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Acarus iactus est!

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Oder so ähnlich. Mein Lateinunterricht liegt schon ein paar Tage zurück.

Heute am späten Vormittag konnte ich beim Kontrollblick durch die hintere Revisionsöffnung erste Ergebnisse der gestrigen Oxalsäurebehandlung erkennen. Die gute Nachricht zuerst: Keine toten oder sich abnormal verhaltenden Bienen zu erkennen! Weder in der Beute, noch davor. Das war schon mal sehr erfreulich. Über die gute Verträglichkeit des Sprühverfahrens wurde bei Mellifera ja berichtet, aber ich war dann doch irgendwie erleichtert. 🙂

Und dann lagen da am Beutenboden neben einigen Pollenklumpen und Wachsschüppchen eine ganze Menge Milben. Bislang hatte ich noch keine einzige tot auf dem Boden liegen sehen. Da kein Diagnoseboden in der Beute war, sind die Ergebnisse natürlich auch nur als relativ zu betrachten, weil eventuell von Putzerbienen schon tote Milben hinausbefördert wurden.

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Ich wollte dann doch eine ungefähre Hausnummer haben, wie viele tote Milben es wirklich waren, und habe das „Gemüll“ unter den bebauten Rähmchen mit dem Besen in eine weiße Kunststoffschale abgefegt und anschließend im Haus genauer betrachtet bzw. sortiert. Ich konnte 93 Varroamilben zählen.

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Als blutige Anfängerin habe ich ja noch gar keine Richtwerte, aber so ganz wenig erscheinen mir das jetzt auch nicht. Meine Kinder wollten so ziemlich von Anfang an wissen, wie viele Bienen wir haben. Mit meiner Angabe 875 Gramm wollten sie sich nicht zufrieden geben, daher musste ich rechnen 😉 Bei 120mg pro Arbeiterin (die Drohnen mit 230mg wurden sträflicher Weise bei der Kalkulation unter den Tisch gekehrt) wären das ungefähr 7000 Bienen. Interessanterweise wollten ganz viele der Leute, mit denen ich bislang über unsere Bienen geratscht hatte, wissen, wie viele Bienen wir denn nun hätten. Und die meisten waren von 7000 schon schwer beeindruckt 🙂 Inzwischen wissen sie, dass gute Völker schon mal aus 50000 Bienen bestehen können…

Ich habe mit Sicherheit auch nicht alle  Milben aus der Beute gefegt, da ich unsere Damen nicht mehr als nötig stören wollte. Ich denke ich werde heute Abend noch einmal den Boden abfegen, da sicherlich noch nicht alle abgefallen sind.

Es war sicherlich nicht verkehrt, diese Behandlung durchzuführen. Ab heute wird theoretisch die erste Brut verdeckelt und die Milben beginnen sich ebenfalls zu vermehren – und zwar rasant. Jede tote Milbe heute ist daher eine gute Milbe 😉

Auf jeden Fall schon mal Danke an meinen Imkerkollegen Frank, der mir überhaupt erst den Anstoss gab, über die Milbenbehandlung des Schwarms nachzudenken.

Varroa-Prophylaxe

Nach reiflicher Überlegung habe ich mich zur prophylaktischen Oxalsäurebehandlung gegen Varroamilben entschieden.

Da es sich um einen vorweggenommenen Schwarm handelt, war sicher beim Einlogieren die ein oder andere Milbe als blinder Passagier dabei. Am ersten Morgen nach dem Einschlagen habe ich außerhalb der Beute eine verklammte Biene mit verkrüppelten Flügeln und einer Milbe huckepack gesehen (diese Biene habe ich dann umgehend von der Garage geschnippt) 😦

Auch wenn es in Deutschland (noch) nicht zugelassen ist, habe ich mich für das Sprühverfahren entschieden. Sowohl Wirkungsgrad als auch Bienenverträglichkeit erschienen mit akzeptabel, und auch der Hersteller meiner Einraumbeuten (Mellifera) weist auf diese Behandlungsmöglichkeit hin. Heute am 9. Tag (vor der Verdeckelung der neuen Brut) habe ich bei bewölktem Himmel mit gelegentlich ein paar Regentröpfchen und etwa 20°C Walburgas Volk behandelt. Nach dem Ansetzen der Oxalsäurelösung und dem Ausmessen, wieviel Flüssigkeit bei einem Pumpstoß versprüht wird, ging es auf die Garage. Ganz brav war ich selbst mit Atemschutz, langer Bekleidung, Handschuhen und Schutzbrille ausgerüstet. Hoffentlich hat mich keiner der Nachbarn da oben herum turnen gesehen!

