Category: Bienen


Auf Kollisionskurs!

Kaum war es mal ein paar Tage sommerlich heiß hier, folgten gestern Abend recht heftige Gewitter und der von unserem Garten ersehnte Regen. Ich persönlich hätte gerne noch länger darauf verzichtet und stattdessen gegossen…

Zur Aufheiterung hier noch ein witziger Schnappschuss, der während der letzten Tage am Flugloch der Grünen entstanden ist – ein beachtlicher Crash im allgemeinen Gewusel:

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Beide Unfallparteien haben den Zusammenstoß unbeschadet überstanden. Man kann es auf dem Bild nur erahnen, aber eine der beiden Crashpilotinnen und eine weitere Sammlerin rechts am Flugloch tragen lila Pollen mit sich. Ich habe bislang noch nicht herausfinden können, von welchen Pflanzen er stammt. Es könnte Phacelia sein, ich habe aber in der Nähe noch keine gesehen. Auf jeden Fall sieht das Milkalila echt spektakulär aus. Ich versuche in den nächsten Tagen noch ein besseres Bild zu knipsen…

Blütenbesucher auf der Garage

Die Bepflanzung der Garage hat sich inzwischen recht gut entwickelt, allerdings kämpfen wir gerade mit Hitze und Trockenheit. Gestern Abend habe ich die Pflanzen einmal gründlich gießen müssen, da schon einiges am vertrocknen ist. Es sind inzwischen auch zahlreiche Insekten an den Pflanzen zu beobachten. Unsere Bienen nutzen das Angebot direkt vor ihrer Haustüre ausgiebig, aber man findet auch andere Besucher. Hier ein paar Bilder:

eine superdrollige Hummel am Oregano – leider kenne ich die Art nicht:

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unsere Damen nutzen den Beinahe-Lieferservice vor ihrer Haustüre – besonders viele sind am Oregano zu sehen:

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Besucher auf der Färberkamille:

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Nachtrag: meine Recherche hat ergeben, dass dies eine Maskenbiene sein müsste…

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Schwebfliegen mögen gerne diese gelben Blüten der Färberkamille:

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und noch eine im Detail:

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Gemeiner Bockkäfer:

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eine fleißige Hummel mit Pollen beladen:

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Kleiner Fuchs:

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Unsere grünen Bienen erweisen sich leider weiterhin als eher bauträge… Was zur Folge hat, dass es inzwischen schon wieder so aussieht und ich Bedenken habe, dass sie bald noch einmal schwärmen wollen:

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Die Waben sind ganz schön voll mit Bienen, und es war auch noch einiges an verdeckelter Brut zu erkennen – wenn man ein bisschen in die Meute gepustet hat 😉

Immerhin sind nun auch ein wenig Vorräte zu sehen – hier ein schönes Bild von fast gefüllten Zellen. Der Duft nach Wachs und Honig beim Durchsehen ist einfach nur toll!

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An einigen Rähmchen ist oben auch schon verdeckelter Honig zu erkennen. Die Bienen haben diesen schon ausreichend getrocknet und dann zur Konservierung mit einem dünnen Wachsdeckel versehen.

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Das neunte Rähmchen wurde leider bislang mehr oder weniger ignoriert. Ich bin gespannt, ob sich da noch etwas tut. Immerhin haben sie einige der anderen Rähmchen weiter nach unten ausgebaut. Was außerdem erfreulich ist: Der Putztrieb hat sich enorm gesteigert! Bislang haben sie den Beutenboden einfach seinem Schicksal überlassen, aber als ich vor ein paar Tagen die verbliebenen Kalkbrutmumien herausfegen wollte, war der Boden relativ blitzeblank geputzt und nicht eine einzige Mumie mehr zu sehen. Sogar einen Großteil der vom letzten Einschlagen übrig gebliebenen Ästchen haben sie zu Holzmehl verarbeitet 🙂 So ist’s brav!

 

Imkertaufe :)

So, gestern ist es endlich geschehen – ich habe mir meinen ersten Stich eingefangen!

