer oder mehreren Jungköniginnen, das kann auftreten, wenn die alte Königin vor dem Schwärmen verloren geht). Für mich spricht neben der Traubenform dafür, dass sich recht hartnäckig im Baum immer wieder 3 Sammelplätze abzeichneten. Und ich habe eindeutig und mehrfach ein „Tuten“ aus der Schwarmkiste gehört. Ich muss aber noch nachlesen, ob das auch Altköniginnen machen. Auf jeden Fall haben wir dann das Flugloch geöffnet und noch eine Weile zugeschaut. Zwei Stunden später habe ich dann die Kiste in unseren Garten getragen, umschwirrt von einigen Bienen, die immer noch nicht ins Loch gefunden hatten. Ich muss diese Kiste auch bei Gelegenheit mal etwas upgraden, die großen Gitteröffnungen sind zwar toll für die Belüftung, aber es sitzen schon immer Unmengen an Bienen außen dran… Da muss ich Abdeckungen basteln, die man dann abnehmen kann. Ein Flugloch musste ich auch selber rein bohren und sägen. Und der Deckel nervt mich auch…

Nach dem Tennistraining habe ich dann die letzte Bienen außen noch einzeln vor das Flugloch bugsiert, und als endlich alle drin waren, die Kiste für die Nacht in den Keller getragen. Der Schwarm war zu diesem Zeitpunkt schon ganz ruhig – nahezu lautlos!

Ich selber bin jetzt auch so richtig platt, und freue mich auf mein Bett! Denn wer weiß, morgen könnte schon der nächste Schwarm fallen – die Grünen sitzen ja auch schon in den Startlöchern!

 

 

 

 

 

 

Hurra – sie schwärmen!

… doch die Freude war kurz, denn sie kamen wieder zurück!

Nach einem gemütlichen Sonntagsfrühstück heute waren wir gerade am Tischabräumen, als von Leonie plötzlich der Schrei aus der Küche kam „Mama, die Bienen, die Bienen, sie schwärmen!!!“. Das kam doch etwas überraschend, weil ich bei der letzten Durchsicht am Montag noch keine belegten Schwarmzellen gesehen hatte. Aber es war eindeutig – eine ordentliche Wolke Bienen kreiste über der Garage.

Nicht so eindeutig war, aus welcher Beute er gekommen war – das hat mich schon etwas stutzig gemacht, weil das bislang schon immer erkennbar war. Und das Herausströmen ging sonst auch nicht so schnell wie heute…

Während unsere Männer sich dem Mathelernen widmen mussten (sehr zur Begeisterung von Sohn), sprangen wir Mädels in die Imkerausrüstung und nahmen die Verfolgung auf. Tja, und dann bekamen wir nur eine relativ unsortierte Wolke Bienen über der Straße zu sehen, die sich mal hier mal da etwas konzentrierte, aber nirgends niederließ. Inzwischen konnten wir verstärkten Verkehr am Flugloch der Gelben erkennen. Unser netter Nachbar kam gleich herüber, um uns über den Schwarmabgang zu informieren, nur um dann mit anzusehen, wie der Schwarm wieder in die gelbe Beute zurückkehrte. Fehlalarm!

Erst waren es nur ein paar, dann wurden es immer mehr…

… die wieder nach Hause wollten!

Wir hoffen nun, dass es nur ein Probeschwarm war (was bislang aber noch kein Volk hier gemacht hat…). Nicht so schön wäre es, wenn einer der Grünfinken, die gleich nach unserem Entdecken des Schwarms durch die Wolke geschossen waren, die Königin erwischt hätte! Das wäre jetzt wirklich garstig. Heute Nachmittag habe ich mit Tobi alle Völker durchgesehen, und bei den Gelben sogar alle Waben abfotografiert – aber weit und breit keine Spur von einer Königin zu sehen. Es waren etliche verdeckelte Weiselzellen zu sehen, aber alle noch intakt…

Hoffentlich ist mit Diana I. alles in Ordnung! Ich muss mich also letzten Montag verschaut haben, was die Belegung der Weiselzellen betrifft. Das ärgert mich ein wenig! Vorgestern kam ein neues Werkzeug an, was ich mir extra für diesen Zweck bestellt habe – ein Zahnarztspiegel!