Die Flugaktivität war eher mäßig, dafür bot sich ein erfreulicher Anblick beim Öffnen der Beute:

 

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Die Bienen waren sehr ruhig, so gut wie keine flogen auf, auch nicht als ich die Rähmchen bewegte.

Vier der fünf Rähmchen sind schon zu gut einem Drittel bebaut, das fünfte noch etwas weniger. Sehr viel Honig und Pollen war zu sehen. Leider kam ich nicht in den Genuss des wunderbaren Dufts, weil ich die dämliche Atemschutzmaske trug…

 

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Rähmchen No. 1 nach dem Besprühen – die Bienen blieben sehr ruhig sitzen und begannen umgehend, sich zu putzen:

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No. 3 mit herrlich frischen weißen Waben:

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Ich hoffe mit der Behandlung das Volk nun weitgehend milbenfrei bekommen zu haben…

Eine neue Pollenfarbe habe ich auch heute wieder gesehen – ein schönes Himbeerrot! Das dürfte von einer der blühenden Ross-Kastanien in unserer Straße stammen. Leider hatte ich die Kamera gerade nicht zur Hand – aber es dürfte auch nicht die letzte Sichtung sein 😉

 

Kaiserwetter :)

Über das Wochenende musste ich meine Besuche bei den Bienen eher kurz halten, da unser Sohn am Sonntag Erstkommunion hatte und es so einiges vorzubereiten gab. Das anhaltend wunderbare Wetter haben allerdings auch unsere Damen auf der Garage gut genutzt. Der Flugverkehr war sehr emsig. Das ausgelaufene Futter war inzwischen feinsäuberlich aufgeschleckt worden. Das Rindenstück im Flugloch hatten die Bienen scheinbar irgendwie bearbeitet – es waren immer mehr Krümel rundherum zu sehen.

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Also raus damit! Die kleine verbleibende Sauerei (Rindenbrösel mit Futter verklebt) entfernte ich am Sonntagmorgen um kurz vor sieben Uhr mit einem Messer vorsichtig. Erstaunlicherweise kamen da schon die ersten Pollensammlerinnen schwer beladen zurück in die Beute! Sehr fleissig!

Hier noch ein paar Bilder vom späten Montag Vormittag:

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Und wieder eine neue Pollenfarbe beobachtet – ein eher sehr dunkles Beige.

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Am Freitag durfte ich noch den Bienenstand eines befreundeten Imkers im Nachbarort besuchen. Wir machten eine Durchsicht bei seinen beiden Völkern (Bienenkiste und Einraumbeute), um auf Schwarmstimmung zu kontrollieren, die schon sehnsüchtig erwartet wird. Leider war noch keine der vielen Schwarmzellen bestiftet. Aber es war wirklich sehr beeindruckend, die beiden starken Völker zu erleben. Notiz an mich selbst: in meine Equipmentbox muss noch eine Taschenlampe!

Wir unterhielten uns auch ein wenig über eine prophylaktische Varroabehandlung meines noch jungen Volkes. Dazu hatte ich mir vorab noch gar keine Gedanken gemacht, da die Bienen von einem sehr gewissenhaften Imker kommen. Ich werde mich aber in den nächsten Tagen noch mehr informieren. Da in diesem Jahr aufgrund des sehr milden vorangegangenen Winters der Varroadruck vermutlich sehr hoch sein wird, könnte so eine Behandlung schon sinnvoll sein…

Am gestrigen Tag 5 musste ich leider die erste größere Panne erleben. Aus dem Futtereimer war über Nacht etwas von der Honig-Zuckerwasser-Lösung ausgelaufen und hatte sich am Boden der Beute ausgebreitet. Ich entschließ mich dazu, den Eimer erstmal aus der Bienenbehausung zu entfernen, damit die klebrige Pfütze nicht noch größer wurde…

Kurz vor mittag bemerkte ich dann beim Rasenmähen aus der Ferne, dass etwa ein Dutzend Bienen außen an der Kiste saßen und sich putzten. Mäher geparkt, rauf zu den Bienen. Am Flugloch gab es einen dicken Stau, die klebrige Lösung tropfte bereits aufs und vom Anflugbrett und gut zwei Dutzend Bienen (die meisten davon Pollensammlerinnen) kämpften mit Verklebungen! Panik!!!