Geschehen ist es bei gestern nachmittag, als ich mit Jamie das blaue Volk durchgesehen habe. Da ich die Königin schon länger nicht mehr gesehen habe, wollten wir gemeinsam danach suchen. Sie hat sich aber wieder sehr gut versteckt, denn die Suche war erfolglos. Stifte waren aber zu sehen, also scheint noch alles in Ordnung zu sein…

Die erste Wabe war an einer kleinen Stelle an die Beutenwand angebaut worden. Nachdem ich die Wabe vorsichtig gezogen und im Ständer geparkt hatte, griff ich nach dem Stockmeißel, um das kleine Wabenstück von der Beutenwand zu kratzen. Tja, leider habe ich nicht genau hingesehen, und die Biene übersehen, die wohl am Stockmeißel saß. Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, und bin entsprechend erschrocken, als es mir plötzlich heiß in den Daumen fuhr. Ich habe dann ganz schnell den Stachel weggekratzt, und habe meinen Daumen ein paar Mal mit dem Bite Away Stift „geblitzdingst“. Der Schmerz ließ daraufhin relativ schnell nach, und ich konnte die restlichen Rähmchen durchsehen und ein wenig fotografieren. Ärgerlich, dass eine Biene für meine Unaufmerksamkeit mit dem Leben bezahlen musste 😦

Am Abend sah der Daumen so aus:

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Ich war überrascht, wie gut unser Sohn beim Durchsehen schon die Waben beurteilen kann. Auf den ersten Blick bemerkten wir beide, dass die Anzahl der Bienen schon deutlich zurückgegangen ist. Einerseits waren um diese Uhrzeit sicherlich die meisten Sammlerinnen unterwegs, andererseits wurde der Schwarm am 13. Juni einlogiert, und viele der ursprünglichen Arbeiterinnen nähern sich nun ihrem Lebensende. Auf jeden Fall haben sie in dieser Zeit für ihr Volk sehr gut gearbeitet, denn es sind schon stattliche Honigvorräte angelegt worden:

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Hier könnte es sein, dass sich Königin Diana zumindest vor der Kamera nicht erfolgreich verstecken konnte. Leichts rechts von der Mitte könnte man eine Königin hineininterpretieren. Sicher bin ich mir da aber nicht, denn eigentlich ist sie ja schon eher von der stattlichen Sorte…

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Hier ein kleines Pollenlager:

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Hier kann man schön die Zonierung mit dem Brutnest in der Mitte und dem Honigkranz außen erkennen:

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Eine kleine Kuriosität 🙂

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Beim Nickerchen erwischt!

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Hier ein Bereich mit frischen Stiften:

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Und weil ich die so schön finde, noch ein Bild von einem Pollenlager. Ich finde die unterschiedlichen Farben total faszinierend!

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Und zum Schluss noch als kleine Erinnerung für mich  ein Bild von meinem Daumen – 24 Stunden nach dem Stich. Er tut nicht weh, ist aber über Nacht bis runter zum Ballen schon noch ein wenig dicker geworden und lässt sich nur noch beschränkt beugen. Tennis hat heute morgen auch eher begrenzt Spaß gemacht 😉

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Statusbericht

In den letzten beiden Tagen habe ich in den beiden Beuten jeweils eine Durchsicht gemacht. Folgende Bilder haben sich dabei ergeben:

Blaue Beute:

Beim Verschieben des Strohschiedes war zu erkennen, dass das Wabenwerk an das Strohschied gebaut wurde. Das ist natürlich eher ungut, daher habe ich die zunächst Schied und Wabe getrennt, und danach die Wachsreste vom Strohschied vorsichtig entfernt. Das war ein wenig kniffelig, weil das frische Wabenwerk ja noch sehr zart und relativ wenig am Oberträger befestigt ist. Ich versuche es in Zukunft mal mit etwas mehr Abstand zwischen Schied und dem letzten Rähmchen. Falls das auch nichts nützt, kommt über den Sommer und Herbst erst mal das glatte Standard-Trennschied rein.

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Ansonsten bin ich mit der Entwicklung recht zufrieden. Sie haben sehr fleissig gebaut, sehr viel Honig eingetragen (oben ist er auch schon verdeckelt) und inzwischen auch ein Brutnest angelegt. Die erste Brut ist auch schon verdeckelt (in der Mitte der Wabe zu sehen).