So kann ich besser von unten in die Weiselzellen schauen. Jetzt bräuchte ich nur noch eine dritte Hand um hineinzuleuchten, und noch eine vierte, um das zu fotografieren… Da müssen dann wohl unsere Mini-Imker herhalten! (Notiz an mich selbst: nicht mit klebrigen Handschuhen an den Spiegel fassen…)

Die Wetterprognose ist sowohl für morgen als auch die nächsten Tage eher mäßig, nur noch 18°C und morgen sogar leichter Niederschlag am Vormittag – aber ich werde die Garage trotzdem nicht aus den Augen lassen. Es gibt ja genug Arbeit im Garten zu tun. 🙂

Während bei den Blauen noch keine akute Schwarmbereitschaft zus ehen war (die Schwarmzellen waren noch leer bzw. sie sahen noch leer aus…). waren bei den Grünen die ersten Weiselzellen belegt, aber noch im Rundmadenstadium und noch nicht so weit ausgebaut. Es liegen also ein paar spannende Tage vor uns! Falls ich doch mal außer Haus muss, wird die Schwarmcam mein treuer Begleiter sein! Big Sister is watching you! 🙂

P.S.: Noch ein kleiner Nachtrag: Die Grünen bauen zwar wirklich fleißig, aber neuerdings auch echt chaotisch. Hinten am Strohschied wurde komplett quer angebaut. Ich hatte extra dort ganz hinten ein Leerrähmchen eingehängt, in der Hoffnung dass dort vielleicht nur Honig eingelagert würde und zur Abwechslung mal keine Brut… Ich habe das Strohschied jetzt raus und ein glattes Holzschied rein, weil es mich nervt, dass sie da immer wieder ranbauen.  An Position 1 hatte ich auch ein Leerrähmchen gegeben, da die Erweiterung an Position 2 dauernd zu überbauten Waben Nummer 1 geführt hatte. Doch statt eines schön gerade ausgebauten neuen Randrahmens haben sie an die Beutenwand angebaut. Davon ging natürlich viel zu Bruch, was ich ihnen zum Ausschlecken in den leeren Raum gegeben habe… Die Beute steht ganz gerade, dass hatte ich letzte Woche erst nachgemessen (wobei ich etwas korrigieren mussten)… Schade um die zu Bruch gegangenen Waben! Immerhin kommt nächste Woche eine Schulklasse zu Besuch, dann haben wir ein wenig mehr „Anfassungsmaterial“…

… rückte am Mittwoch in greifbare Weite! Während unseres zweiwöchigen Urlaubs waren die Bienen sehr fleissig gewesen – was uns schon unsere Haussitter berichtet hatten. Eine Kontrolle aller drei Kisten zeigte einige verdeckelte Futterwaben:

Sogar der heuer eingezogene Schwarm in der gelben Kiste hat schon so viele Vorräte, dass wir eine Wabe entnehmen können, ohne ein ganz schlechtes Gewissen haben zu müssen:

Auch im Brutbereich waren überall noch schöne Futterkränze zu sehen, so dass wir nun das erste Mal Honig ernten konnten! Die zerstörungswütigen blauen Damen bekamen im Zuge der Kontrolle gleich noch ein neues lochloses Wachstuch, nachdem sie das Loch im alten noch vergrößert hatten.

Auch der statt des Strohschieds eingesetzte Trennschied wurde in den Ferien ganz schön zernagt.

 

Naja, nach der Honigernte ist es ihnen hoffentlich nicht mehr ganz so langweilig, wenn sie erst mal mit der Wabenreparatur und dem Neubefüllen beschäftigt sein werden.

Nach der Kontrolle wurde ich noch zu einem Schwarm in den Nachbarort gerufen, das Balkonvolk meines Imkerkollegen Frank war geschwärmt und hing recht hoch in Nachbars Apfelbaum, während Frank beruflich im Ausland unterwegs war. Dank der tatkräftigen Hilfe seines Sohnes und einer Teleskopstange mit Schwarmfangsack war das Ding aber trotz des nicht ganz idealen Sitzes um mehrere Astgabeln herum recht schnell im Kasten.

Viele sterzelnde Bienen um das Flugloch und in die Kiste hinein drängende Bienen lassen hoffen, dass die Königin schon in der Schwarmfangkiste war:

Am Donnerstag kam dann unsere gemeinsam angeschaffte neue Wabenschleuder samt Entdeckelungsgeschirr, die ich dann gleich am Donnerstag einweihen durfte.  Dazu mehr im nächsten Post!

