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Schwarmwetter!

Ich warte ja schon eine Weile auf den Schwarm aus der bunten Kiste – die ist wirklich rappelvoll, und schon seit einer Weile sind verdeckelte Schwarmzellen zu sehen – aber bei dem Gruselwetter der letzten Tage wollte und konnte das Volk einfach nicht loslegen. Erst vorgestern hatte ich eine volle Honigwabe aus dem Brutraum entnommen und bei den Gelben „geparkt“, damit das bunte Volk wieder Platz zum Bauen hatte. Die sammeln so fleissig, dass schon etwas arg viel Honig im Brutraum war. Dabei konnte ich auch etliche frisch angelegte Weiselzellen sehen, aber noch keine geöffnete:

Für gestern war nun endlich schönes Wetter vorhergesagt, daher hatte ich meine Termine so gelegt, dass ich ab 11 Uhr Zeit für die Schwarmwache hatte.

Aber, wie sollte es auch anders sein, als ich gerade noch im Nachbarortsteil Geisenbrunn beschäftigt war, kam der Anruf vom Nachbar… Um 20 Minuten nach 10! Hui, die waren aber mal früh dran! Zehn Minuten später war ich zur Stelle und fand einen schönen fetten Schwarm oben in Nachbars Fichte:

Das waren wirklich viele Bienen! Der Ast an dem sie sich gesammelt hatten, hing ordentlich nach unten. Notiz an mich – ich brauche noch einen Wassersprüher mit Teleskopstange – dann fliegen auch nicht so viele Bienen aus! 😉

Mit der schönen neuen Leiter (die hat sich jetzt wirklich schon rentiert…) und dem Schwarmfangsack an der Teleskopstange war es kein Problem, den Schwarm in Etappen über den Trichter in die Schwarmkiste zu befördern. Dem Verhalten der Bienen nach war die Königin gleich beim ersten Schwung dabei.

Nach einem guten halben Dutzend Ladungen wurde die Schwarmkiste dann im Schatten geparkt, die restlichen Bienen konnten jetzt über die (zu kleine) Öffnung noch einziehen. Da sich immer wieder etliche Bienen oben im Baum an der Sammelstelle versammelten, habe ich dort gründlich Wasser mit ein paar Tropfen Nelkenöl versprüht, um den Königinnenduft dort zu übertünchen und die restlichen Bienen in die Kiste zu bewegen. In der Zwischenzeit ging ich nachschauen, aus welcher Beute die Bienen kamen.

Meine Erwartung traf zu, schon am Flugverkehr war zu sehen, dass bei den Bunten heute deutlich weniger als sonst los war. Ich entfernte die Weiselzellen bis auf eine schöne große verdeckelte. Kurz meinte ich einmal, das typische „Tüten“ einer jungen Königin zu hören, aber sicher war ich mir nicht. Und dann schlüpfte schon wieder eine junge Königin aus einer der entfernten Weiselzellen vor meinen Augen. Da ich sie nicht töten wollte und konnte, setzte ich sie oben auf die Rähmchen und wollte stattdessen die letzte Weiselzelle herausnehmen. Die junge Königin begann auch sofort zu „tüten“ (so klingt das Geräusch, das sie mittels Vibration erzeugen um ihre noch nicht geschlüpften Konkurrentinnen zu orten und sich derer zu entledigen). Daraufhin stürzten sich eine ganze Menge Arbeiterinnen auf die Königin und es sah so aus, als ob sie sie attackieren würden und versuchten sie abzustechen. Im selben Moment war ein etwas leiserer Ruf aus der Kiste zu hören. Da war dann wohl schon eine Schwester vor ihr geschlüpft und als neue Königin „etabliert“. Mir tat es schon etwas leid um die auffällig helle Jungkönigin, die wohl nur für kurze Zeit das Licht der Welt erblicken konnte. Aber so handhaben Bienen nun mal ihre Fortpflanzung…