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Auch auf dieser Wabe in der Mitte verdeckelte Arbeiterinnenbrut, darunter offene Brut, ganz oben verdeckelter Honig…

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Da bis auf No. 8 alle Rähmchen annähernd gleich weit ausgebaut sind, haben ich ihnen ein neuntes zum Weiterbau gegeben. In die Waben von Rähmchen No. 1 und 2 sind überwiegend Honig und Pollen eingelagert – beeindruckend, wie schwer dann so ein Rähmchen wird!

Königin Diana habe ich nicht gesehen (aber auch nicht lange gesucht, weil Stifte sichtbar waren).

Ich finde den Wabenbau in dieser Beute deutlich geordneter als bei den Kolleginnen aus Grün – sie bauen interessanter Weise auch seitlich viel mehr an, wodurch die ganze Geschichte stabiler und einfacher zu handeln ist.

So weit, so gut 🙂

 

Nun zu Königin Walburga und den grünen Bienen:

Zunächst einmal – sie sind noch da! 🙂 Diese Tatsache ist ja schon mal sehr erfreulich… Wie man auf dem Bild sehen kann, ist ein Großteil der Wabe voll mit verdeckelter Arbeiterinnenbrut. Unten wurde seit dem erneuten Einzug einiges an frischem Wabenwerk ergänzt und freundlicherweise an einer Stelle links unten seitlich angebaut. Die Waben sehen fast alle so aus – es ist also nicht gerade viel Futter vorrätig! Da aber gerade die Linden in der Nachbarschaft zu blühen beginnen, mache ich mir noch keine akuten Sorgen.

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Dort, wo die Brut bereits geschlüpft war, waren Eier (=Stifte) zu erkennen. Das sind diese winzig kleinen weißen Gebilde mittig am Grund der Zellen:

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Hier ist Königin Walburga I. bei der Eiablage (=Stiften) zu sehen:

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Und hier noch mal der entscheidenden Bildausschnitt vergrößert: (links unterhalb der Königin kann man Rundmaden in verschiedenen Entwicklungsstadien sehen)

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Der Wabenbau geht in dieser Beute weiter etwas schleppend voran, so dass die Waben relativ voll mit Bienen sind. Inzwischen sitzt auch dieses Volk auf 9 Rähmchen, davon eines ganz frisch hinzugefügt. Ich hoffe sie geben noch einmal ein wenig mehr Gas beim Bauen, sonst wird es bald (wieder) zu eng…

 

Von Bienen und Blumen II

Wie angedroht, hier noch ein paar weitere Bilder von Bienen und Blumen aus dem Garten. Ein paar andere Insekten könnten sich auch eingeschmuggelt haben 😉

Eine Topfpflanze auf der Terrasse erfreut sich extremer Beliebtheit bei unseren Bienen – man kann schön beobachten, wie sie voll beladen die 10m in ihre Beuten zurückfliegen. Der Flanellstrauch (Fremontodendron californicum) blüht sehr schön in knalligem Gelb, und scheint ein guter Lieferant für Pollen und Nektar zu sein:

Diese Biene war so freundlich sehr lange vor der Blüte zu schweben, so dass ich sie im Flug fotografieren konnte 🙂

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Hier „zuzelt“ jemand den Nektar vom Grund der Blüte:

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Die ersten Blüten vom Lavendel öffnen sich endlich! Diese kleine Hummel ist der erste Besucher, den ich gestern beobachten konnte:

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Heute mittag herrschte richtiges Gedränge am Flanellstrauch:

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Mit Pollen schwer beladen:

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Davon haben wir heuer Unmengen im Garten! Eine Marienkäferlarve auf der Such nach Beute (von der es übrigens leider auch reichtlich gibt…):

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Hier kann man sogar die Krallen ein wenig erkennen:

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Eine Erdhummel besucht die Salbeiblüten:

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Noch einmal ein Bild von einer Biene am Glockenblumengestrüpp – hier können sie bequem von Blüte zu Blüte krabbeln 🙂

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Das sieht anstrengend aus!

