Category: Bienen


21!

Noch ein kleiner Nachtrag zur Varroa-Prophylaxe in der blauen Einraumbeute:

Wie schon bei den grünen Kolleginnen (Drohnen haben wir so gut wie keine mehr) habe ich am späten Abend einen Tag nach der Behandlung einmal den Boden der Beute durch die Inspektionsklappe abgefegt und das Gemüll in einer Wanne zur Analyse gesammelt. Ich fand nur 21 tote Varroen – erfreulich wenig für den großen Schwarm und im Vergleich mit dem grünen Volk (93 nach einem Tag)!

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Für das Volk in der blauen Kiste steht die prophylaktische Oxalsäurebehandlung per Sprühverfahren an. Da es am empfohlenen neunten Tag nach dem Einlogieren (also morgen) zur Abwechslung mal wieder den ganzen Tag regnen soll, habe ich sie heute schon durchgeführt. Die letzten Tage habe ich immer wieder ein kleines Kübelchen mit Futter gegeben, da die Bienen höchstens ein bis zwei Stunden pro Tag gut fliegen konnten. Einmal musste ich aus Zeitnot auf fertigen Futtersirup (Apiinvert mit einem Schuss Honig) zurückgreifen, der wurde prompt in beiden Beuten verschmäht. Nachdem die sonstigen Futtergaben (Bio-Rübenzucker, Wasser, Honig)  immer sehr gierig weggegluckert wurden, hat mich das schon etwas irritiert. Das anschließend im Austausch angebotene selbstangerührte Futter ging dann wieder weg wie warme Semmeln. Kleine verwöhnte Geräte!!!

Der erste Blick hinter das Trennschied  in der blauen Beute ergab ein recht gutes Bild, die Damen haben fleissig gebaut:

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Um nicht wieder den gleichen Fehler mit zuviel Platz wie beim grünen Volk zu machen, habe ich das achte Rähmchen wieder heraus genommen. Es hing zwar schon eine Traube daran, aber sie haben noch nicht mit dem Wabenbau begonnen. Die Bienen haben die Besprühung brav über sich ergehen lassen. Es schien doch tatsächlich mal wieder kurz die Sonne zwischen den Wolken hervor. Dafür war es echt schwül, und keine 5 Minuten, nachdem die Kiste wieder geschlossen war, gab es ein kurzes Gewitter mit Regen. In blogtauglichen Worten kann ich gar nicht ausdrücken, wie sehr mich das Wetter hier nervt.

Leider konnte ich in dem Gewusel keine Stifte oder Brut gesehen, geschweige denn eine Königin… Das beunruhigt mich schon ein wenig. Andererseits haben sie beim Einlaufen so gut gesterzelt, bauen wunderbar und benehmen sich auch keinesfalls aggressiv… Der Imker aus dem Allgäu meinte, dass er sich recht sicher sei, dass es ein Vorschwarm wäre.

Ich werde nächste Woche, falls es aus Versehen mal warm und trocken sein sollte, eine gründliche Durchsicht machen und die Waben auch wieder fotografieren. Hoffentlich zeigt sich Königin Diana I. oder zumindest ein paar Spuren ihrer Legetätigkeit.

Grünes Sorgenkind

Unser Volk in der grünen Beute entwickelt sich langsam aber sicher ein wenig zum Sorgenkind. Irgendwie geht da nicht mehr so recht was vorwärts in der Volksentwicklung. Jamie und ich haben gestern in einer erneuten kurzen warmen Phase in der Mittagszeit eine Durchsicht gemacht, nachdem ich zwei Wochen lang die Beute nur zum Füttern geöffnet hatte. Leider war meine erneute Erweiterung um ein Rähmchen ein wenig zu früh gewesen. Die Bienen haben in zwei Rähmchen ziemlich viel Drohnenbrut angelegt, und es war wieder etwas mehr Kalkbrut auf dem Boden der Beute zu sehen.

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In der Ecke neben dem Flugloch ist auch ein wenig Schimmel zu sehen. Es verwundert ja ehrlich gesagt nicht, bei dem ätzenden Wetter, was hier seit Wochen herrscht. Ich konnte auch kaum mehr eingelagerten Pollen finden, auch kein Wunder, denn der wird bei den häufigen und starken Regengüssen vermutlich regelmäßig von den Blüten gespült. Es bringen zwar viele Sammlerinnen Pollen ein, aber der scheint relativ schnell verbraucht zu werden. Wir füttern in dieser Beute schon seit Wochen immer wieder, um das Wetter ein wenig zu kompensieren. Trotzdem habe ich irgendwie das Gefühl, dass die Volksentwicklung mehr oder weniger stagniert.