Mittags fand dann die Bienen AG in der Schule statt. Ein wenig enttäuscht waren die Kinder schon, als ich ohne den Schwarm im Gepäck auftauchte, aber ich wollte den restlichen Bienen einfach die Zeit geben, um auch noch in die Schwarmkiste zu kommen. Mit ein paar Bildern und Videos vom Schwarm konnte ich sie ein ganz klein wenig an diesem Spektakel teilhaben lassen. Wir konnten sehr guten Polleneintrag beim Volk Monte I beobachten. Der Wabenbau ist auch schon ein gutes Stück weiter vorangeschritten. Das Futter, das ich vorgestern noch bei Regen wieder aufgefüllt hatte, wird auch sehr gut angenommen. Alles in allem machen sie sich sehr gut, obwohl es nur so ein kleines Völkchen ist! Wir könnten allerdings noch ein paar Schutzjacken brauchen, da der Andrang nach wie vor ungebrochen ist… Ich selber habe nur 6 Stück für Kinder, und in Tobis großer Jacke sehen die Kids immer sehr lustig aus. Was mir sehr gefällt, ist wie die Kids sich immer gegenseitig beim An- und Ausziehen der Jacken helfen. Da wird ohne mein Zutun immer genau kontrolliert, ob alles dicht ist, und ob beim Ausziehen noch irgendwo eine Biene drauf sitzt, die ja nicht eingeklemmt werden darf! Toll!

Bislang ist vom Volk Monte I noch nicht eine einzige Varroamilbe auf den Diagnoseboden gefallen. Ich werde das Völkchen trotzdem morgen mit Oxalsäure behandeln, sicher ist sicher…

Zurück zum Schwarm! Gegen zwei Uhr waren fast alle Bienen eingezogen. Ich habe sie dann gewogen (3,2 Kilogramm!!! Wow!) und in den kühlen dunklen Keller gebracht, damit sie etwas zur Ruhe kommen konnten.

Um fünf Uhr abends habe ich sie dann einlaufen lassen – in die erst kürzlich wieder frei gewordene Hälfte der Montessorischuleneinraumbeute. Das war schon fast ein komisches Gefühl, so ganz allein… Weil ich schon ein schlechtes Gewissen habe, dass die Kinder nicht zuschauen konnten, hier gleich extra viele Bilder und Videos vom Einzug von Königin Nova I. (die hoffentlich dabei war – vielleicht entdeckt sie ja von Euch jemand am Bildschirm) und ihrem Gefolge von etwas über 30000 Bienen!

Es ist immer wieder ein beeindruckender Anblick, wie so ein frisch auf das Tuch abgestossener Schwarm „auseinander fließt“!

Der Schwarm zog anfangs sehr rasant ein. Sie sind schon fast in die Beute gerannt!

 

Dann gab es trotz riesiger Öffnung einen dicken Stau, weil es einfach dauert, bis die Bienen in der Beute nach oben in die Rähmchen steigen können. Dank der Plexiglasscheibe oben im Deckel konnte ich schön den Teil mit den Rähmchen abdunkeln und den leeren Raum hell lassen, so dass sie brav gleich in die Rähmchen geströmt sind. Im Vergleich zum letzten Einzug in diesen Teil der Beute flogen viel weniger Bienen auf, obwohl es viel mehr waren und auch wärmer war… (Vielleicht auch weil die Imkerin viel ruhiger und entspannter war, wenn nicht so viele Leute zuschauen) 😉

 

Nach 35 Minuten war der Großteil eingezogen:

Nach einer Stunde war hinten zu und vorne am Flugloch war schön das Sterzeln der Arbeiterinnen zu beobachten:

Hier noch mal mit Bewegung:

Hoffentlich bleibt dieser Schwarm in der Kiste! Ich habe mir da ja noch nie vorher Gedanken drüber gemacht, aber das verunsichert schon, wenn mal ein Schwarm wieder flüchtet… Morgen bekommen sie Futter, und ich denke bei der Größe können wir auch bald das Flugloch ganz öffnen! Also, alle Mann und Frau Daumen drücken, dass es ihnen in der Beute gefällt!

Am Freitag durfte der Schwarm unter den Augen vieler interessierter Schüler und Pädagogen in seine Hälfte der Einraumbeute einziehen. Dieses Mal passte auch das Wetter – warm, sonnig und kein Wind – was will man mehr?