Eigentlich hatte ich ja erwartet, dass das grüne Volk zuerst schwärmt, denn die hatten ja schon eine verdeckelte Nachschaffungszelle neben etlichen Schwarmzellen gehabt. Aber Pustekuchen! Vielleicht wollten sie doch nur umweiseln? Am Donnerstag behielt ich die Kiste genau im Auge, bis kurz vor 12 tat sich jedoch gar nichts. Als ich dann vom Laufen nach Hause kam, wieder Fehlanzeige, alles ruhig auf der Garage, und auch in der Schwarmkiste im Keller war alles schön ruhig. Die Wettervorhersage für den Nachmittag war gut, also planten wir schon mal das Einlaufen von Diana I. und ihrem Volk in die neue Einraumbeute.

Gerade als ich zum Duschen gehen wollte, kam Leonie wahnsinnig aufgeregt ins Haus geschossen: „MAMA! Da sind ganz viele Bienen im Garten!!!“. Ich dachte sie würden nun gerade losfliegen, aber wieder lag ich daneben – denn sie hingen schon, und zwar in einer Bilderbuchtraube am Holunder!

 

Was für ein Riesending!

Da ich das Gefühl hatte, dass unsere normale Schwarmkiste dafür zu klein war, musste ich schnell eine improvisieren.

Karton + Gitter + Panzertape = Schwarmfangkiste! Mit meinen zwei Schwarmfanghelfern ging es dann gleich an die Arbeit:

Etwas anfeuchten:

Ästchen abschneiden, Traube in die Kiste gleiten lassen, schnell dem Junior abnehmen, weil der Karton so schwer wurde:

Schnell zu machen!

„Äh, Markus, wir hätten da noch einen Schwarm für dich!“ 😉

Und so kam es dann auch. Irmgard I. zieht mit ihrem Volk zu unseren Freunden um. Was mich sehr freut, denn so können wir sie hin und wieder mal besuchen! 🙂 Am nächsten Tag sind die Bienen dort eingelaufen, und das Wiegen ergab ein Schwarmgewicht von stattlichen 3,5kg! Je nach Literatur wird ein Gewicht von ca. 100mg für eine Arbeiterin angegeben, das wären dann um die 35ooo Bienen!

Nach einem kurzen Intermezzo auf dem Tennisplatz bestätigte sich dann leider die Vorahnung, dass das schöne Wetter heute doch noch sein Ende finden könnte, daher wurde schnell alles vorbereitet, um den ersten Schwarm noch schnell in sein neues Zuhause einlaufen zu lassen.

Gemeinsam mit den Miniimkern ging es auch gleich los:

Hui, sind das viele!

Sie sind gleich zügig losmarschiert und haben auch prompt das Flugloch verstopft und schwappten nach unten über den Pflasterstein:

Beeilt euch bitte!

Der Pflasterstein (eigentlich zur Fixierung des Leintuchs) entpuppte sich als schier unüberwindbares Hindernis, erst als ich ihn gedreht hatte und die Bienen etwas angeschoben hatte, machten sich auch diese Nachzügler auf den Weg nach oben.

Der Regenschauer erforderte weitere Improvisation:

Und das war dann der Endstand des Tages – den letzten war es dann zu kühl und nass um weiterzulaufen.

Das Wiegen der leeren Schwarmbox ergab ein Schwarmgewicht von genau 3 Kilogramm!

Sie hingen am nächsten Morgen immer noch so da, ein leichtes Anschieben brachte jedoch Schwung in die Truppe, und nach kurzer Zeit konnte ich das Brett dann entfernen. Ein schneller Blick auf das Wachstuch und in den leeren Raum ergab, dass die Traube schön in den Rähmchen hing und der Temperatur nach auch schon mit dem Bauen begonnen hatte. Kurze Zeit später waren die ersten Bienen beim Einfliegen zu beobachten:

Was für zwei aufregende Tage! Und toll, was für riesige Schwärme die beiden Völker hervorgebracht haben. Schön, dass nun alle drei Kisten besetzt sind! Ich bin auch schon gespannt, was die Kontrolle der Altvölker morgen ergibt. Wer weiß, vielleicht ist der zweite Schwarm ja gar nicht von uns! 😉 Spannend wird auch sein, ob die beiden neuen Königinnen erfolgreich ihre Hochzeitsflüge absolvieren können!