Ich fürchte die Kalkbrut geht auch ein wenig auf meine Kappe, die Erweiterung fiel vermutlich genau in eine Phase, in der vom ursprünglichen Schwarm viele Bienen ihr Lebensende erreicht hatten, und dadurch fällt es dem Rest nicht leicht, das Brutnest ausreichend warm zu halten.

Schweren Herzens habe ich mich dann gestern noch entschieden, die Drohnenbrut heraus zu schneiden. Keine schöne Aufgabe. Eigentlich möchte ich im Sinne der wesensgemäßen Haltung keinerlei Regulation dieser Art am Volk vornehmen. Ich fürchte nur, dass das Volk so vor dem Herbst nicht mehr auf einen grünen Zweig kommt, wenn nun auch noch Drohnen mit durchgefüttert werden müssen. Interessanter Weise werden die bereits adulten Drohnen bereits regelmäßig aus dem Stock gedrängt, hin und wieder liegt auch mal ein toter Drohn vor der Beute. Die Frage ist nur, warum produzieren sie dann jetzt noch welche nach?

Das Volk ist auf jeden Fall trotz meines Eingriffs recht ruhig geblieben. Ich habe mir auch wirklich sehr viel Mühe gegeben, keine Arbeiterinnen zu beschädigen oder zu verkleben. Die ausgeschnittenen Waben wanderten umgehend in den Gefrierschrank.

Die einzig gute Nachricht: Auf einem der Fotos, die Jamie gemacht hat, ist Königin Walburga zu sehen. Sie stiftet auch brav. Rundmaden und verdeckelte Arbeiterinnenbrut sind ebenfalls vorhanden

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Ich hatte auch kurz überlegt, das zuletzt gegebene Rähmchen wieder herauszunehmen, um die ganze Geschichte wieder kompakter zu bekommen und somit auch leichter beheizbar. Aber gerade da war ein wenig Pollen und schon recht viel Honig eingelagert, und das wollte ich ihnen nicht wieder wegnehmen. Und irgendwie hatte ich ja schon mit dem Drohnenbrutschneiden genug herumgepfuscht…

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Leider ist auch die Wetterprognose für die nächsten Tage nicht besser. Tagsüber 18°C, nachts 11°C, und weiterhin viel Regen. Es ist einfach furchtbar 😦

 

Unser neues Volk mit Königin Diana I. hat sich inzwischen sehr gut eingelebt. Obwohl das Einlaufen wegen eines Abendtermins ein wenig unter Zeitdruck stand, hat es wunderbar geklappt. Allerdings war der Schwarm wirklich riesig, und entsprechend hat der Stau am Flugloch auch angedauert. Die Situation am nächsten Morgen sah immer noch so aus:

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Wir hatten ohnehin schon die empfohlene Maximalzahl von acht Rähmchen gegeben, daher hieß es einfach mal abwarten.

Am Samstag war das Wetter wieder überwiegend schmuddelig, nass und kühl. Im Lauf des Vormittags konnten dann die letzten Bienen in die Beute einziehen. Ich habe in der Früh kurz kontrolliert, ob die Traube noch in den Rähmchen hing, was der Fall war. Da ich den Tag zu meiner großen Begeisterung mit meiner Tennismannschaft im Regen auf einem auswärtigen Tennisplatz verbringen musste (ich hasse Punktspiele bei Regen!), hielt mich der Rest der Familie mit Bildern und Nachrichten auf dem Laufenden. In einer kurzen Trockenphase haben sich gleich eine ganze Menge Bienen eingeflogen.

Abends haben wir dann das erste Mal etwas Futter im inzwischen bewährten Joghurteimerchen gegeben. Mal sehen, ob sie auch so gefräßig wie ihre Nachbarn sind.

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Heute herrscht trotz unschönen Wetters (es regnet immer wieder, dazu böiger Wind) reger Betrieb an beiden Fluglöchern.

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Bei den neuen Blauen fast noch mehr als bei den Grünen. Gerade eben habe ich eine erste „blaue“ Pollensammlerin entdecken können.

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Die Sammlerinnen der grünen Beute tragen dagegen nach wie vor immens viel Pollen ein.