Meine erste Sofortmaßnahme war ein Stück Rinde, welches ich ins Flugloch legte, damit sie wieder rein und raus konnten, ohne kleben zu bleiben. Dann habe ich mit Gießkanne und Handsprühflasche den Eingangsbereich, das Anflugbrett und die am Boden herumkullernden, verpappten Bienen geduscht (letztere nur mit dem Handsprüher und lauwarmem Wasser!). Zu guter letzt habe ich durch die Revisionsklappe mit einer Leiste den Sirup vom Flugloch etwas weggeschoben und die Leiste als kleinen Damm drin liegen gelassen. Auch innen waren einige verklebte Bienen, aber auch viele, die schon dabei waren die leckere Sauerei zu beseitigen…

Puh, gerade noch mal gut gegangen. Mir ist nicht ganz klar, warum der Eimer überhaupt ausgelaufen ist. Ich hatte extra den anfänglichen Schwupps, der ja immer austritt, bevor das Vakuum seinen Job macht, in einer Schüssel aufgefangen. Es war auch noch genügend Flüssigkeit im Eimer, um ein Vakuum zu gewährleisten. Ich war mir beim Herausnehmen auch sicher, dass ich nicht noch mehr verschüttet hatte, als ohnehin schon ausgelaufen war. Ich habe auch danach den Eimer gereinigt, mit Wasser gefüllt und auf den Leistchen in der Küche stehen lassen – es lief nach dem ersten kleinen Schwall nichts mehr aus. Sehr seltsam! Vielleicht war der Deckel doch an einer kleinen Stelle nicht ganz dicht. Beim nächsten Mal werde ich ihn auf jeden Fall länger vorher beobachten, bevor er in die Beute kommt. Am späten Nachmittag, als ich nochmal kontrollierte, verlief der Flugverkehr wieder reibungslos.

Fotos existieren nicht zu meinem Malheur, ich hatte in der Hektik ganz vergessen, welche zu machen. Aber ich glaube es war auch wichtiger erst mal die Bienen zu retten 😉

Heute morgen ist um 7 Uhr noch kein Verkehr am Flugloch, drin am Boden wurde schon ganz gut aufgesaugt und Gott sei dank nirgends verklebte Bienen in Sicht…

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Am heutigen Feiertag habe ich am Nachmittag einen ganz kurzen Blick in den Bienensitz geworfen. Den ganzen Tag herrschte bei sonst schönem Wetter ein ekelhafter und kalter Ostwind. Die kurze Windstille, die ich nutzen wollte, um hineinzuschauen, endete natürlich abrupt, sobald ich die Dämmplatte von der Kiste genommen hatte. Mich hat hauptsächlich interessiert, wie weit schon Waben gebaut wurden. Ich habe die Rähmchen ganz vorsichtig und auch nicht all zu weit auseinander gezogen. Gut handtellergroß ist die Wabe schon! Ich konnte eingelagerten noch unreifen Honig und Pollen erkennen.

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Der Polleneintrag ist noch mal deutlich mehr geworden, fast die Hälfte der Flugbienen kommt mit Pollenhöschen angeflogen. Die meisten davon sind hellgelb, vereinzelt habe ich ein paar orangefarbene gesehen. Heute kamen zum ersten Mal welche mit beiger  Fracht an:

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Reger Betrieb

Nach dem Regen gestern scheint heute wieder die Sonne, allerdings bei noch recht frischen Temperaturen und unangenehmem Wind… Wegen eines Klassenausflugs vom Junior, den ich begleiten durfte, musste ich meine Beobachtungen auf den Nachmittag verlegen. Es herrschte wieder sehr emsiger Betrieb vor dem Flugloch.

Zunächst wieder die Beobachtung, dass Drohnen vom Einflugloch weggedrängt und auch aktiv rausgeworfen werden:

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Der Drohn im Hintergrund wurde kurz vorher gemeuchelt… Rabiate Damen haben wir da 😉

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Gestern waren ja schon ein paar Pollensammlerinnen zu sehen, heute waren es deutlich mehr. Gefühlt jede 10. -15. Biene bringt Pollen:

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Version 2

Ich habe noch ein wenig mit Flugaufnahmen herumgespielt. Wir haben sogar eine Biene, die ohne Flügel fliegen kann 😉

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Ich glaube morgen werden wir mal unter das Wachstuch schauen, was der Wabenbau macht. So langsam kann ich meine Neugier nicht mehr bremsen 😉

 

 

Gerade habe ich schnell das noch trockene Wetter genutzt, um kurz zu den Bienen rauf zu schauen. Am Flugloch herrschte reger Betrieb, aber im Vergleich zu gestern lief der Flugverkehr ganz anders ab. Kaum mehr Herumfliegen vor der Beute, sondern ein sehr zielstrebiges Rein und Raus.