Mithilfe der Projektkinder war das Einlaufen schnell vorbereitet. Einzig der als „bienendicht“ gekaufte Schied machte uns etwas Sorgen, weil er einfach unten nicht ganz bienendicht war – mit etwas Mühe aber großem Eifer kamen immer wieder Arbeiterinnen aus Pias Volk herüber gekrochen. Wir improvisierten zunächst einfach mit einer Rolle aus nassem Zeitungspapier, am Nachmittag konnte ich ja dann noch unten eine Leiste an den Schied anschrauben.

Da vor der Beute nicht genug Platz war und wir sie ja jetzt, wo in einer Hälfte schon ein Volk lebte, nicht mehr einfach verschieben konnten, fand das Einlaufen einfach von hinten durch die Wartungsklappe statt.

Es kann los gehen!

Und dann zogen sie ein! Sehr geordnet, mit sehr vielen sterzelnden Bienen und auch recht flott! Mein Kameraassistent „V“ filmte den ganzen Schwarm sehr gründlich, um im Nachhinein vielleicht am Bildschirm eine Jungkönigin entdecken zu können. In dem Bienengewusel vor Ort war uns das leider trotz vieler Augen nicht gelungen… An dieser Stelle auch ein herzliches Danke an meine Helferin Sandra am Wassersprüher, die einen sehr guten Job gemacht hat! Noch nie mit Bienen gearbeitet, und dann gleich mitten im Geschehen. 🙂

Wer Lust hat, kann auch gerne hier mal am Bildschirm suchen:

 

 

Und dann waren fast sie alle drin in ihrem neuen Zuhause!

Wartungsklappe zu, Flugloch auf, Einzug vollbracht!

 

So weit, so gut! Leider bekam ich dann am Samstag Nachmittag, als ich gerade schon mit einer Flasche Futter und der Leiste für den Schied auf dem Sprung zur Schule war, einen Anruf von einer Schülermama, dass gerade einen Bienenschwarm an der Schule vorbei geflogen war (so richtig in Schwarmformation, mit hohem Tempo). Kurz keimte die Hoffnung, dass es ein Schwarm vom nahegelegenen Imker im Wald sein könnte. An der Beute jedoch kam die Ernüchterung, denn der Schwarm war wieder ausgezogen, und zwar mit Sack und Pack. Nicht eine einzige Biene befand sich noch in der Beute… Ich habe noch eine gute Stunde die Umgebung abgesucht, weil ich ja sogar eine genaue Richtungsangabe von der Mutter bekommen hatte, aber sie waren wie vom Erdboden verschluckt.

Die Richtung war genau zurück nach Hause – aber es ist vermutlich nur Wunschdenken, dass sie wieder zurückgekehrt sind, weil sie vielleicht doch keine Königin hatten. Mal sehen, wie viele Bienen bei der nächsten Kontrolle in der roten Beute sind…

Ich war total enttäuscht, weil uns bislang noch kein Schwarm wieder ausgezogen war. Die Kinder hatten sich auch alle so gefreut, dass unsere Doppelhaushälfte nun komplett war. Aber vielleicht hat das Ganze ja auch etwas positives, weil der Schwarm vielleicht wirklich weisellos war, und wir nun einen neuen Start mit dem nächsten, hoffentlich vollzähligen Schwarm machen können.

Trotzdem nagen da ein paar Fragen in mir! Wohin sind sie? Fliegt ein weiselloser Schwarm überhaupt so organisiert und zielstrebig? Hat es ihnen in der Beute nicht gefallen? Wenn ja warum?

Auf viele dieser Fragen werde ich vermutlich nie eine Antwort erhalten…

Schwarm gefällig?

Da wurschtelt man (genauer gesagt Frau und Mann) am Brückentag ganz friedlich im Garten, dann klingelt unverhofft das Telefon. Also genaugenommen das Handy, weil nämlich Telefon und Internet dank eines Kabelschadens bei der Telekom seit Tagen nicht funktionieren… Eine sehr nette Dame hat beobachtet, wie sich im Nachbargarten an einem Baum ein Bienenschwarm niederließ – und nun wollte sie wissen, ob ich den Schwarm einfangen könnte, bevor jemand anders Hysterie wegen Wespen verbreitet. Natürlich packte ich sofort sehr freudig meine Schwarmfangausrüstung ins Auto und fuhr begleitet von meinem Mann Tobi zu der angegebenen Adresse. Tobi war ein schon ein ganz kleines bisschen aufgeregt, es war ja sein erster Schwarmfang!