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Inzwischen blühen auch die Brombeeren im Garten und werden gut von Bienen und Hummeln besucht:

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Ich muss mal versuchen ein paar Bienen aus den Brombeeren zu verfolgen, um zu sehen, ob unsere auch dort sammeln.

Schön, dass auch beim blauen Volk der Start so unkompliziert geklappt hat. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass der Sommer sich endlich durchsetzen kann. Leider sieht die Prognose für die ganze Woche eher mau aus…

Bis kurz vor zwei Uhr mittags verlief der Tag gewohnt – naja, nicht ganz, denn es war ungewöhnlicher Weise mal schönes Wetter. Bei meinen morgendlichen fünf Minuten Fluglochgucken konnte ich das erste Mal Wächterinnen am Flugloch sehen. Als wir uns um kurz vor zwei dann gerade zum Tennisplatz aufmachten, ertönte das ominöse Geräusch einer eingehenden Email. Schnell noch ins Mailprogramm geguckt – Email von der Schwarmbörse! Hurra!!! Endlich! Der Anruf kam auch keine zwei Minuten später. Ein total netter Imker aus dem Allgäu hätte einen Schwarm für uns. Da war natürlich die Freude groß.

Eine Stunde später sprangen wir dann zu dritt noch in voller Tennismontur direkt vom Platz ins Auto und machten uns auf den anderthalbstündigen Weg. Trotz einiger Staus und Baustellen kamen wir recht gut durch. Inzwischen hatte uns eine SMS erreicht, dass sich der Naturschwarm inzwischen abholbereit in der Schwarmkiste befände – und knapp 3 Kilo schwer wäre!!! Zur Erinnerung, unser erster mit Queen Walburga hatte knapp 900 Gramm. Wow!

Vor Ort trafen wir dann einen sehr netten Imker an, der uns zum Schwarm auch gleich noch zwei Gläser ganz frischen Honig schenkte – vielen lieben Dank nochmal!!! Das Kisterl mit den Bienen verstaute ich im Fußraum des Beifahrersitzes, wo es dank Klimaanlage den Bienen hoffentlich nicht zu heiß werden würde. Wir hatten noch die Instruktion bekommen, den Schwarm ein paar Mal mit etwas Wasser zu besprühen, um die Gefahr des Verbrausens zu minimieren.

Also ging es mit etwa 25000 Bienen beladen wieder in die Heimat. Auf den ersten 30 Kilometern mussten wir dann doch öfter als gewollt anhalten, weil immer wieder einzelne Bienen im Auto herumschwirrten. Bei den ersten beiden dachten wir noch, dass es blinde Passagiere wären. Doch dann tauchten sie regelmäßiger auf, und wir vermuteten, dass sie doch unten an der Schwarmkiste irgendwie heraus kamen. Dank eines Spanngurtes konnte diese Lücke jedoch geschlossen werden. Danach war das Fahren deutlich entspannter 😉 Die Bienen waren sehr ruhig und brausten überhaupt nicht auf. Während der Fahrt wurden erste Sondierungsgespräche für die Taufe der Königin geführt. Wir wollten aber zu Hause noch kurz den Namenstagskalender beäugen, bevor eine Entscheidung gefällt würde.

Zu Hause angekommen wurde der Schwarm für 20 Minuten in der kühlen und dunklen Garage geparkt, während wir den Einzug in die Beute vorbereiteten. Dieses Mal wollten wir die Bienen auch nicht einfach in die Kiste hinein „werfen“, sondern sie einlaufen lassen. Schalbrett, weißes Tuch, Wassersprüher, Löffel, Kamera – check! Das Wiegen ergab mitsamt der 2,7kg schweren Kiste stolze 5,9kg – somit wog der Schwarm gigantische 3,2kg! Ich packte noch zwei Rähmchen mehr in die Beute, so dass dem riesigen Schwarm zu Baubeginn acht Rähmchen zu Verfügung standen.

Und dann kam der wirklich total spannende Moment, als ich die Schwarmkiste öffnete und die Bienen auf die bereit gestellte Rampe abstieß! Und dabei erst mal vergaß, den Schwarm vorher mit Wasser einzusprühen… Ich Esel!!! Aber der Sprüher stand ja griffbereit und ich holte das Besprühen schnell nach.