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Es ist wirklich ganz schön tricky, ein scharfes Foto von anfliegenden Bienen zu bekommen – hier meine besten Versuche:

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Dann konnte ich beobachten, wie ein Drohn entsorgt wurde. Mir ist gestern schon aufgefallen, dass um die Beute herum überwiegend Drohnen lagen. Die Kohlmeisenfamilie aus der Hecke hat sie aber schon fleissig eingesammelt 😉

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Und dann wieder ein erfreulicherer Anblick: es wird auch schon ein wenig Pollen eingetragen!

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Die letzte Aufnahmen entstanden schon bei einsetzendem Regen, und ich musste wegen der Kamera ins Haus flüchten 😦

Mit der ersten Durchsicht werde ich mich noch ein wenig gedulden, auch wenn es mir schwer fällt. Heute Nachmittag werde ich mal kurz in den leeren Raum schauen, wie es mit dem Futtereimer aussieht…

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Angefangen mit der Tatsache, dass nach dem scheußlichen Regenwetter gestern Abend heute Morgen gleich mal die Sonne schien, fing der erste Tag mit den Bienen recht gut an. Natürlich war beim ersten Blick aus dem Schlafzimmerfenster noch gar nichts zu sehen, sehr zur Enttäuschung unserer Kinder, die ja dann in Schule und Kindergarten mussten. Als ich wieder zurück war, konnte ich zu meiner sehr großen Freude sehen, dass die gestern Abend noch totgeglaubten Bienen doch nur verklammt waren und noch alle lebten! Kaum schien die Sonne ein wenig drauf, begannen sie sich zu räkeln und die ersten krabbelten schon! Ein paar habe ich in die Sonne aufs Dach und Flugbrett gesetzt – sie sahen ganz schön mitgenommen aus.

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Aber nach ein wenig Morgentoilette war wieder eine gewisse Plüschigkeit zurückgewonnen!

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Hurra – die erste fliegt! Ein schöner Moment…

Und dann wurden es ganz schön schnell mehr und mehr, die kurze Ausflüge rund um die Beute machten und sich einflogen. Auf einmal war dann auch das Summen da 🙂

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Das mit den schön scharfen Bildern muss ich noch ein wenig üben 🙂

Ich habe einen kurzen Blick in die hintere Inspektionsklappe geworfen, ein paar Bienen haben begonnen, vom Futter etwas aufzunehmen. Oben habe ich auch ganz kurz hineingeschaut. Unter dem Wachstuch im Bereich der Rähmchen waren die Bienen zu spüren und als dunkle Masse auch sichtbar, und das Zurückschlagen des Wachstuchs über dem leeren Raum hat ergeben, dass es auch schöner Weise immer noch ein leerer Raum geblieben ist und die Bienen auch dort bauen, wo es vorgesehen ist. Soweit also erstmal alles gut!

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… dann kommt doch noch ganz überraschend ein Schwärmlein daher 🙂 Hurra! Das erste Volk ist heute bei uns eingezogen! Und um etwaigen Protesten vorzeubeugen: Nein, der Schwarm wurde nicht mit der Post verschickt!

 

Gestern Abend kam völlig überraschend der Anruf von meinen Bienenseminarleiter, er hätte einen Schwarm für mich, den ich am heutigen Kurstag gleich mitnehmen könnte. Die Freude war natürlich riesig, nach dem Kälteeinbruch hatte ich die Hoffnung schon aufgegeben, bald einen Schwarm zu bekommen. Zum heutigen Kurstag hat mich dann unser Sohn begleitet. Als ich ihm heute morgen gesagt habe, dass wir heute noch Bienen mit nach Hause nehmen dürfen, war er gleich ganz aus dem Häuschen.

Er war während des fünfstündigen Kurses wirklich mustergültig brav, sehr aufmerksam und hat ganz cool auch seine erste mit Bienen besetzte Wabe in den Händen gehalten.