Folgendes Bild bot sich uns dann:

Die saßen ja mal wirklich sehr blöd! Aber immerhin in einer bequemen Höhe. Wir legten gemeinsam los, mit Wasser einsprühen, und dann peu à peu die Bienen mit dem Besen über den Trichter in die Schwarmkiste fegen.

Das war wirklich mühsam und ging langsam, weil wir ja neben den Bienen auch den Baum möglichst schonend behandeln wollten. Aber die Bienen waren wirklich sehr friedlich (der Göttergatte war voll des Lobes!), und wir hatten so wie es aussah die Königin relativ schnell in der Kiste. Zumindest interpretierte ich die vielen sterzelnden Bienen außen am Gitter so. Als dann knappe zwei Drittel der Bienen in der Schwarmkiste waren, wurde das Flugloch geöffnet und ich sprühte etwas Wasser mit ein paar Tropfen Nelkenöl in den Baum, um den Duft der Königin dort zu übertünchen. Wir versuchten nun die restlichen Bienen mit dem Schwarmfangsack vom Baum zu bekommen und leerten sie vors Flugloch, wo sie auch sehr zügig einmarschierten. Während wir eine ganz kurze Eisesspause einlegten zogen die Bienen recht flott in die Kiste, und immer mehr lösten sich vom Baum und gesellten sich zu ihren Schwestern:

Wir plauderten noch eine Weile mit einer sehr netten und interessierten Bewohnerin des Hauses, bevor es dann mit 2,6 Kilogramm Bienen im Gepäck nach Hause ging.

Ich wüßte ja gerne, wem der Schwarm abgehauen ist! Es war kein einziger Drohn zu sehen (bei unseren Schwärmen sind immer Drohnen mit dabei gewesen, aber dazu müssen ja auch erst mal welche im Volk sein – vielleicht wurde die Drohnenbrut herausgeschnitten), aber auch keine gezeichnete Königin (was ich dann wiederum erwartet hätte). Von der Position am Baum in Kopfhöhe hätte ich jetzt auch eher auf eine Vorschwarm getippt!

Eigentlich wollte ich den Schwarm ja wirklich abgeben. Ganz ehrlich! Wir hatten ja nicht mal mehr eine gescheite Beute zur Verfügung und vier Völker reichen ja auch, aber irgendwie kam dann doch der Wunsch auf noch ein letztes Volk mehr aufzunehmen, schließlich waren sie ja so brav, und es war ja Tobis erster Schwarm (und ich musste gar nicht richtig quengeln, bevor er sich überreden ließ!!! Danke, Schatz! Und wo wir schon dabei sind, danke für die tolle Mithilfe, du hast das phantastisch gemacht!!!).

Also wurde zu Hause kurzerhand die Wabentransportkiste zur provisorischen Beute umfunktioniert, und die Bienen durften nach gründlicher Überprüfung des Regenradars gleich noch auf dem Balkon einlaufen.

 

Ich hatte alles an Rähmchen zusammengekratzt, was noch vorhanden war – genau sechs Stück. Zwei davon waren schon ein bisschen ausgebaut, aber das würde ja nicht stören. Das Einlauftempo war sehr beeindruckend! Sie rasten wirklich sofort und zielstrebig los (und das ist die Originalgeschwindikeit im Video!):

Weil es hier ja seit Tagen allabendlich Megagewitter gab, wurde die Beute oben mit Wachstuch und darüber einem großen IKEA-Plastikdeckel verschlossen, natürlich entsprechend beschwert.

Und sicherheitshalber auch noch einen Gurt, damit das ganze Ding nicht umfallen konnte. Nun hoffe ich, dass ich schnell an eine richtige Behausung ran komme! Am heutigen Samstag haben sich die Bienen fleißig eingeflogen und wurden am Spätnachmittag mit der bewährten Melliferamischung flüssig gefüttert. Sie haben sich schön in den Rähmchen nieder gelassen.

Wenn ich die Wachsschuppen unter dem Flugloch richtig interpretiere haben sie schon sehr fleißig mit dem Bauen begonnen. Ich bin schon gespannt, wie sie sich weiter entwickeln!