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Da ich alle Hände voll zu tun hatte, übernahm unser Sohnemann das Knipsen. Es ist immer wieder interessant, was für andere Perspektiven er dabei wählt:

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Die Bienentraube war keine 10 Sekunden auf der Rampe, schon stapften die ersten gen Flugloch los! Das war so phantastisch anzusehen! Wie auf ein magisches Signal setzte sich der ganze Schwarm in Bewegung. Das Flugloch der Einraumbeute war nach kürzester Zeit geradezu verstopft. Man konnte jedoch gut sehen, dass die Bienen hinein strebten, auch wenn ein beachtlicher Teil erst mal außen an der Beute sitzen bleiben musste.

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Zunächst war nur der Teil mit den Rähmchen oben abgedeckt und somit verdunkelt, damit die Bienen sich schön dort niederließen.

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Es war ein beeindruckendes Erlebnis, mitten in dieser Wolke aus umherfliegenden Bienen zu stehen, und den Einmarsch beobachten zu können. Für groß und klein 🙂

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Nach sehr kurzer Zeit konnten wir die ersten Bienen beim Sterzeln beobachten, was ja ein gutes Zeichen dafür ist, dass die Königin in der Beute angekommen war.

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Im Lauf des Abends fanden immer mehr Bienen den Weg in die neue Behausung.

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Was für ein Getümmel vor dem Einflugloch:

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Gegen elf Uhr nachts kontrollierte ich noch einmal die Lage. Es saßen immer noch eine ganze Menge Bienen eng aneinander gekuschelt außen ums Flugloch. Der Rest hängt brav in den Rähmchen, zumindest sah es ohne Anheben des Wachstuches danach aus.

Puh, nun bin ich ganz platt von der ganzen Aufregung. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass die Damen ihr neues Zuhause mögen, und nicht morgen gleich wieder ausziehen. Drückt uns die Daumen!

 

Unglaublich, aber wahr – heute war es doch glatt mal einen GANZEN Tag lang warm und trocken! 🙂 Bereits früh am Morgen ging vor unserer Bienenbehausung die Post ab, und das hielt den ganzen Tag an.

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Uns ist allen aufgefallen, dass die Damen heute unheimlich viel Pollen eingetragen haben. Das war ja bei dem verregneten Wetter der letzten Tage vermutlich wenig möglich, da der Pollen sicherlich auch von den Blüten heruntergespült werden kann. Teilweise hatten sie geradezu skurril dicke Pollenhöschen 🙂

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Am späten Nachmittag wurde es dann noch mal kurz recht spannend, eine befreundete Nachbarin rief an, sie hätte einen Schwarm am Dach hängen. Mit zwei aufgedrehten Mini-Imkern und meiner Ausrüstung ging es ein paar Häuser weiter. Leider war es kein Schwarm, sondern nur ein Haufen Kundschafterinnen, die sich aber sehr offensichtlich für einen Öffnung unter dem Dach interessierten. Wir platzierten unseren Schwarmfangkasten mit geöffnetem Flugloch unter dem Dach und verschlossen die Spalte unterm Dach so gut es ging mit Zeitungspapier. Es wurden dann auch prompt weniger Kundschafterinnen, aber leider zeigten sie kein Interesse an unserer Impromptu-Lockbeute. Schade, dass wäre auch zu genial gewesen, wenn sie da eingezogen wären. Wir haben die Box da mal hängen lassen, und haben noch eine Runden mit dem Auto die Umgebung erkundet, in der Hoffnung irgendwo den Schwarm zu finden. Leider vergebens, sehr zur Enttäuschung meiner zwei Mini-Imker und der beiden Kinder der Nachbarin, die auch mit suchen wollten. Ich bin nu heiser, weil sie mir so viele Fragen über Bienen gestellt haben 😉

Tatsächlich hatte ich heute morgen eine sich sehr auffällig verhaltende Biene vor unserer Haustür beobachtet, die jeden Winkel und jede Ritze wirklich extrem gründlich abgesucht hat.

Sicherheitshalber haben wir von unserer unbesetzten Einraumbeute das Flugloch auch noch geöffnet – wer weiß, vielleicht ziehen sie ja ein. Das wäre der Knaller! 🙂

 

 

Da letzte Woche das Wetter so sagen wir mal freundlich „unschön“ war, habe ich bis auf eine kleine Einfütterung den Deckel auf der Beute gelassen (was mir als neugierigem Menschen nicht leicht fällt). Dafür habe ich Mitte der Woche spät abends einmal den Boden der Beute abgefegt, um das Gemüll zu betrachten.