Schwarmalarm!

Ein Frühlingstag! Schon morgens strahlender Sonnenschein nach kalter Nacht – ich habe dann gleich mal meinen geliebten Mittwochmorgensport gecancelt, denn irgendwie war es ja absehbar, dass sich schwarmtechnisch etwas tut. Stattdessen habe ich Kuchen für die Schulveranstaltung am Nachmittag gebacken, am Insektenhotel weitergebastelt und ein wenig im Garten herumgewurschtelt – immer in Hör- oder Sichtweite der Bienen.

Um kurz vor 12 war es dann soweit – es wurde plötzlich sehr laut! Und egal wie sehr ich darauf gewartet habe, mir ist trotzdem beim Anblick der aus der blauen Beute quellenden Bienen der Puls hoch und ein dickes Grinsen ins Gesicht geschossen! 🙂

Es war ein irres Spektakel, als die Bienen wie ein Wasserfall aus dem Flugloch rauschten und eine riesige Wolke über der Garage hin und her schwirrte: (und nein, man fängt Schwärme nicht neuerdings mit dem Heli ein!) 😉

Die Wolke verschob sich dann ganz gemächlich erst zu den 5m entfernten Fichten unseres Nachbarn („bitte nicht so hoch, bitte nicht so hoch!“ und es dauerte eine ganze Weile, bis sich erste Bienengrüppchen in der danebenliegenden Thujenhecke und am Boden davor sammelten:

Es war immer noch extrem laut und sehr viele Bienen kreisten um die Hecke, weshalb ich mich echt wunderte, dass so viele Leute an der Hecke vorbeirollerten und – radelten und nichts zu bemerken schienen. Wenigstens unsere Tochter kam ganz aufgeregt ums Eck, weil sie die vielen Bienen gehört und gesehen hatte.

Der Sammelplatz in der Hecke kam mir gleich wenig ideal für mich vor, was sich dann auch bestätigte. Die Traube war eher lang gezogen und hing relativ weit in der Hecke.

Daher wollte ich dieses Mal die andere Schwarmkiste mit dem Loch für den Trichter und selbigen zum Einsatz bringen. Der Schwarm sah recht groß aus, was auch für die größere Kiste sprach, die auf beiden Seiten Lüftungsgitter besitzt. Aber kein Flugloch… Was ich aber schnell geändert habe. 😉 Von der anderen Kiste wurde kurz das kleine Flugbrettchen, das gleichzeitig als Verschluss dient, ausgeliehen. Um kurz nach eins kam dann mein Schwarmfanghelfer von der Schule, ohne den ich es tatsächlich nicht geschafft hätte, da die Traube sich etwas über meinem Kopf in der Hecke gebildet hatte.

Während ich auf der kleinen Leiter stand, um an der Hecke zu rütteln, hielt mein kleiner Mann die Kiste mitsamt dem Trichter oben drauf über Kopf – starke Leistung! Gemeinsam schafften wir es eine recht große Portion der angefeuchteten Schwarmtraube in die Box zu bekommen. Danach war natürlich erst mal der Teufel los, trotz eher großzügigem Einsatz des Wassersprühers! Die Box wurde nah an der Hecke aufgestellt, und wir konnten auch gleich erste Bienen an der Box sterzeln sehen. Und dann kam der große Nachteil dieser Schwarmkiste ans Tageslicht: die großen Gitterflächen! Denn die Arbeiterinnen können ihre Königin auch durch das Gitter riechen, und sammeln sich entsprechend lieber vor den Gittern, als durch das (von mir auch vermutlich etwas zu klein angebrachte) Flugloch in die Box zu krabbeln.

Wir stellten die Box in den Schatten, und über den ganzen Nachmittag habe ich immer wieder die sich in der Hecke sammelnden Bienen mit Wasser besprüht und in eine weitere Kiste abgeschüttelt, und diese dann vor das Flugloch geschüttet. Am späten Nachmittag habe ich dann die Sammelplätze an der Hecke mit Wasser besprüht, in das ich etwas Nelkenöl gegebenhabe. Damit soll der Duft der Königin“übertüncht“ werden, was wirklich gut geklappt hat.