Ok, mein Erfahrungsschatz ist jetzt noch nicht so groß – aber der Schwarm von vorgestern war mit Abstand der bravste und ruhigste, den ich je in den Händen hatte. Bereits während der „Kellerhaft“ war kaum ein Mucks zu hören, aber auch als ich ihn an seinen neuen Platz auf dem Balkon brachte, waren die Bienen sehr friedlich und leise… Freitag Abend war das Wetter für den Einzug in Ordnung, weshalb ich mich ein wenig früher von Juniors Punktspiel abseilte um das Volk in sein neues Zuhause Laufen zu lassen.

Dazu musste die Box noch einmal von ihrem eigentlichen Standort verstellt werden, da ich ja schlecht eine Rampe in der Luft schweben lassen konnte. Ich stellte sie auf ein kleines Hockerchen ans andere Ende des Balkons und baute eine Rampe aus einem großen Schalbrett und einer weißen Tischdecke darauf. In letzter Minute dachte ich noch schnell ans Wiegen – 2,3kg brachte der Schwarm zusammen. Nicht klein, aber auch nicht riesig…

Auf jeden Fall waren sie selbst nach dem Abstoßen auf die Rampe immer noch total ruhig – es flogen keine zwei Dutzend Bienen auf, und ich habe sie kaum mit Wasser benetzt…

Das kannte ich von den anderen Schwärmen doch etwas anders. Es war ein faszinierender Anblick, wie die Bienenmasse erst einmal auseinander floss, bevor dann die ersten das Flugloch entdeckten, und sich der ganze Tross in Bewegung setzte:

 

Weil das ganze Volk so ruhig und gelassen war, konnte ich auch zum ersten Mal überhaupt die Königin (Diana I.) beim Einlaufen beobachten – sie ist aber auch wirklich prächtig, oder?

Gegen Ende des Einzuges war dann schon ein wenig Stau am Flugloch:

Während Tobi und ich dann beim Mexikaner und im Kino waren, spazierte der Rest fast vollständig in die Beute. Kurz nach Mitternacht habe ich dann die restlichen Bienen ein wenig angeschoben, den Fluglochkeil eingesetzt und die Beute an ihren designierten Platz gehoben. Vom Bett aus war noch ein klein wenig Summen zu hören… 🙂 Samstag Morgen begannen die Bienen dann schon trotz Bewölkung um kurz nach sechs Uhr mit dem Einfliegen, und haben es bis zum späten Nachmittag noch nicht eingestellt – sehr fleißig!

Leider herrschte den ganzen Tag ein böiger Wind, so dass das grüne Volk trotz Sonnenschein am Mittag nicht Schwärmen wollte… Mist, morgen habe ich Tennispunktspiel! Naja, bei gutem Timing schaffe ich es zwischen Einzel und Doppel! 😉

Nachher stelle ich ihnen noch etwas Futter hinein, ich denke sie haben ihre neue Bleibe akzeptiert und werden nicht mehr ausziehen…

 

 

 

 

Eigentlich hatte ich ja erwartet, dass das grüne Volk zuerst schwärmt, denn die hatten ja schon eine verdeckelte Nachschaffungszelle neben etlichen Schwarmzellen gehabt. Aber Pustekuchen! Vielleicht wollten sie doch nur umweiseln? Am Donnerstag behielt ich die Kiste genau im Auge, bis kurz vor 12 tat sich jedoch gar nichts. Als ich dann vom Laufen nach Hause kam, wieder Fehlanzeige, alles ruhig auf der Garage, und auch in der Schwarmkiste im Keller war alles schön ruhig. Die Wettervorhersage für den Nachmittag war gut, also planten wir schon mal das Einlaufen von Diana I. und ihrem Volk in die neue Einraumbeute.

Gerade als ich zum Duschen gehen wollte, kam Leonie wahnsinnig aufgeregt ins Haus geschossen: „MAMA! Da sind ganz viele Bienen im Garten!!!“. Ich dachte sie würden nun gerade losfliegen, aber wieder lag ich daneben – denn sie hingen schon, und zwar in einer Bilderbuchtraube am Holunder!

 

Was für ein Riesending!

