Tag Archive: Eiablage


In der bunten Kiste durften wir ja schon bald nach dem Schwärmen aufatmen – das Volk war ruhig, es wurde wieder gestiftet und zwar nach allen Regeln der Kunst – 1 Ei pro Zelle, mittig auf dem Zellboden. Letzten Mittwoch habe ich zum letzten Mal kontrolliert, und da ist mir die neue Königin vor die Handylinse spaziert! Wie schon fast vermutet ist sie ziemlich hell! Voilá, wir präsentieren die neue Königin aus dem bunten Hause – Aurea I.!

Ich bin gespannt, ob ihre Nachkommen noch einen höheren Anteil an sehr gelben Bienen haben – die jetzigen „Gelblinge“ wurden ja noch von ihrer Mutter Nova gelegt. Es ist schon interessant zu beobachten, dass die Väter wohl auch einen sehr großen Einfluss auf das Aussehen der Königinnen haben – Aureas Großmutter hieß zurecht Nera I. – sie war komplett dunkel! Zwei Generationen später ist nun „gackerlgelb“ angesagt. Da ich sie ja wirklich alle schön finde, und keinerlei Wert auf irgendwelche Rassen oder Reinzuchten lege, freue ich mich einfach nur über das Außergewöhnliche an dieser Königin – auf jeden Fall fällt sie einem bei der Durchsicht schnell auf! 🙂

Und heute habe ich mal ganz vorsichtig in die blaue Kiste geschaut, und auch dort wurde ich fündig – zuerst einen kleinen Bereich mit frischen Stifte (auch wieder so gelegt, wie es sich gehört) und dann ist die neue Königin durchs Bild gehuscht:

Sie hat schon eine gewisse Ähnlichkeit mit ihrer benachbarten Königin aus der gelben Kiste (Vespa I.) – kein Wunder, denn Vespas Mutter ist gleichzeitig auch Bellas Großmutter – Diana I., die wir seinerzeit aus dem schönen Allgäu geholt hatten.

Schön, dass der Hochzeitsflug nun doch zwei Mal so gut geklappt hat und ich mir erst Mal keine weiteren Sorgen machen muss!

 

Hallo liebe Montessorischulkinder, -eltern und -pädagog(inn)en!

Ich hoffe Ihr genießt alle die Ferien! Weil so viele von Euch mit unseren Bienen und ihrer spannenden  Entwicklung wirklich mitfiebern, hier die kurze aber positive Nachricht:

Es gibt endlich Nachwuchs beim Volk Monte II – Königin Nova I. hat mit der Eiablage begonnen. Mir fiel ein ganzes Gebirge vom Herzen, als ich gestern Mittag die Königin und die ersten Stifte gefunden habe. Ist sie nicht ein Prachtstück?

Es sind auch wirlkich viele helle Bienen im Volk – wie inzwischen im Muttervolk in meiner bunten Kiste!

Hier habe ich sie gerade bei der Eiablage erwischt – mit dem langen Hinterteil kann sie das Ei genau in der Mitte am Boden der Zelle ablegen:


Bevor sie das tut, kontrolliert sie, ob die Zelle leer ist: (auf dem Bild kann man mit guten Augen und etwas Glück auch ein Ei finden!)

Hier die Auflösung:

Und hier noch ein kleines Video, wo man unsere wunderschöne Weisel über die Waben stolzieren sehen kann:

Jetzt müsst Ihr bitte noch aus der Ferne die Daumen drücken, ich fahren gleich zu den Bienen – hoffentlich hat unsere Beute das Riesenunwetter von gestern Abend gut überstanden! Da heute noch einmal eines kommen soll, werde ich sie sicherheitshalber festgurten… Euch allen noch wunderschöne restliche Ferien!

Um nicht immer nur von den Problemen zu schreiben, hier kurz zwei sehr positive Erlebnisse!

Gestern war es „leider“ nichts mit einem geruhsamen Nachmittag und „das schöne Wetter genießen“ – ich saß gerade im Schatten am Tennisplatz, eisschleckend unseren Kindern zuschauend, da kam eine Nachricht von „meiner“ Montessoripädagogin „Sanne“, die soeben die Nachricht von ihrer Tochter erhalten hatte, dass sich in ihrem Garten gerade ein Bienenschwarm niederließe!