Und das habe ich dabei gefunden – hier schon etwas sortiert:

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Neben sehr viel Wachs, Holzspänen und Strohfasern (Hey – lasst das Trennschied in Ruhe!) lag ein Stück eines Abdomens (rechts oben) herum, und zwei sich noch bewegende Larven (links unter der Mitte). Darunter etliche weißliche und graue zunächst „undefinierbare“ Teile, von denen ich nach Recherche vermute, dass es sich um Kalkbrut-Mumien handelt.

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Das hat mich zunächst ein wenig beunruhigt, aber da es wirklich nur die wenigen waren, sollte es hoffentlich keine weiteren Probleme geben. Die nächsten Tage habe ich jeweils kurz den Boden durch die Inspektionsklappe kontrolliert, und es waren keine weiteren Mumien zu sehen. Es könnte natürlich sein, dass die alle von der Putztruppe aus der Beute befördert wurden.

Das erfreuliche an der Analyse: Ich konnte nur 2 Varroamilben finden 🙂

Gestern war dann das Wetter nach vormittäglichem Dauerregen gegen Mittag zur Abwechslung mal trocken und sonnig, und so konnte ich eine schnelle Durchsicht machen, um meine Bedenken wegen der Kalkbrut auszuräumen. Mit dem Bild das sich mir bot war ich sehr zufrieden. Sehr viel Brut in allen Stadien, keinerlei Anzeichen von irgendwie abnormaler Brut! Bilder gibt es von der Durchsicht leider keine, ich hatte leider das falsche Objektiv auf der Kamera. Hier das einzige vom erst kürzlich eingehängten Rähmchen, das schon wieder ganz ordentlich bebaut wurde:

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Vogelabwehr

Kurz vor unserem Urlaub habe ich bemerkt, dass die Nachbarskohlmeisen leider entdeckt hatten, wo all die leckeren Bienen her kamen. Am Freitag schnappte die erste dann sogar direkt am Flugloch zu. Ich hatte dann schon ein wenig Bedenken, dass die Meisen in unserer Abwesenheit viele der ohnehin nicht so vielen Sammlerinnen fressen würden. Vermutlich total Anfängerhysterie 😉 Auf jeden Fall ging es am Freitag noch schnell in Gartencenter, wo wir dieses „Abwehrgerät“ erstanden (und somit vermutlich völlig zweckentfremdeten):

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Ehrlich gesagt rechnete ich (auch wenn es meine Idee war) nicht damit, dass die Vögel lange auf die Plastikkatze hereinfallen würden. Aber erstaunlicherweise lässt sich auch fast 3 Wochen später kein Vogel mehr auf dem Garagendach blicken! Ich bin ja gespannt, wie lange das anhält. Inzwischen wäre es ja auch egal, wenn sie sich an den Bienen ein wenig gütlich tun würden, der Nachschub rollt ja.

Konsequenterweise wurde die Katze Servatius getauft, und auch wenn das eigentlich der Schutzheilige vor Ratten- und Mäuseplagen ist, so scheint er in unserem Fall sein Einsatzgebiet auf Kohlmeisen- und Taubenplagen ausgedehnt zu haben. Naja, letztere gelten ja als Ratten der Lüfte 🙂

Wie man hier sehen kann, fängt die Dachbegrünung auch ganz langsam an, ihrem Namen gerecht zu werden – und sogar ein paar erste Blüten zeigen sich. Gestern wurde auch endlich die Blechumrandung geliefert und montiert. Ich war doch erstaunt, dass die Bienen so friedlich waren, immerhin haben die beiden Monteure trotz meines dezenten Hinweises keine zwei Meter vor dem Flugloch die Bleche lautstark zurecht geflext.

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Wo vorher nur ein paar traurige Gräser und blühfaule „Unkräuter“ vor sich hin wuchsen, blüht es nun in einer wunderbaren Farbenpracht. Unsere Gemeindegärtner haben ihr Versprechen eingehalten, und entlang unserer kompletten Straße (etwa einen Kilometer lang) die Grünstreifen mit einer Blühmischung angesät. Im Lauf der letzten Jahre sind fast alle dort angepflanzten Ebereschen abgestorben und wurden ersetzt. Die neuen Bäume sehen im Vorbeifahren wie Mehlbeerbäume aus, ich bin mir aber nicht ganz sicher.

Auf jeden Fall haben wir statt Grünstreifen nun Buntstreifen 🙂 Ich hätte wirklich ein paar Vorher-Bilder machen sollen!

Heute bin ich mittags mal kurz zum Knipsen vor die Haustüre gegangen:

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Es waren auch zahlreiche Bienen und Hummeln bei der Ernte zu beobachten:

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Auch an der Kreuzung blüht es wunderbar:

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Die sieht aus wie eine von unseren!