Da ich das Gefühl hatte, dass unsere normale Schwarmkiste dafür zu klein war, musste ich schnell eine improvisieren.

Karton + Gitter + Panzertape = Schwarmfangkiste! Mit meinen zwei Schwarmfanghelfern ging es dann gleich an die Arbeit:

Etwas anfeuchten:

Ästchen abschneiden, Traube in die Kiste gleiten lassen, schnell dem Junior abnehmen, weil der Karton so schwer wurde:

Schnell zu machen!

„Äh, Markus, wir hätten da noch einen Schwarm für dich!“ 😉

Und so kam es dann auch. Irmgard I. zieht mit ihrem Volk zu unseren Freunden um. Was mich sehr freut, denn so können wir sie hin und wieder mal besuchen! 🙂 Am nächsten Tag sind die Bienen dort eingelaufen, und das Wiegen ergab ein Schwarmgewicht von stattlichen 3,5kg! Je nach Literatur wird ein Gewicht von ca. 100mg für eine Arbeiterin angegeben, das wären dann um die 35ooo Bienen!

Nach einem kurzen Intermezzo auf dem Tennisplatz bestätigte sich dann leider die Vorahnung, dass das schöne Wetter heute doch noch sein Ende finden könnte, daher wurde schnell alles vorbereitet, um den ersten Schwarm noch schnell in sein neues Zuhause einlaufen zu lassen.

Gemeinsam mit den Miniimkern ging es auch gleich los:

Hui, sind das viele!

Sie sind gleich zügig losmarschiert und haben auch prompt das Flugloch verstopft und schwappten nach unten über den Pflasterstein:

Beeilt euch bitte!

Der Pflasterstein (eigentlich zur Fixierung des Leintuchs) entpuppte sich als schier unüberwindbares Hindernis, erst als ich ihn gedreht hatte und die Bienen etwas angeschoben hatte, machten sich auch diese Nachzügler auf den Weg nach oben.

Der Regenschauer erforderte weitere Improvisation:

Und das war dann der Endstand des Tages – den letzten war es dann zu kühl und nass um weiterzulaufen.

Das Wiegen der leeren Schwarmbox ergab ein Schwarmgewicht von genau 3 Kilogramm!

Sie hingen am nächsten Morgen immer noch so da, ein leichtes Anschieben brachte jedoch Schwung in die Truppe, und nach kurzer Zeit konnte ich das Brett dann entfernen. Ein schneller Blick auf das Wachstuch und in den leeren Raum ergab, dass die Traube schön in den Rähmchen hing und der Temperatur nach auch schon mit dem Bauen begonnen hatte. Kurze Zeit später waren die ersten Bienen beim Einfliegen zu beobachten:

Was für zwei aufregende Tage! Und toll, was für riesige Schwärme die beiden Völker hervorgebracht haben. Schön, dass nun alle drei Kisten besetzt sind! Ich bin auch schon gespannt, was die Kontrolle der Altvölker morgen ergibt. Wer weiß, vielleicht ist der zweite Schwarm ja gar nicht von uns! 😉 Spannend wird auch sein, ob die beiden neuen Königinnen erfolgreich ihre Hochzeitsflüge absolvieren können!

Gestern am frühen Abend kam der Schwarm dann endlich in sein neues Zuhause. Ich war den ganzen Tag ein wenig besorgt gewesen, weil die Damen in der Schwarmfangkiste im Keller echt unruhig und laut waren.

In dem Kellerraum war es relativ kühl und ruhig, das Licht schien nur durch ein kleines Fenster hinein.

Da ich echt Angst davor hatte, dass der Schwarm in der Kiste mit den zwei kleinen Gitteröffnungen verbrausen könnte, habe ich immer mal wieder ein wenig Wasser durch die Gitter hineingesprüht und am Nachmittag dann auch ein wenig festen Honig durch ein Gitter gestrichen, auf den sie sich gerade zu stürzten… Was dann letztendlich für Ruhe sorgte, war das völlige Abdunkeln des Raumes. Da es keine Jalousie gibt, habe ich einfach den Lichtschacht von außen mit Schalbrettern verbarrikadiert. Danach war Ruhe im Kasten…