Was für ein unglaublicher Zufall! Natürlich radelte ich sofort nach Hause, packte meine Schwarmfang-Siebensachen (die ich vor wenigen Stunden aus dem Auto geräumt hatte, und ab ging es in den Nachbarort!

Dort fand ich dann einen schönen kompakten Schwarm im sehr idyllischen Garten vor – kein Wunder, dass sie sich diesen Platz ausgesucht hatten! Er hing in guten 4 Metern Höhe in einem Baum um einen dicken Aststumpf herum:

Mit einer kleinen Leiter und dem Teleskop-Schwarmfangsack kam man ganz gut ran. Und ich habe sage und schreibe nur zwei Mal „keschern“ müssen!!! Neuer Rekord!!! Die verbliebene Traube oben löste sich ganz eigenständig auf und flog zur Schwarmfangkiste. Das nenne ich mal eine lobenswerte Mitarbeit!

Der Schwarm war irgendwie besonders brav, im Vergleich zu den letzten flogen auch viel weniger Bienen hektisch herum oder krabbelten am Boden! Es war alles sehr geordnet.

Das schnelle Einziehen der restlichen Bienen war ein gutes Zeichen dafür, dass die Königin in der Kiste war. Schade, dass Sanne das nicht live miterleben konnte, weil sie so lange arbeiten musste… 😦 Aber ihre Tochter und ich haben unser Bestes versucht, sie mit Videos und Fotos am Geschehen teilhaben zu lassen.

Der 2,3 Kilo-Schwarm wurde über die Schwarmbörse gleich am selben Abend noch vermittelt und abgeholt – und hier kommt der nächste witzige Zufall – an bzw. von meinen Imkerfreund Markus! Dank der erneuten Spende für den Schwarm können noch ein paar Handschuhe und noch eine Imkerjacke für die Bienenkinder angeschafft werden – herzlichen Dank, lieber Markus – und natürlich viel Freude mit diesem tollen Schwarm!

Soweit die erste gute Nachricht. Die zweite gleich noch schnell hinterhergeschoben: Im bunten Volk auf dem Balkon ist die neue Königin in Eiablage! Hurraaaaaa! Was für eine Erleichterung nach den Problemen bei den roten Nachbarn! Ich habe ihre Majestät nicht gesehen, aber schon sehr viele Eier – nur in den Arbeiterinnenzellen, nur mittig am Boden, und nur ein Ei pro Zelle. Puh, da bin ich wirklich erleichtert! Ich bin ja schon sehr gespannt, wie die Neue aussieht – aktuell ist nämlich ein ganz deutlicher Trend zu „blond“ im Volk zu beobachten. Da waren wohl ein paar Buckfast-Väter im Spiel gewesen! Sogar die Drohnen haben auffällige goldene Streifen (da muss ich aber erst noch ein gescheites Foto machen). Und die Jungkönigin, die mir in der Hand geschlüpft war, war ebenfalls total hell gewesen. Entschuldigt bitte das schlechte Foto – man kann die Eier nur erahnen. Es war so eine Hitze auf dem Balkon, mir floss der Schweiß in Strömen von der Nase und ich hatte nur das Handy dabei und heftiges Gegenlicht…

 

Nein, es handelt sich nicht um einen akuten Befall unserer Beuten mit Holzwürmern. Der Wurm ist heuer im ganzen Schwarmgeschehen der roten Beute.

Ein kurzer Rückblick:

Vorschwarm am 08. Mai – fast alle Bienen kehren aber nach Hause zurück. Aber eben nur fast alle, die Königin und ein paar wenige Getreue ziehen in unseren Dachgiebel ein. Am nächsten Tag konnte ich sie von dort bergen und mit ein paar abgestoßenen Bienen aus der roten Beute zu einem Mini-Schwarm von 650g vereinen. Einzug in die erste Hälfte der Montessorischulbeute.