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Biene am Lavendel:

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Von Bienen und Blumen I

Vor kurzem habe ich eine kleine Runde durch den Garten mit der Knipse in der Hand gedreht. Leider war es trotz des herrlich sonnigen Wetters ein wenig windig – wie eigentlich immer, sobald ich das Makro an die Kamera schraube…

Die letzten Brombeerblüten werden gut besucht:

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Endlich weiß ich, woher die vielen Pollensammlerinnen mit dem orangen Pollen kommen – von unserer Rambler-Rose Ghislaine de Feligonde 🙂

 

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Auch von Hummeln sehr gerne angesteuert! Bei den nicht ganz geöffneten Blüten werden sie ganz schön laut, um ins Innere zu gelangen  🙂

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beim „Nektarzuzeln“ an der Glockenblume:

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Die Kornblumen auf dem Blühstreifen an der Straße sind sehr beliebt – schade nur dass die Bienen ständig von den vorbeifahrenden Kieslastern und Betonmischern von den Blüten geweht werden 😦

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Schwer mit schwarzem Pollen bepackte Hummel (ebenfalls auf dem Blühstreifen) – hauptsächlich in den frühen Vormittagsstunden besucht. Vermutlich ist danach einfach schon der Pollen abgegriffen…

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Weitere Bilder folgen in den nächsten Tagen.

P.S.: Das Volk in der grünen Beute scheint bleiben zu wollen – heute kein erneuter Exodus, dafür sehr eifriger Polleneintrag 🙂

Und weiter geht der Irrsinn :)

Heute morgen habe ich unser Töchterchen bei herrlichstem Sommerwetter zum Kindergarten gejoggt. Kaum zurück sah ich beim obligatorischen viertelstündlichen Blick auf die Garage eine gewaltige Bienenwolke – ein Schwarm!!! Ich bin natürlich gleich raus gewetzt und habe verfolgt, wie er sich beim Nachbarn keine 30 Meter weiter in eine Konifere nieder gelassen hat. Der Blick in die grüne Beute ergab das traurige Bild, dass unsere Königin mit einem Großteil ihrer Arbeiterinnen ausgeflogen war! So ein Mist! Zurück blieben jede Menge verdeckelter Brutzellen und nur sehr, sehr wenige Arbeiterinnen zur Betreuung… Ich suchte alles nach einer neuen Königin ab, vergeblich. Dafür fand ich 2 Weiselzellen, eine davon geöffnet und leer.

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Die hatte ich gestern bei dem Gewusel glatt übersehen – weil ich ehrlich gesagt auch gar nicht danach Ausschau gehalten habe. Und zwei Wochen lang war die Kiste ja auch wegen des kalten, nassen Wetters nicht geöffnet worden…

Eigentlich hätte ich ja bei meiner Mama heute die Küche fliesen sollen, aber so verbrachte ich den halben Vormittag mit Schwarmfang 🙂 Das einzig wunderbare an der ganzen Geschichte war dann der Schwarm:

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Etwa 40 Minuten nach dem Auszug hing er kompakt und in Brusthöhe – hervorragend. Mein erster Schwarmfang ging entsprechend leicht und schnell über die Bühne. Den Großteil der Bienen fiel gleich in die Schwarmfangkiste, der Rest zog recht schnell ein. Da die Bienen stark sterzelten, ging ich davon aus, dass die flüchtige Walburga sich auch in der Kiste befand.

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Nach einem kurzen Telefonat mit meinem Telefonjoker Frank bereitete ich alles vor, um den Schwarm wieder in seine Behausung zurück zu befördern, da die mühsam angelegte Brut ohne ausreichend Arbeiterinnen dem Untergang geweiht wäre.

Zunächst suchte ich nochmals die Rähmchen beim Zur-Seite-Schieben in Richtung leerer Raum gründlichst nach einer neuen Königin ab – immer noch Fehlanzeige. Und bei den wenigen verbliebenen Bienen bin ich mir zu 100% sicher, dass ich sie gesehen hätte. Eventuell befand sie sich bereits auf Hochzeitsflug. Schweren Herzens entfernte ich die verbliebene noch geschlossene Weiselzelle. Tja, und dann schlug ich den gefangenen Schwarm umgehend wieder in sein Zuhause ein. Bereits während ich die Rähmchen vorsichtig wieder an ihren Platz schob, wanderten der Schwarm wieder zurück in die Wabengassen. Am Flugloch und auf den Rähmchen sterzelten sehr viele Arbeiterinnen, die aber dann bald in die Beute hinein krabbelten.