Ich war dann trotzdem recht erleichtert als ich mit den Kindern die Bienen dann um halb sechs zu ihrem neuen Zuhause (und was für ein Schönes! Für die kleinen Imker wurde sogar eine Sichtscheibe an der Stirnseite angebracht…) bringen konnte…

Alles bereit:

Das Einlaufen lassen ging unter den Augen einiger großer und vieler kleiner Zuschauer ein wenig schleppend vonstatten, aber es war auch schon wieder etwas kühl, und ich habe vermutlich auch ein wenig zu großzügig den Wassersprüher benutzt (ich bin übrigens der vollverpackte 😉 Schisser rechts im Bild – wollte um jeden Preis eine dicke Hand zum Tennispunktspiel am Wochenende vermeiden).

Aber mit etwas Löffelstarthilfe ging es dann los:

Einen Teil haben wir dann noch direkt in die Beute in den offenen Teil hinter das Schied gelöffelt, weil die Damen lieber kuscheln als laufen wollten. Die Ärmsten waren vermutlich auch schon ein bisschen länger unterwegs und am Ende ihrer Kräfte. Die Königin haben wir leider nicht gesehen, und auch nur 2 oder 3 Drohnen. Aber es wurde am Eingang gesterzelt, und so hoffen wir mal das Beste.

Der frischgebackene Bienenpapa hat einen sehr souveränen Job gemacht und ist die Ruhe selbst – ebenso wie sein Nachwuchs:

Heute gegen 10 Uhr tat sich immer noch nichts, es hing immer noch ein Klumpen Bienen im Flugloch, aber als die Sonne herauskam war dann ein erstes Einfliegen zu sehen, ein paar Nachzügler marschierten die Rampe hinauf und sie haben das Futter entdeckt.

Irgendwann werden die Fluglochverstopfer schon auch noch in die Puschen kommen. 🙂

Ich glaube, dieser Schwarm hat einen guten Platz bekommen. Vielen Dank noch mal an die nette Vermittlerin!!!

Unser neues Volk mit Königin Diana I. hat sich inzwischen sehr gut eingelebt. Obwohl das Einlaufen wegen eines Abendtermins ein wenig unter Zeitdruck stand, hat es wunderbar geklappt. Allerdings war der Schwarm wirklich riesig, und entsprechend hat der Stau am Flugloch auch angedauert. Die Situation am nächsten Morgen sah immer noch so aus:

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Wir hatten ohnehin schon die empfohlene Maximalzahl von acht Rähmchen gegeben, daher hieß es einfach mal abwarten.

Am Samstag war das Wetter wieder überwiegend schmuddelig, nass und kühl. Im Lauf des Vormittags konnten dann die letzten Bienen in die Beute einziehen. Ich habe in der Früh kurz kontrolliert, ob die Traube noch in den Rähmchen hing, was der Fall war. Da ich den Tag zu meiner großen Begeisterung mit meiner Tennismannschaft im Regen auf einem auswärtigen Tennisplatz verbringen musste (ich hasse Punktspiele bei Regen!), hielt mich der Rest der Familie mit Bildern und Nachrichten auf dem Laufenden. In einer kurzen Trockenphase haben sich gleich eine ganze Menge Bienen eingeflogen.

Abends haben wir dann das erste Mal etwas Futter im inzwischen bewährten Joghurteimerchen gegeben. Mal sehen, ob sie auch so gefräßig wie ihre Nachbarn sind.

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Heute herrscht trotz unschönen Wetters (es regnet immer wieder, dazu böiger Wind) reger Betrieb an beiden Fluglöchern.

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Bei den neuen Blauen fast noch mehr als bei den Grünen. Gerade eben habe ich eine erste „blaue“ Pollensammlerin entdecken können.

Version 2

Die Sammlerinnen der grünen Beute tragen dagegen nach wie vor immens viel Pollen ein.

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Inzwischen blühen auch die Brombeeren im Garten und werden gut von Bienen und Hummeln besucht:

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Ich muss mal versuchen ein paar Bienen aus den Brombeeren zu verfolgen, um zu sehen, ob unsere auch dort sammeln.

Schön, dass auch beim blauen Volk der Start so unkompliziert geklappt hat. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass der Sommer sich endlich durchsetzen kann. Leider sieht die Prognose für die ganze Woche eher mau aus…