13. Mai: Ausbrechen fast aller anderer Weiselzellen, dabei schlüpft mir in der Hand eine Königin, diese darf aber durchs Flugloch wieder einziehen. (Fehler von mir, hätte dann um den Nachschwarm zu verhindern wirklich alle anderen Weiselzellen entfernen müssen, war mir aber nicht sicher, ob sie die Königin wirklich annehmen)

Nachschwarm am 16. Mai – chaotisches Ausfliegen, überall kleine Ansammlungen von Bienen, der Großteil hängt an der gelben Beute und unter ihrem Deckel. Nach mühseligem Einsammeln keine schöne Schwarmtraube in der Schwarmkiste. Einen Tag später zieht der 1,2 Kilo-Schwarm in die zweite Hälfte der Montessoribeute ein – und tags darauf auch leider wieder aus, und zwar ohne von mir wieder gefunden zu werden…

Und dann habe ich es tatsächlich 14 Tage lang geschafft, den Deckel zu zu lassen. Erste Kontrolle am 30. Mai: keine Königin zu finden aber Stifte. Das wäre jetzt soweit ok, wenn da nicht fast alle Stifte in den Drohnenzellen gewesen wären, und davon ganz viele mehrfach bestiftet und nicht sauber in der Mitte platziert.

Ich ermahnte mich erneut zu mehr Geduld (brav, gell?) und wollte der jungen Königin noch etwas Zeit geben. Am Anfang ihrer Legekarriere kann es schon mal zu so unsauberen Eiablagen kommen. Was mich aber wirklich sehr irritierte, war die Tatsache, dass in so gut wie keiner Arbeiterinnenzelle Eier zu finden waren. Nur ein paar sehr wenige waren bestiftet, und die Lagen immer in unmittelbarer Nähe zu den Drohnenzellen…

 

02. Juni, also drei Tage später immer noch das gleiche Bild: in allen Drohnenzellen lagen Eier „herum“ erste Maden waren geschlüpft. Die Bereiche mit Eiern waren auch über die ganze Beute verteilt.

Jetzt schrillten bei mir alle Alarmglocken. Ein zweifach abgeschwärmtes Volk produziert doch nicht nur Drohnen? Und eine Jungkönigin würde doch nicht nur in Drohnenzellen stiften? Meine Vermutung war, dass wer auch immer dort Eier legte, das in alle Zellen tat, aber die Arbeiterinnen korrigierten die Fehlablage unbefruchteter Eier und entfernten diese weitestgehend wieder aus den Arbeiterinnenzellen. Ich habe alle Waben und die ganze Beute noch einmal sehr gründlich nach einer Königin abgesucht, aber leider immer noch Fehlanzeige.

Das Wetter war ja fast zwei Wochen lang nach dem Schwärmen schon eher bescheiden gewesen, so dass die Möglichkeit einer fehlbegatteten Königin bestand. Oder sie war gar nicht erst vom Hochzeitsflug zurück gekommen. Aber wegen der Verteilung der Stifte über alle Rähmchen war meine Vermutung eher dass ein oder mehrere Drohnenmütterchen das Ruder in die Hand genommen hatte(n). Alle anderen jungen Königinnen in meiner Bienenmuttilaufbahn hatten immer mit einem kleinen aber geschlossenen Brutnest auf einer Wabe angefangen, und nicht von 1 – 13 wild herumgestiftet. Dazu noch ein paar Weiselzellen, die ebenfalls mehrfach bestiftet waren. Und der Ausbau der zunächst sehr ordentlich angefangenen Wabe 13 wurde zunehmend schlampig und chaotisch.

Das i-Tüpfelchen waren dann bei der letzten Durchsicht ein paar sich seltsam benehmende Arbeiterinnen, die von den anderen ständig berührt wurden und mit dem Hinterleib in die Zellen abtauchten… (leider habe ich davon kein gutes Video, als ich das Handy endlich im Videomodus hatte, konnte ich dieses Verhalten nicht mehr beobachten)

Auf jeden Fall großer Mist… Nach meinen Erfahrungen vom Vorjahr wollte ich das Volk aber noch nicht aufgeben (das bunte Chaosvolk mit all seinen Irrwitzigkeiten im letzten Jahr hat heuer von allen den meisten Honig, das stärkste Volk und sogar noch einen 3 Kilo-Schwarm). Also fuhr ich am Montag, den 03. Juni vormittags ins schöne und nahegelegene Grünwald, um von einer Imkerin eine neue, begattete Königin zu holen. Passend zu ihrem bisherigen Standplatz im Garten der Polizeiinspektion hat sie ein grünes Rückenschild. 😉 Ungezeichnet hätte ich bevorzugt, war aber auf die Schnelle nicht zu bekommen.

Eine Einweiselung in ein drohnenbrütiges Volk mit potentiellen Drohnenmütterchen ist ein eher sehr problematisches Unterfangen. Wie ich in diesem Fall vorgegangen bin, schreibe ich im nächsten Post – jetzt wird erst einmal das schöne Wetter genossen!