Kurz vor Kursende musste es dann natürlich zu regnen beginnen, so dass wir uns schon vor dem Nachhauseweg das Einlaufenlassen abschminken mussten. Die Temperatur fiel auch relativ zügig auf 8°C. Insgesamt also keine guten Bedingungen. Da es aber ein vorweggenommener Schwarm war (und die Bienen somit keine prall gefüllten Honigmägen hatten), hat uns der Kursleiter geraten, den Schwarm gleich heute noch einzuschlagen.

Zu Hause angekommen ging es dann auch gleich los. Zuerst wurde die Beute mit einem großen Schirm überdacht. Hier unser aufgeregter Mini-Imker mit dem Wassersprüher:

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Dann ging es vorsichtig ans Öffnen (und ja, ich war echt total nervös!) und Ansprühen (damit die Bienen möglichst wenig auffliegen):

 

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Wo ist denn der „Lockenwickler“ hin? Die Königin saß zu ihrem Schutz während des Transportes in einem Käfig.

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Dann ein paar Mal fest drauf geklopft, und das Gros der Bienen war im neuen Heim. Leider sind auch ein paar daneben gepurzelt. Wir haben zu dritt noch zu viele wie möglich eingesammelt und in die Beute befördert, aber einige haben es leider doch aufgrund von Kälte und Regen nicht überlebt. Das war natürlich nicht so schön 😦

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Die Königin hat den Transport gut überstanden und wurde aus ihrem wenig königlichen Käfig zu ihrem Volk gesetzt.

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Ich war wirklich heilfroh, als der Deckel auf der Kiste wieder drauf war 🙂 In den leeren Raum hinter dem Strohschied haben wir noch etwas Futter gestellt, damit der doch recht kleine Schwarm (900g) anfänglich gut versorgt ist, zumal für übermorgen ja schon wieder Regen angesagt ist. Ich bin schon gespannt, was sich morgen am Flugloch beobachten lässt. Vermutlich werden wir auch kurz kontrollieren, ob die Bienen brav in den vorgegebenen Rähmchen bauen (sie haben 5 Stück bekommen) und den Raum hinter dem Schied unbehelligt lassen.

Nach all der Aufregung wünschen wir unserem ersten Volk und ihrer Majestät Königin Walburga (deren Namenstag heute ist und einfach weil gestern Walpurgisnacht war) einen guten Start!

Ein ganz dickes Danke noch an Franziska, die uns heute total lieb den Vortritt mit unserem Schwarm gelassen hat. Für den Kurs wurde nämlich gestern zur Demonstration einer Schwarmvorwegnahme eine zweite Königin gekäfigt (und in der Beute gelassen). Diese Königin ist aber aus unerklärlichen Gründen über Nacht gestorben… 😦 Somit gab es zwei Abnehmer aber nur einen Schwarm. Danke, dass wir ihn mitnehmen durften!!!

Der erneute Wintereinbruch hat leider die Lieferung der Pflanzen für das Garagendach etwas verzögert, aber vor zwei Tagen wurden sie endlich geliefert. Da ich aber bei Schneegestöber mit Temperaturen um den Gefrierpunkt keinerlei Bedürfnis zum Garteln verpürte, mussten die Pflänzchen ausgepackt auf der Terrasse warten. Heute war es dann soweit – die Sonne zeigte sich endlich wieder und sorgte auch gleich für relativ angenehme Arbeitstemperaturen. Und so konnten die Pflänzchen ihren neuen Platz beziehen. Wir hatten uns für 2 verschiedene Vegetationspakete entschieden: „Küchenkräuter“ (Oregano, Bohnenkraut, Salbei, Schnittlauch, Sand-Thymian und echter Thymian) und „Blumenwiese“ (Färberkamille, Felsenfingerkraut, Fetthenne, orangerotes Habichtskraut, kleiner Wiesenknopf und Karthäuser-Nelke).

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Dank der tatkräftigen Hilfe meines Sohnes konnten alle 600 Pflänzchen im Akkord rechtzeitig vor dem nächsten Regenschauer eingegraben werden.

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Ich bin schon gespannt, wie sich die kleinen Pflänzchen unter den harten Bedingungen dort oben entwickeln. Noch sieht es ja ganz schön nackig aus 😉

Mit einem Schwarm wird es wohl erst mal nicht so schnell was werden. Dank des erneuten Wintereinbruchs sind die meisten Bienenvölker wohl eher nicht in Schwarmstimmung… 😦