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Da für heute Temperaturen gut über 30°C erwartet wurden, stellte ich ihnen noch einen Eimer mit Heu und Aufstiegshilfen in den leeren Raum und schattierte die ganze Beute mit einem großen Sonnenschirm. Zunächst hatte ich vor gehabt, wie mit Frank gemeinsam überlegt, das Flugloch mit einem Gitter zu verschließen und die Lüftungsluke zu öffnen, damit sie auch erst mal drin bleiben müssten. Ich habe das Flugloch aber dann doch offen gelassen, da ein reger Polleneintrag durch die verbliebenen Arbeiterinnen zu beobachten war und ich auch echt Angst hatte, dass das Volk in Panik verbrausen könnte… Ich selbst war erstmal beruhigt aber klatschnass geschwitzt – so eine Imkerbluse lässt leider recht wenig Luft durch 😉 Und ein klein wenig aufregend war es ja schon auch 🙂

Für eine Stunden musste ich dann kurz zu meiner Mama, währenddessen hatte aber der direkte Nachbar für mich ein Auge auf die Kiste. Als ich kurz nach 12 zurück kam, war alles relativ ruhig, und es die Sammlerinnen flogen wie gewohnt.

Jetzt werde ich den ganzen Nachmittag und Abend immer wieder nachsehen, ob alles ruhig bleibt. Morgen vormittag wird es dann vermutlich nochmal spannend, ob sie endgültig bleiben, oder noch einmal schwärmen. Ich hoffe nicht!

Unser gestriger Eindruck, dass es schlagartig voll in der Beute geworden war, war also durchaus richtig. Ich habe heute ein weiteres Rähmchen hinzugefügt. Wobei ich ehrlich gesagt nicht glaube, dass es am Volumenmangel lag, dass sie geschwärmt sind. Es war vermutlich eher Platzmangel, weil der Wabenbau mit der Bevölkerungsexplosion nicht mitgehalten hat. Platz zum Wabenbau hätten sie ja noch gehabt.

Es bleibt nach wie vor sehr spannend in dieser Beute. Ich hoffe ich kann von meinen Fehlern lernen, und in Zukunft solche unnötigen Aufregungen vermeiden 😉 Im Nachhinein betrachtet war gestern spät abends, als es schon komplett dunkel war, noch ungewöhnlich viel Verkehr am Flugloch und in der Beute (durch die Wartungsklappe) zu beobachten. Das hätte mir ein wenig spanisch vorkommen sollen. Und die Weiselzellen hätte ich auch nicht übersehen dürfen! Aber in dem ganzen Heckmeck mit dem Wabenbruch und der Freude über die gute Entwicklung habe ich gar nicht daran gedacht, danach zu suchen…

 

Ups and Downs!

Am gestrigen Dienstag war wieder für den ganzen Tag schlechtes Wetter angesagt, daher habe ich erneut zwei kleine Kübelchen mit Futter vorbereitet. Beim Öffnen der grünen Beute kam dann ein morgendlicher Schock:

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Leider ist das Bild echt schlecht geworden, es tröpfelte gerade ein wenig und war daher recht dunkel. Unter den Waben war eine große Honigpfütze und Unmengen an verklebten Bienen zu sehen! Ich vermutete Räuberei und verkleinerte daraufhin gleich mal das Flugloch ganz panisch, nachdem ich mit einem flachen Holzstück eine Brücke über den Honigsee gelegt hatte…

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Damit die grünen Arbeiterinnen zuerst einmal die Honigpfütze aufsammelten, gab es auch kein Futter. Stattdessen stellte ich beide Rationen in die blaue Beute, da ich dort die Räuber vermutete. Schließlich war das blaue Volk so viel größer. Aber auch da herrschte trotz des regnerischen Wetters ein ganz schönes Chaos vor dem Flugloch, so dass ich mit einem Pappdeckel mit Loch auch hier erst einmal das Flugloch verkleinerte. Ich beobachtete eine Weile, ob ich Räuber identifizieren konnte. Aber es flogen weder Bienen aus der grünen in die blaue Kiste, noch umgekehrt. Am frühen Abend öffnete ich bei den Blauen auch wieder das Flugloch.