Eigentlich wollte ich ja nur den Futtereimer entnehmen und kontrollieren, ob das Balkonvolk ein neues Rähmchen zum Bauen vertragen kann, und dann das:

Der erste Gedanke war: „Ernsthaft – ihr wollt schwärmen??? So kurz nach dem Einzug?“ Dann aber sprachen doch ein paar Punkte für eine andere Theorie, die sich dann nach gründlicher Suche bestätigte. Das Volk war weisellos, und die verdeckelten Weiselzellen waren schlicht und ergreifend Nachschaffungszellen. Was mit Diana I. passiert war, kann ich leider nicht nachvollziehen. Entweder habe ich sie beim Entfernen des Wildbaus beschädigt (es sind ja doch zwei größere Wabenstücke runtergefallen), oder sie hat die Oxalsäurebehandlung nicht überstanden (was ich aber für unwahrscheinlich halte, denn bislang haben alle Völker und Schwärme die immer sehr gut weggesteckt, und es war ja auch kein nennenswerter Totenfall an Arbeiterinnen zu sehen gewesen…). Das das Volk umweiseln wollte, kann ich mir auch nicht vorstellen, denn Diana hat ja sofort nach dem Einzug mit der Eiablage begonnen (gottseidank!), war erst 2 Jahre alt und hat wirklich noch sehr gut gestiftet. Es tut mir wirklich sehr leid um diese Königin… 😦 Hoffen wir einmal, dass das Nachschaffen gut klappt!

Kommen wir zu den Garagenvölkern! Das blaue Volk macht immer noch nicht die leisesten Anstalten zum Schwärmen, hat aber inzwischen 7 volle Honigwaben. Da freue ich mich wirklich schon sehr auf die Ernte! Sie bauen auch noch wie die Weltmeister – diese Wabe hier entstand in nur zwei Tagen:

Sie sind auch dermaßen ruhig, entspannt und wabenstet, dass es echt eine Freude ist, bei ihnen durchzusehen! Ich bin ja eher der Schisser, aber an die könnte man wirklich ohne jeglichen Schutz rangehen. (Wenn man nicht am nächsten Tag wieder Tennispunktspiel hätte und einen Stich an den Pfoten so gar nicht brauchen kann…)

Für den Schluss habe ich mir die vermeintlich spannenderen Durchsichten aufgehoben. Obwohl mir das Balkonvolk aber eigentlich schon Aufregung genug gewesen war!

Bei den gelben habe ich recht gründlich durchgeschaut, denn hier wollte ich wissen, ob die neue Königin denn inzwischen erfolgreich begattet war und mit der Eiablage begonnen hatte. Die Erleichterung war dann schon groß, als ich auf den ersten Waben zunächst winzig kleine Bereiche mit Eiern fand, und dann auch zwei mit etwas größeren:

Das Foto ist leider echt schlecht, aber die Lichtbedingungen waren etwas schwierig, weswegen dieses Bild auch mit der Taschenlampe in der Goschen entstanden ist. Ohne Extralicht habe ich gar nichts erkannt… Ich glaube ich brauche langsam eine Lesebrille für die Imkerkiste…

Die neue Königin habe ich dann auch gleich noch gesehen. Sie ist inzwischen wirklich schon viel stattlicher geworden:

Jetzt wo es mit dem Nachwuchs klappt, wurde sie auch offiziell auf ihre Namen getauft: Vespa I. 🙂 Sie schaut ja schon irgendwie danach aus, oder? Ich hoffe sie ist trotzdem ganz friedlich…

Bei den grünen ist noch keine neue Königin geschlüpft, ich habe eine komplette Durchsicht gemacht und nach reiflicher Überlegung nur eine der vorhandenen verdeckelten Weiselzellen stehen lassen:

Viele Weiselzellen waren es bei diesem Volk ohnehin nicht. Das Volk hat immer noch recht viel Bienenmasse, und ich möchte eigentlich nicht, dass jetzt nach dem vorweggenommenen Schwarm noch ein Nachschwarm abgeht – dafür stehen zu viele sehr hohe Bäume in der Nachbarschaft. 😉 Die Durchsicht war aber so richtig ungemütlich, weil das (noch) weisellose Volk so richtig laut und unruhig war, Unmengen an Bienen bei jeder Bewegung nervös aufflogen und ich leider trotz Rauch (den ich sehr selten benutze) auch mehrere beim Wiedereinsetzen der Rähmchen zerquetschte. Aggressiv waren sie aber nicht, nur einfach sehr, sehr unruhig. Ich habe versucht, die Beute mit dem Wachstuch und Dämmplatte so abzudecken, dass wirklich nur der aktuell benötigte Bereich offen war, aber das hat auch nichts mehr gebracht. Ich war selber ganz fix und fertig, als die Kiste endlich wieder zu war…