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Ich bin wirklich schwer begeistert – gerade bei dem eher tristen Wetter eine Wohltat für’s Auge.

Dankeschön, liebe Gemeinde! Das erfreut sicher nicht nur die Insekten, sondern auch viele Anwohner und Passanten 🙂

 

… entwickelte sich zu einer ganz ordentlichen Feuerprobe für mich. Gestern hatte mich Frank gebeten, bei seinen neu einlogierten Schwärmen aufgrund der schlechten Wetterprognose etwas Futter in die Beuten zu stellen (auch alles Einraumbeuten). Bei den ersten beiden war das auch kein Problem. Bei der dritten, einer kleinen Einraumbeute) habe ich dann schon beim ersten Griff ans Wachstuch gemerkt, dass hier etwas anders läuft. Das Wachstuch war immens schwer! Wildbau!!! Dieses Volk hatte leider nicht in den vorgesehenen Rähmchen mit dem Wabenbau begonnen, sondern im leeren Raum am Wachstuch… So ein Mist!

Gott sei dank stand Frank als Telefonjoker zur Verfügung und ich versuchte dann so vorsichtig wie möglich die Waben vom Wachstuch zu lösen – sie fielen aber bereits beim wirklich sehr behutsamen Anheben des Wachstuchs nach unten in die Beute. Mit ein wenig Wasser aus dem Sprüher hielt ich die Bienen vom Auffliegen ab. Da es in dem tollen uralten Bienenhaus so duster war, hängte ich eine Taschenlampe über die Beute, und dann ging es ans Eingemachte! Die Bienen fanden diese Behandlung natürlich alles andere als lustig – ein wenig Schiss hatte ich ehrlich gesagt schon, trotz Imkerbluse und Handschuhen. Ganz vorsichtig holte ich eine Wabe nach der anderen heraus (5 Stück waren es, 3 recht große und zwei kleinere), kehrte die Bienen davon in die Beute ab, ebenso wie die Kolleginnen, die verzweifelt auf mir herum krabbelten. Dass sie echt sauer waren, konnte man gut hören und an den Stacheln, die in meinen Handschuhen steckten auch gut erkennen. Durch gekommen ist Gott sei Dank keine!

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Es fiel mir schon ein wenig schwer, da möglichst ruhig zu bleiben, aber zumindest verfiel ich nicht in Hektik… Es war nicht ganz einfach, an die Waben zu gelangen, ohne die Bienen, die dicht gedrängt an den Beutenwänden hingen, dauernd herum zu schieben. Eine kurze Schrecksekunde hatte ich, als mir eine Biene ins Hosenbein krabbelte, aber freundlicherweise wurde ich verschont und konnte sie unversehrt wieder heraus bekommen. Als alle Wabenstücke bienenfrei waren, fegte ich die verschmähten Rähmchen aus der Beute ebenfalls in die Beute ab, da hingen nämlich inzwischen ganz ordentliche Trauben daran. Franks Frau Sabine war inzwischen mit Draht und Seitenschneider angekommen, und so konnte ich mit dem Draht die Wabenstücke an ihren richtigen Platz in die Rähmchen binden, die beiden kleinen Stücke in eines gemeinsam. Anschließend bugsierte ich die bestückten Rähmchen wieder in die Beute, wo sie gleich wieder besiedelt wurden.

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Ich war heilfroh (und durchaus ein wenig schweißgebadet – trotz des kühlen, nassen Wetters!), als der Deckel wieder auf der Kiste drauf war. Es wurde recht zügig wieder ruhiger in der Beute. Jetzt können wir nur hoffen, dass bei all den Manövern die Königin keinen Schaden genommen hat! Eine kurze Schrecksekunde hatte ich noch, als mir eine Biene ins Hosenbein krabbelte, aber freundlicherweise wurde ich von einem Stick verschont und konnte sie unversehrt wieder heraus bekommen.

Bei der Kontrolle heute morgen sah es übrigens sehr gut aus, durch das Wachstuch konnte man gut fühlen, dass die Bienen nun in den Rähmchen sitzen. Für ein absolutes Greenhorn war das Ganze auf jeden Fall ein sehr aufregender Einsatz!

P.S.: Frank, falls ich jemals wieder etwas vom Grund deiner Beuten bergen muss, beantrage ich hiermit ein kleines Schemelchen – ich bin gerade so bis zum Boden gekommen 😉