Auch die von den Gittern habe ich sehr vorsichtig mit einem dünnen Brett „abgeschabt“ (natürlich ohne die Bienen zu verletzen!) und ebenfalls vor das Flugloch befördert. Zwischendrin eine kurze Pause, in der ich zu der Schulveranstaltung musste (natürlich war von meinem Rhabarber-Käsekuchen dann nichts mehr da, obwohl ich ihn gerne probiert hätte) und abends nochmal 2 Stunden Pause für Tennistraining.

Nach Einbruch der Dunkelheit saßen dann nur noch wenige vor dem Flugloch und an den Gittern. Da es nachts noch mal kalt werden sollte, wollten wir die Bienen im Keller übernachten, weshalb der Rest dann mit Hilfe von Tobi um 10 Uhr nachts noch in die zweite Schwarmkiste abgefegt und mit dem Trichter zum restlichen Schwarm hinein befördert wurden. Notiz an mich selbst: in Zukunft auch beim nächtlichen Schwarmfang Hose in die Socken! Aber es war zum Glück nur eine und der Stich oben in die Wade war auch eher nicht so wild.

Ich war heilfroh und hundemüde, als die Kiste im Keller stand, bei den Bienen wieder Ruhe einkehrte und ich endlich duschen und ins Bett konnte!

Heute morgen waren sie sehr brav und ruhig. Ich habe noch ein wenig Wasser durchs Gitter hineingesprüht und werde heute Mittag mal einen Blick ins abgeschwärmte Volk werfen. Da das Wetter heute schön bleiben soll, werden wir sie heute am späten Nachmittag in ihre Beute einlaufen lassen.

Sollte jemand zum Zuschauen kommen wollen, ihr seid herzlich eingeladen!

… muss seit gestern die neue Devise heißen. Ich habe in beiden Beuten am gestrigen Samstag eine Durchsicht gemacht. Vor allem bei den Grünen wollte ich auf Weiselzellen kontrollieren, da ja schon seit längerem Spielnäpfchen zu sehen waren. Eigentlich hatte ich bei dem schönen Wetter gestern mit einem Schwarm gerechnet – aber Fehlanzeige. Bei der Durchsicht am frühen Nachmittag ergab sich dann ein sehr interessantes, wenn auch irgendwie ungewöhnliches Bild…

Der erste Eindruck (schon am Morgen) – es sind richtig viele Bienen! Beim Ziehen der Rähmchen war endlich auch frisch eingelagerter Nektar zu sehen. 500 Meter vom Stand liegt ein großes Rapsfeld, und gleich daneben eine Wiese mit viel Löwenzahn. (Ich nehme mal an die Gelbfärbung der Waben stammt von einer dieser guten Pollenquellen). 

Die Bautätigkeit hält sich jetzt eher in Grenzen, aber ein bisschen was ist wieder dazu gekommen:

Und dann – tada! Eine Weiselzelle, die auch schon besetzt ist! Aber seltsam, mitten auf der Wabe? Normalerweise werden da nur die sogenannten Nachschaffungszellen gebaut, wenn in Notsituationen eine neue Königin produziert werden muss. Brut ist aber in allen Stadien vorhanden. Die Königin dieses Volkes, Irmgard I. ist auch erst ein Jahr alt, und ihre Legeleistung ist eigentlich auch ganz in Ordnung (siehe weiter unten).

Ein Blick ins Brutnest:

Wie man ganz gut erkennen kann, wird jede frei gewordene Zelle mit Nektar gefüllt.

Und dann kam die Wabe, bei der letztes Mal schon viele Spielnäpfchen zu sehen waren. Und was bekamen wir zu sehen? Eine komplett verdeckelte Weiselzelle!!!

Das ist ja schon alles sehr spannend. Eigentlich hätten sie ja schon schwärmen müssen, aber vielleicht haben sie auch einfach den Wetterbericht für den nächsten Tag gehört und wollten bei dem angekündigten Dauerregen nicht schwärmen. Auf jeden Fall weiß ich, wen ich die nächsten Tage weiter sehr gut im Auge behalten werde!

Beim blauen Volk war die Bienenmasse fast noch größer, es hingen schon richtige Trauben unten an den Rähmchen. Und sie haben schon sehr viel Nektar eingetragen und sind schon am Verdeckeln. Kurz kam bei mir der Verdacht auf, dass sie sich vielleicht bei den Nachbarn bedient haben könnten… 😉

Auch hier alles gelb (das ist ein frisch ausgebautes Rähmchen von diesem Jahr):


Futter & Drohnenbrut:

Und auch hier Spielnäpfchen und Weiselzellen – mindestens zwei davon auch schon mit Brut drin.