Jetzt heißt es wieder Daumen drücken, das bei Grün und Balkon alles gut klappt und wir bald wieder vier Völker mit „Regentin“ haben!

Heute morgen war das grüne Volk an der Reihe mit einer Durchsicht auf der Suche nach Königin und eventuell vorhandenen Stiften.

Es herrschten denkbar schlechte Sichtbedingungen: Strahlender Sonnenschein genau von vorne! Das Licht blendete ohne Ende und reflektierte auch noch am Netz meines Imkerhuts.

Nach den ersten paar gezogenen, trennwandnahen Rähmchen, auf denen sich überwiegend Drohnen tummelten, wurde es schlagartig spannend: Ich hörte ein ungewöhnliches Geräusch aus der Beute, das aber nur eines sein konnte – das Tuten einer Königin! Ich hatte bislang davon nur gelesen. Das Tuten war immer wieder und wieder zu hören! Dadurch war es zunächst einmal leicht, die neue Königin ausfindig zu machen:

Sie dann auch irgendwie ins Bild zu bekommen, war eine andere Geschichte, da ich ja sowieso schon nicht all zu viel sah und weder iPhone- noch Kamerabildschirm die Lage vereinfachten… Daher leider auch sehr schlechte Bildqualität. 😦

Was mich dann aber schon etwas stutzig machte, war ihr extrem eiliges Herumrennen und anhaltendes Tuten:

Soweit ich das richtig in Erinnerung hatte, tutet normaler Weise eine frisch geschlüpfte Prinzessin. Dann antworten in den eventuell noch vorhandenen geschlossenen Weiselzellen ihre noch nicht geschlüpften Schwestern mit einem Quaken (das klingt nur anders, weil sie noch in der Zelle sind). Daraufhin entledigt sich dann die Erstgeborene ihrer Schwestern/Rivalinnen, oder schwärmt aus (das ist dann ein Nachschwarm). Hatte ich trotz gründlicher Kontrolle eine Weiselzelle übersehen und waren jetzt zwei Königinnen im Volk waren?

Eine Wabe weiter meinte ich dann wieder ein Tuten zu hören, was aber zu 100% nicht die eben entdeckte Königin sein konnte. Und dann ging alles sehr schnell! Am Rand der Wabe gab es eine Knäuelbildung, und ich war mir relativ sicher, von dort noch mal Tuten gehört zu haben, aber nicht so gleichmäßig wie vorher, sondern eher so wie wenn eine Biene irgendwo eingeklemmt ist. Dann konnte ich ganz kurz durch das Gewusel eine wie ich meine zweite Königin sehen, die von Arbeiterinnen „attackiert“ wurde und dann aufflog! Ich konnte leider überhaupt nicht sehen, ob sie wieder auf der offenen Beute landete oder das Weite suchte. In der Beute tutete es eine Weile weiter, dann war erst mal Ruhe, und danach war wieder hin und wieder ein Tuten zu hören, aber bei weitem nicht mehr so häufig wie am Anfang…

Das war wirklich sehr interessant und spannend gewesen! Ich denke ich werde heute noch ein paar Mal auf die Garage steigen und lauschen – das Tuten hört mach auch gut bei geschlossener Beute. Wir werden in der nächsten Zeit sehen, wie sich das royale Drama weiter entwickelt. Wie schon zu erwarten war, habe ich auch keine Stifte oder junge Brut finden können. Die neue Königin war also entweder noch nicht auf Hochzeitsflug gewesen, oder braucht einfach noch eine Weile, bis sie in Eiablage geht. Das haben wir ja schon einmal erlebt, dass die neue Königin abwartet, bis die alte Brut komplett ausgelaufen ist. Verdeckelte Arbeiterinnenbrut war noch zu sehen, und auch noch einige verdeckelte Drohnenzellen, bei denen gerade auch Drohnen schlüpften.