Die Aufklärung erfolgte dann heute am späten Vormittag. Von der Wartungsklappe aus konnte ich sehen, dass das grüne Volk die Honigpfütze bereits entfernt hatte. Da es heute auch schön warm und sonnig war, konnte ich die Beute ganz öffnen, um nachzusehen. Und die Räuberei entpuppte sich Gott sei Dank auch ganz schnell als Wabenbruch! Auch nicht schön, mir aber deutlich lieber als ungebetene Gäste. Ich entschuldige mich hiermit in aller Form, das blaue Volk der Räuberei verdächtigt zu haben! 😉

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Ich holte die Rähmchen einzeln der Reihe nach heraus, fegte unten die Bienen ab und entfernte das heruntergefallene Wabenwerk.

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Die Bienen hatten den Honig schon heraus geschleckt, so dass das Ganze relativ einfach und ohne Bienenverluste ablief. Leider habe ich überhaupt keine Ahnung, was der Grund für den Wabenbruch gewesen sein könnte. Eventuell habe ich beim Drohnenbrut entfernen das Wabenwerk zu stark in Mitleidenschaft gezogen. Ich konnte nicht einmal klar erkennen, wo das Stück abgerissen war, da die Damen schon zu schnell repariert hatten.

Die gute Nachricht zum Schluss: Königin Walburga hat den Unfall gut überstanden! Na, wer findet sie? (Rähmchen No. 5)

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Generell finde ich, dass das Volk in den letzten Tagen einen ordentlich Schub gemacht hat. Es sind deutlich mehr Bienen auf den Waben. Das freut mich sehr 🙂

Hier noch ein paar Bilder der verschiedenen Rähmchen. Ich hatte alle einmal schnell durch fotografiert, um dann am Bildschirm sicher gehen zu können, dass die Königin überlebt hat.

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Rähmchen No. 4:

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Rähmchen No. 1:

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So, nun hoffe ich, dass ich die nächste Zeit erst mal nur mit Fluglochgucken verbringen kann, so ganz ohne irgendwelche Aufregung 🙂

Alles gut!!!

Nach einem wunderbaren Start in den Tag auf dem Pferderücken bei herrlichem Wetter hatte ich mir für heute Vormittag als Ziel gesetzt, die Lage in der blauen Kiste zu klären. Sprich, nach Königin Diana I. zu suchen und abzuklären, ob Brut in irgendeinem Stadium vorhanden ist.

Da ich vormittags auf kein Fotografier- oder Wabenhalt-Helferlein zurückgreifen kann, musste ich mir einen Wabenhalter basteln. Der erste Entwurf tut schon mal seinen Zweck, ist aber noch ausbaufähig.

Die Bienen haben in den letzten beiden Tagen nochmals schön weiter gebaut:

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Es ist immer wieder unglaublich, was diese kleinen Tiere in so kurzer Zeit leisten!

 

Auf jeden Fall fiel mir eine gesamte Gebirgskette vom Herzen, als ich auf der dritten gezogenen Wabe unsere Hoheit entdeckte. Und Entdecken ist eigentlich das falsche Wort dafür, denn sie springt auch mir als Anfängerin total ins Auge. Diana ist nämlich ein echt gewaltig großes Exemplar!

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Hier noch einmal in der Vergrößerung:

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Das Volk war also schon mal weiselrichtig. Als nächstes musste ich noch klären, ob sie auch für Nachwuchs sorgte. Und siehe da, auf der gleichen Wabe waren nach ein bisschen Bienen wegpusten auch Stifte zu finden! Puh, war ich erleichtert! Die kleinen weißen Eier waren allerdings auf den frischen weißen Waben wirklich nur schwer zu erkennen:

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Am Bildschirm sieht man sie dann aber dank Vergrößerung hervorragend:

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Ich habe dann die restlichen Waben gar nicht mehr angeschaut um das Volk nicht weiter zu stören. Es freut mich wahnsinnig, dass doch alles in Ordnung ist! Und die Wetterprognose für die nächsten Tag sieht auch mal gar nicht so schlecht aus 🙂 Hurra, alles bestens!