Die Kontrolle der Weiselzellen auf Inhalt ist ja schon eine knifflige Angelegenheit, zumindest, wenn man eine Imkerjacke mit dazugehörigem Hut trägt. Bei einigen Zellen ist es trotz aller Bemühungen und Verrenkungen und Taschenlampeneinsatz einfach nicht möglich zu sehen, ob etwas drin ist, oder nicht, weil immer irgendwie das Rähmchen im Weg ist… Ich muss mal schauen, wenn ich mich recht erinnere hat eines der Kinder in der Schule beim Zahnarztbesuch einen Mundspiegel bekommen – ich glaube der wandert umgehend in meine Imkerwerkzeugkiste!

Für die nächsten beiden Tage ist hier noch mal Dauerregen angekündigt, aber danach wird es bestimmt beim ersten Sonnenstrahl rund gehen! Ich habe extra schon eine Webcam mit Blick auf die Fluglöcher installiert, so dass Tobi und ich über das Handy die beiden Völker rund um die Uhr im Auge behalten. Sehr praktisch, wenn man zur Zeit so viel auf dem Tennisplatz unterwegs ist 😉

Gestern am frühen Abend kam der Schwarm dann endlich in sein neues Zuhause. Ich war den ganzen Tag ein wenig besorgt gewesen, weil die Damen in der Schwarmfangkiste im Keller echt unruhig und laut waren.

In dem Kellerraum war es relativ kühl und ruhig, das Licht schien nur durch ein kleines Fenster hinein.

Da ich echt Angst davor hatte, dass der Schwarm in der Kiste mit den zwei kleinen Gitteröffnungen verbrausen könnte, habe ich immer mal wieder ein wenig Wasser durch die Gitter hineingesprüht und am Nachmittag dann auch ein wenig festen Honig durch ein Gitter gestrichen, auf den sie sich gerade zu stürzten… Was dann letztendlich für Ruhe sorgte, war das völlige Abdunkeln des Raumes. Da es keine Jalousie gibt, habe ich einfach den Lichtschacht von außen mit Schalbrettern verbarrikadiert. Danach war Ruhe im Kasten…

Ich war dann trotzdem recht erleichtert als ich mit den Kindern die Bienen dann um halb sechs zu ihrem neuen Zuhause (und was für ein Schönes! Für die kleinen Imker wurde sogar eine Sichtscheibe an der Stirnseite angebracht…) bringen konnte…

Alles bereit:

Das Einlaufen lassen ging unter den Augen einiger großer und vieler kleiner Zuschauer ein wenig schleppend vonstatten, aber es war auch schon wieder etwas kühl, und ich habe vermutlich auch ein wenig zu großzügig den Wassersprüher benutzt (ich bin übrigens der vollverpackte 😉 Schisser rechts im Bild – wollte um jeden Preis eine dicke Hand zum Tennispunktspiel am Wochenende vermeiden).

Aber mit etwas Löffelstarthilfe ging es dann los:

Einen Teil haben wir dann noch direkt in die Beute in den offenen Teil hinter das Schied gelöffelt, weil die Damen lieber kuscheln als laufen wollten. Die Ärmsten waren vermutlich auch schon ein bisschen länger unterwegs und am Ende ihrer Kräfte. Die Königin haben wir leider nicht gesehen, und auch nur 2 oder 3 Drohnen. Aber es wurde am Eingang gesterzelt, und so hoffen wir mal das Beste.

Der frischgebackene Bienenpapa hat einen sehr souveränen Job gemacht und ist die Ruhe selbst – ebenso wie sein Nachwuchs:

Heute gegen 10 Uhr tat sich immer noch nichts, es hing immer noch ein Klumpen Bienen im Flugloch, aber als die Sonne herauskam war dann ein erstes Einfliegen zu sehen, ein paar Nachzügler marschierten die Rampe hinauf und sie haben das Futter entdeckt.

Irgendwann werden die Fluglochverstopfer schon auch noch in die Puschen kommen. 🙂

Ich glaube, dieser Schwarm hat einen guten Platz bekommen. Vielen Dank noch mal an die nette Vermittlerin!!!